„Ein Leben für den Sport“ – Otterberg ehrt Trainer-Ikone Karl-Heinz Schröder mit Gedenkstein
- Der Gedenkstein für Karl-Heinz Schröder am Wallonen-Stadion ist enthüllt (von links): Harald Westrich (Bürgermeister der VG Otterbach-Otterberg), Miriam Welte (Bahnrad-Olympiasiegerin), Dr. Ulrich Becker (Ehrenpräsident des Leichtathletikverbandes Pfalz), Timo Günther (Vorsitzender des SV Otterberg), Erika Brand (Initiatorin des Projekts Gedenkstein) und Walter Eichler
- Foto: Ralf Vester
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Otterberg. Wenn ein Mensch zwölf Jahre nach seinem Tod mit einem Gedenkstein und einer Plakette geehrt wird, dann muss er tatsächlich tiefe Spuren hinterlassen haben. Und das hat Karl-Heinz Schröder zweifellos – und das weit über die Grenzen von Otterberg hinaus. Die Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg und der SV Otterberg hatten am Samstagnachmittag, 23. August 2025, zur feierlichen Enthüllung des Gedenksteins am Wallonen-Stadion eingeladen.
Viele Freunde, Weggefährten und einstige Athleten vor Ort
Neben der Familie um Sohn Roland Schröder hatten zahlreiche Freunde, Weggefährten und einstige Athleten des unvergessenen Leichtathletik-Fachmanns dem Ruf Folge geleistet und kamen zum Teil von weit her, um dieser Feierstunde beizuwohnen. Karl-Heinz Schröder drückte dem Sport in Otterberg maßgeblich seinen Stempel auf und prägte den Verein seit Ende der 1960er Jahre über mehr als vier Jahrzehnte lang wie kein Zweiter – sowohl als Trainer als auch als Funktionär.
Von seinem einzigartigen Engagement und seiner großartigen fachlichen Expertise als Trainer profitierte auch die gesamte pfälzische Leichtathletik enorm. Durch die Hände des 2013 im Alter von 86 Jahren verstorbenen Schröder gingen unzählige Athletinnen und Athleten. Besonders im Hochsprung galt der charismatische Macher deutschlandweit als absolute Trainer-Koryphäe und führte Springer wie vor allem Ralf Neunzling bis in die deutsche Spitze und zu mehreren deutschen Meisterehren.
Er holte einst sogar ein viel beachtetes Hochsprungmeeting in die Wallonenstadt und machte Otterberg damit weit über die Region hinaus bekannt. Nationale und internationale Spitzenspringer gaben sich zwischen 1993 und 2006 in der Stadthalle in großer Zahl gerne die Ehre.
Auch Miriam Welte unter den Gästen
Karl-Heinz Schröder weckte bei vielen jungen Menschen die Begeisterung für den Sport. So auch bei Miriam Welte, der späteren Bahnrad-Olympiasiegerin, die ihre sportliche Laufbahn einst als Leichtathletin beim SV Otterberg bei ihm begann. Die heutige Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), ließ es sich nicht nehmen, der feierlichen Einweihung des Gedenksteins beizuwohnen.
Sie ließ sein sportliches Schaffen und seine angenehme und zugewandte menschliche Art in einer sehr persönlichen Ansprache ebenso Revue passieren, wie Harald Westrich (Bürgermeister der VG Otterbach-Otterberg), Dr. Ulrich Becker (langjähriger Präsident und heutiger Ehrenpräsident des Leichtathletikverbandes Pfalz) und Walter Eichler, der im Namen des SV Otterberg, die passenden Worte für die Bedeutung des Geehrten fand.
Eigene Gedenkseite für Karl-Heinz Schröder
Im Anschluss an die feierliche Enthüllung des Sandstein-Findlings wohnten noch viele Weggefährten und einstige Athletinnen und Athleten – darunter auch der ehemalige Spitzenspringer Ralf Neunzling – dem kleinen Umtrunk bei und schwelgten in Erinnerungen an eine herausragende Persönlichkeit Otterbergs. Auf der Plakette des enthüllten Gedenksteins sind die wichtigsten Stationen des Wirkens von Karl-Heinz Schröder zusammengefasst. Ein QR-Code verlinkt zu einer Gedenkseite, die noch einmal ausführlich all seine Stationen, Verdienste, Erfolge und vieles mehr aufführt. Karl-Heinz Schröder – wahrlich ein Leben für den Sport. rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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