Kandidatenwahl im Saarland: Toscani führt CDU in Wahlkampf

Toscani will das Saarland wieder voranbringen | Foto: Harald Tittel/dpa
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Eppelborn. Für Wähler im Saarland steht der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl am Sonntag, 18. April, fest: Stephan Toscani führt die Saar-CDU in den Wahlkampf. Die Landesvertreterversammlung in Eppelborn wählte den 59-Jährigen mit 91,3 Prozent. Toscani erhielt 303 Ja-Stimmen bei 333 abgegebenen Stimmen, drei Vertreter enthielten sich.

Toscani ist seit Mai 2022 Parteichef der CDU Saar. In seiner Rede vor der Wahl erhob der Jurist den Führungsanspruch für eine künftige Landesregierung. „Wir wollen diese Landtagswahl gewinnen“, sagte er. Die CDU wolle die Staatskanzlei zurückerobern und eine Regierung führen, „die diesem Land wieder Richtung, Tempo und Vertrauen gibt“.

Die CDU Saar war nach der vergangenen Landtagswahl erstmals seit 23 Jahren wieder in die Opposition geraten. Seitdem regiert Ministerpräsidentin Anke Rehlinger mit einer SPD-Alleinregierung.

Wirtschaft und Arbeitsplätze im Mittelpunkt

Ein zentrales Thema im Wahlkampf soll nach Toscanis Angaben die wirtschaftliche Lage im Saarland sein. Im Fußball habe das Saarland mit dem Aufstieg des SV Elversberg in die Bundesliga gezeigt, was möglich sei. „Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, dass wir auch bei Wirtschaft und Jobs wieder zum Aufsteigerland werden“, sagte Toscani.

Der CDU-Chef machte die SPD für Probleme verantwortlich, die sich aus seiner Sicht im Alltag der Menschen zeigten. Er nannte Arbeitslosigkeit, Insolvenzen und Versäumnisse bei der Bildung. Zugleich kündigte er an, die CDU wolle nicht nur kritisieren, sondern eigene Vorschläge machen.

Bei der vergangenen Landtagswahl hatte die SPD 43,5 Prozent der Stimmen und damit die absolute Mehrheit erreicht. Im aktuellen Landtag stellt die SPD 29 von 51 Abgeordneten. Die CDU hat 19 Sitze, die AfD 3.

So sieht die CDU-Landesliste aus

Die Landesliste der CDU Saar umfasst 24 Kandidaten. Auf Platz zwei wurde Generalsekretär Frank Wagner gewählt, auf Platz drei Melanie Franke.

Um Platz vier gab es eine Kampfkandidatur. Die Junge Union hatte Charlotte Warken-Luxenburger gegen Björn Leidinger vorgeschlagen, der vom Landesvorstand für diesen Platz nominiert worden war. Leidinger setzte sich mit 172 Stimmen durch. Warken-Luxenburger erhielt 147 Stimmen und war für Listenplatz fünf nominiert.

Nach der Abstimmung erklärte Warken-Luxenburger, die Junge Union stehe geschlossen hinter der CDU Saar und Stephan Toscani.

Diese Parteien haben ihre Listen bereits aufgestellt

Mit der Aufstellung der Landeslisten beginnt der Wahlkampf im Saarland sichtbar. Mehrere Parteien haben ihre Spitzen bereits bestimmt:

  • Die AfD zieht mit Parteichef Carsten Becker an der Spitze in den Wahlkampf.
  • Die Linke wählte ihren Vorsitzenden Florian Spaniol auf Platz eins der Landesliste.
  • Die Grünen treten mit Anne Lahoda und Volker Morbe als Spitzenduo an.

Die SPD will ihre Landesliste erst im Januar aufstellen. Nach Angaben der Partei soll zuvor die Regierungsarbeit im Mittelpunkt stehen. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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