BriMel unterwegs
KuK-Sommer-Kunstausstellung (T)RAUMWELTEN
- Die beiden jungen ausstellenden Künstler Jakob Okunik und Jan Fries
- Foto: Brigitte Melder
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Römerberg-Berghausen. Nach langer Zeit einmal wieder am 10. Juli zum Kunst- und Kulturverein Römerberg e.V. ins Zehnthaus zu einer besonderen Kunstausstellung, den (T)RAUMWELTEN von Jan Fries und Jakob Okunik. Die Vernissage beinhaltete Kunst der Malerei, Grafik und Keramik und begann um 19 Uhr durch den 1. Vorsitzenden des Vereins Roland Hacker, der erwähnte, dass der Verein dieses Jahr 25-jähriges Jubiläum feiert und immer etwas an Workshops, Kunstangeboten und Veranstaltungen angeboten würde. Er erzählte von den bemalten Litfaßsäulen, durch die man vom Verein auf die beiden Talente aufmerksam wurde. Viel Vertrauen habe man in sie gesetzt und ist nicht enttäuscht worden. Die Ausstellung war der Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen. Es folgen am 2. August ein Konzert mit Jooni Hwuang und am 7. August ein Sommerfest der Vereinsmitglieder. Die beiden jungen Künstler kommen aus dem Institut für Kunstwissenschaft bei Professor Tina Stolt. Applaus und Überleitung zum Klavierspiel. Den musikalischen Rahmen lieferte der 21-jährige Pianist Luey Schmidt, ein Freund der beiden Künstler. Sein Talent liegt im Improvisieren und sein Klavier ist das Sprachrohr für Emotionen. In dem jungen Alter hat er sich bereits in der Musikbranche selbständig gemacht und ist elektronischer Musikproduzent. Den anschließenden Applaus hatte sich der junge talentierte Musiker redlich verdient.
Die Laudatorin Lea Zenzen von der RPTU Kaiserslautern-Landau stellte die beiden jungen Künstler und ihre Arbeiten sachkundig vor. Sie studieren gemeinsam Kunst an der RPTU und darüber hinaus wohnen sie auch gemeinsam in einer Wohngemeinschaft und letztendlich haben sie auch viele gemeinsame Themen. So überlegten sie sich das Thema (T)RAUMWELTEN, welches sie recht gut verbinden können. Der 23-jährige Jan Fries deckt hier den Bereich Architektur und den öffentlichen Raum mit dem Wort „Raumwelten“ ab und der gleichaltrige Jakob Okunik ist fantasievoller mit bunten Ideen und somit derjenige, der für die Traumwelten zuständig ist. Sie haben starke künstlerische Produktionen in der Malerei, Druckgrafik und Keramik. Es geht also um Räume, die man betreten kann und um Räume, die im Kopf entstehen. Auf den ersten Blick unterscheiden und auf den zweiten verbinden sie sich. Die Wahrnehmung ist noch neutral, die beiden Künstler wollen hinterfragt werden. Man spürt in ihren Arbeiten eine große Offenheit und sie bleiben nicht bei einer Form stehen. Nach dem Litfaßsäulen-Debüt sei das nun die Fortsetzung und ein gutes Beispiel dafür, was aus einer Idee werden kann. Sie ging zuerst auf den Künstler Jan Fries ein, der sich mit der Architektur, Treppen und Schatten befasst, wo andere vorbeigehen bleibt sein Blick hängen. Den Ursprung hatte er im Graffiti und das ist in seinen Arbeiten noch spürbar. Starke Kontraste verzerrt oder verzogen, so dass es abstrakt aussieht. Er kann die Räume ordnen und selbst gestalten, aber entscheidend ist der Gesamteindruck. Jede Person soll etwas Eigenes darin entdecken. Jakob Okunik nimmt Alltägliches und setzt es in ein neues Licht. Materielle Experimente machen es spannend. Er kommt aus einem handwerklich geprägten Umfeld. Öl und Acryl, Druckgrafik und Holz; er interessiert sich darüber hinaus was technisch alles möglich ist. Es tauchen immer wieder bekannte Motive auf, erscheinen aber verändert und werden in einen neuen Kontext gestellt. Er arbeitet häufig mit starken Kontrasten, um eine unmittelbare Präsenz zu haben und bewegt sich zwischen zwei Polen, den handwerklichen Arbeiten und der Suche nach anderen offenen Formen. Es sind keine Fantasien, sondern die Suche nach Möglichkeiten. Diese Ausstellung ist besonders! Lea Zenzen dankte dem Verein, dass er Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, wo Kunst zur Geltung kommen kann. Sie dankte Jan und Jakob für diese besondere Ausstellung. Und nach einem Klaviervortrag gab es von dem stellvertretenden Vorsitzenden Hans Bischof noch kleine Präsente als Dankeschön.
Die beiden Künstler hatten schon Gruppenausstellungen in kleinem Rahmen, aber so groß wie heute noch nie. Insgesamt waren viele junge Menschen zur Ausstellung gekommen sowie Familienangehörige und Freunde. Auch die Mutterstädter Künstlerin Petra Helm hatte den Weg hierher gefunden. Bis ins Foyer standen die Gäste; so voll war es schon lange nicht mehr. Dauer der Ausstellung bis 19. Juli samstags 14 bis 18 Uhr und sonntags 12 bis 18 Uhr im Zehnthaus, Berghäuser Straße 50. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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