Landrat tauschte den Arbeitsplatz mit einem Werkstätten-Beschäftigten
- Landrat Volker Knörr und Werkstätten-Beschäftigter Philipp Erbach tauschen für einen Tag ihre Arbeitsplätze.
- Foto: Rhein-Pfalz-Kreis.
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Schifferstadt. Gestern tauschten Landrat Volker Knörr und der Werkstätten-Beschäftigte Philipp Erbach ihre Arbeitsplätze. In den Ludwigshafener Werkstätten in Schifferstadt erlebte Knörr den Arbeitsalltag beim Verpacken von Autoteilen, während Erbach anschließend Termine als Landrat übernahm.
Das Ökumenische Gemeinschaftswerk Pfalz betreibt die Ludwigshafener Werkstätten. Am Standort Schifferstadt arbeitete eine Gruppe von rund 25 Beschäftigten mit Beeinträchtigungen. Erbach zeigte Knörr, wie er vorgestanzte Kartons faltet, Autoteile einlegt, die Kartons verschließt und die Kisten für den Weitertransport vorbereitet.
Die Beschäftigten tauschten sich während der Arbeit mit dem Landrat aus und erzählen von ihren Abläufen und ihrem Leben. Nach mehreren Stunden zieht Knörr ein positives Fazit: „Was eure Gruppe da an einem Tag an Arbeit schafft, ist wirklich ordentlich“.
Erbach besuchte die Termine des Landrats
Erbach übernahm danach den Arbeitsplatz des Landrats. Drei Termine standen auf dem Programm. Zunächst servierten Erbach und Knörr bei der KfD Frauengemeinschaft Limburgerhof ein Frühstück. Die Männer trugen dabei rote Schürzen, brachten Brötchen an die Tische und schenkten Kaffee aus.
Danach fuhren die beiden nach Kleinniedesheim zur Weinlese auf dem Landratswingert. Zusammen mit den Weinpatinnen und Weinpaten des Kreises sowie Vertretern des Weinguts Merkel schnitten sie Regent-Trauben für den späteren Landratswein von Hand ab.
Am Abend besuchte Erbach eine Eiserne Hochzeit in Otterstadt. Dort feierten seine Großeltern ihren 65. Hochzeitstag. Erbach gratulierte ihnen gemeinsam mit Knörr.
Beide Teilnehmer bewerteten den Arbeitsplatz-Tausch positiv. Erbach sagte zu Knörr: „Du hast richtig viel zu tun als Landrat“. Knörr lobte Erbachs Unterstützung und seine Arbeit in Schifferstadt. Der Aktionstag Schichtwechsel brachte Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen und wollte neue Perspektiven eröffnen, Vorurteile abbauen und den Austausch auf Augenhöhe fördern. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |