Blaualgen am Seehof: Darauf sollten Badegäste jetzt achten
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Erlenbach. Wer am Seehof baden will, sollte derzeit besonders vorsichtig sein. Die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung Südwestpfalz hat dort eine massive Algenentwicklung festgestellt und warnt vor gesundheitlichen Risiken durch Blaualgen. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder gelten als besonders gefährdet. Die Kreisverwaltung Südwestpfalz rät Eltern deshalb, darauf zu achten, dass Kinder kein Wasser schlucken. Badegäste sollen außerdem Bereiche meiden, in denen die Wasseroberfläche stark getrübt ist oder sich grünliche Schlieren zeigen. Allergikerinnen und Allergikern mit Neigung zu Heuschnupfen, Nesselsucht oder Asthma rät die Behörde derzeit vom Baden ab. Wer nach dem Baden Beschwerden wie Brennen in den Augen, Quaddeln auf der Haut, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Atemnot bemerkt, soll einen Arzt aufsuchen.
Werte liegen über dem Grenzwert
Bei Proben vom Montag, 18. August, lag die Cyanobakterien-Chlorophyll-a-Konzentration bei 24,2 Mikrogramm pro Liter Wasser. Der Grenzwert liegt bei 12 Mikrogramm pro Liter Wasser. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, ist dieser Wert ein Maß für den Algengehalt im Badewasser. Vor Ort stellte die Behörde zudem eine verstärkte Algenentwicklung fest. Die Sichttiefe betrug 95 Zentimeter. Unter den Algen befinden sich Blaualgenarten. Diese können nach heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis unter ungünstigen Umweltbedingungen Gifte und Allergie-auslösende Substanzen bilden. Beschwerden können laut Kreisverwaltung entstehen, wenn Badende Wasser verschlucken oder längeren Haut- und Schleimhautkontakt haben. Nach dem Baden sollen sich Besucher gründlich mit Frischwasser abduschen. Auch Tiere sollen nicht aus dem See trinken. red
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |