Cyberangriff bei Uniklinik Homburg: 1266 Patienten betroffen

Am 18. Mai hatte das Universitätsklinikum des Saarlandes Kenntnis davon erlangt, dass auch 1.266 Patientinnen und Patienten des UKS betroffen sind. (Symbolbild) | Foto: Sina Schuldt/dpa
  • Am 18. Mai hatte das Universitätsklinikum des Saarlandes Kenntnis davon erlangt, dass auch 1.266 Patientinnen und Patienten des UKS betroffen sind. (Symbolbild)
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Homburg. Nach einem Cyberangriff auf einen externen Abrechnungsdienstleister könnten auch Patientinnen und Patienten des Universitätsklinikums des Saarlandes betroffen sein. Nach Angaben des Klinikums wurden Daten von 1.266 Personen entwendet.

Der Angriff richtete sich gegen ein Unternehmen, das für Kliniken in Deutschland Abrechnungen erstellt. Betroffen waren am UKS vor allem Patientinnen und Patienten mit privater Zusatzversicherung oder Selbstzahler. 

Nach derzeitigem Stand wurden überwiegend sogenannte Stammdaten gestohlen. Dazu zählen unter anderem

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Adresse

In rund 400 Fällen könnten auch Angaben betroffen sein, aus denen sich Informationen zu Diagnose oder Behandlungsart ableiten lassen.

Klinikum informiert Öffentlichkeit

Das Universitätsklinikum erfuhr nach eigenen Angaben am Montag, 18. Mai von dem Vorfall. Wegen der Sensibilität von Gesundheitsdaten habe sich die Klinik anschließend entschieden, die Öffentlichkeit zu informieren, erklärte der kommissarische Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende Professor Michael Zemlin.

Der Dienstleister habe zugesagt, alle Betroffenen direkt zu informieren. Die Datenschutzbeauftragte des UKS begleite und kontrolliere diesen Prozess.

Cyberangriff Mitte April entdeckt

Der Angriff auf den Abrechnungsservice ereignete sich laut Klinik bereits Mitte April. Die zuständige Datenschutzbehörde und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wurden am Donnerstag, 16. April informiert. Nach Einschätzung der eingebundenen IT Experten sei eine Veröffentlichung der erbeuteten Daten derzeit nicht wahrscheinlich.

Auch andere Universitätskliniken in Deutschland sind betroffen. In Baden Württemberg wurden nach Angaben der Einrichtungen Daten von rund 61.000 Patientinnen und Patienten der Unikliniken Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen entwendet. Das Ausmaß der gestohlenen Informationen ist je nach Klinik unterschiedlich. dpa/red

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Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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