Finanziell ausgebremst: Max Reis muss Rennsaison vorzeitig beenden
- Vorzeitiges Saisonende: Max Reis kann die letzten Rennen im ADAC GT Masters aus finanziellen Gründen nicht mehr bestreiten.
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Seine sportliche Bilanz kann sich sehen lassen, doch jetzt fehlt das Geld zum Weiterfahren. Max Reis aus Ramstein muss mit gerade einmal 19 Jahren seine Rennsaison vorzeitig beenden – und erhebt dabei einen bitteren Vorwurf.
Von Erik Stegner
Ramstein-Miesenbach. Für den erst 19 Jahre alten Rennfahrer Max Reis aus Ramstein endet das Motorsportjahr 2026 auf bittere Weise. Nicht sportliche Gründe oder eine Verletzung bremsen den Nachwuchspiloten aus. Reis kann die letzten Rennen des Jahres aus finanziellen Gründen nicht mehr bestreiten. Besonders enttäuschend für ihn: Nach seinen Angaben haben sich Unterstützer nicht an getroffene Abmachungen gehalten. Damit fehlt Reis Anfang September am Salzburgring, wenn das ADAC GT Masters in die Schlussphase der Saison geht. Auch beim Saisonfinale in Hockenheim wird der Fahrer des Haupt Racing Teams nicht mehr im Cockpit sitzen. Darüber hinaus fällt ein geplanter Gaststart im GT World Challenge Europe Endurance Cup auf dem Nürburgring aus.
Finanzielle Lücke lässt sich nicht mehr schließen
Hinter der Entscheidung steht ein finanzielles Defizit, das kurzfristig nicht ausgeglichen werden kann. Reis und sein Umfeld bemühen sich nach eigenen Angaben kontinuierlich darum, Sponsoren und Partner für seine Motorsportkarriere zu gewinnen. Ohne diese Unterstützung lässt sich der aufwendige Rennbetrieb nicht finanzieren. Umso schwerer wiegt für den Ramsteiner, dass offenbar bereits eingeplante Unterstützung ausgeblieben ist.
- Ein Bild aus besseren Tagen: Max Reis hat sich in den vergangenen drei Jahren im ADAC GT Masters sechs Podiumsplatzierungen und zwei Pole Positions erkämpft. Jetzt ist vorzeitig Schluss.
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„Leider mussten wir nun aber schmerzlich erkennen, dass sich einige vermeintliche Unterstützer nicht an feste Abmachungen halten“, erklärt Reis. Das dadurch entstandene finanzielle Defizit lasse sich kurzfristig nicht auffangen. Für den 19-Jährigen bedeutet das einen tiefen Einschnitt. In den vergangenen drei Jahren hatte er sich in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC etabliert. Sechs Podiumsplatzierungen und zwei Pole Positions stehen in dieser Zeit für Reis zu Buche. „Es fällt mir sehr schwer, meine Teilnahme an den letzten beiden Rennwochenenden des ADAC GT Masters sowie den Start in der GT World Challenge am Nürburgring abzusagen“, sagt der Ramsteiner.
Max Reis will 2027 zurück ins Cockpit
Trotz des vorzeitigen Saisonendes will Reis seine Motorsportkarriere nicht aufgeben. Er bedankt sich beim Haupt Racing Team für die Zusammenarbeit und die Unterstützung der vergangenen drei Jahre. Seinem bisherigen Teamkollegen Emil Gjerdrum und der gesamten Mannschaft wünscht er für die verbleibenden Rennen alles Gute. Der Blick des jungen Rennfahrers richtet sich bereits auf das kommende Jahr. „Ich selbst kämpfe weiterhin, um in der kommenden Saison mit einem stabilen Paket wieder an den Start gehen zu können.“ Damit beginnt für Reis abseits der Rennstrecke bereits der Kampf um die Saison 2027. Statt um Punkte und Podiumsplätze geht es zunächst darum, die finanzielle Grundlage für seine weitere Karriere im Motorsport zu sichern. est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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