Radsport
Radsportlegenden treffen sich zum 7. Mal in Hatzenbühl
- Einladung
- Foto: Jockel Faulhaber
- hochgeladen von Rudi Birkmeyer
Einmal Mond und zurück – Radsportlegenden treffen sich zum 7. Mal in Hatzenbühl
Hatzenbühl, 31. August 2026. Wenn sich ehemalige Radrennfahrer treffen, geht es natürlich nicht nur ums gemütliche Beisammensein. Es wird gefachsimpelt, in Erinnerungen geschwelgt – und so manche längst vergangene Heldentat bekommt plötzlich wieder erstaunlich viel „Gewicht“.
Am 4. September findet im Clubhaus des Kleintierzuchtvereins e. V. Hatzenbühl bereits die 7. Auflage des Treffens ehemaliger Radsportler und Radsportfreunde statt. Zum Anmeldeschluss haben sich knapp 100 Teilnehmer angekündigt.
Gastgeber sind Rudi Birkmeyer und Gottfried Müller. Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Team des Radsportvereins Rosalia Hatzenbühl sorgen sie dafür, dass die zahlreichen Gäste auch abseits der Rennstrecke bestens versorgt werden.
Radsportprominenz aus mehreren Generationen
Unter den Gästen befinden sich auch hochrangige Funktionäre und bekannte Persönlichkeiten des Radsports. Erwartet werden unter anderem Udo Sprenger, Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), sowie Tom Finkes, Gildemeister der Bundes-Ehren-Gilde e. V.
Mit Peter Mohr ist zudem ein Mann dabei, der die Radsportszene wie kaum ein anderer kennt. Der Journalist aus Dortmund hat knapp 500 Radrennen moderiert, darunter auch mehrere Sechstagerennen. Fast alle bekannten Profi- und Amateurradsportler hatte er bereits am Mikrofon.
Die Teilnehmerliste selbst liest sich wie ein „Who is Who“ des deutschen Radsports. Mit dabei sind unter anderem Didi Thurau, Hartmut und Udo Bölts, Jürgen Tschan, Ute Enzenauer – die erste deutsche Damen-Weltmeisterin – sowie die Lokalmatadorin Ingrid Weigel.
Mehr als 250 Goldmedaillen
Auch die sportliche Bilanz der Teilnehmer ist außergewöhnlich. Würden alle Medaillengewinner ihr „Edelmetall“ mit nach Hatzenbühl bringen, kämen allein bei Olympischen Spielen sowie Welt-, Europa-, Deutschen und Landesverbandsmeisterschaften mehr als 250 Goldmedaillen zusammen.
Die zahlreichen Silber- und Bronzemedaillen wurden dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
Noch beeindruckender ist die Zahl der Rennsiege: Weit über 8.000 Siege im In- und Ausland sind in den Erfolgsbiografien der Teilnehmer dokumentiert.
Einmal Mond und zurück!
Und dann wären da noch die Kilometer. Gemeinsam haben die ehemaligen Rennfahrer im Laufe ihrer aktiven Laufbahn mehrere Millionen Kilometer auf dem Rennrad zurückgelegt.
Der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt-Sieger und Olympiateilnehmer Karl-Heinz Küster brachte es bei der Abfrage der zurückgelegten Kilometer mit einem Augenzwinkern auf den Punkt:
„Zurückgelegte Kilometer: mindestens einmal Mond und zurück!“
Über solche Geschichten, Erfolge und zahlreiche Anekdoten wird am Freitag im ältesten Tabakanbauort Deutschlands sicherlich wieder ausgiebig „gefachsimpelt“.
Denn eines ist sicher: Die sportlichen Erfolge der Vergangenheit sind zwar inzwischen wieder ein Jahr älter – aber bei den Treffen werden sie deshalb keineswegs kleiner. Eher im Gegenteil.
82-jährige Küchenchefin hält die Radsportler bei Kräften
Für das leibliche Wohl sorgt das ehrenamtliche Küchenteam des Radsportvereins Rosalia Hatzenbühl. Unter der Verantwortung von Gottfried Müller wird die Bewirtung der knapp 100 Gäste wieder zu einer besonderen logistischen Aufgabe.
Dass dabei seit Jahren alles perfekt läuft, ist nicht zuletzt das Verdienst der langjährigen „Küchenchefin“ Helga Henigin. Die inzwischen 82-Jährige steht weiterhin mit viel Energie und Erfahrung am Herd.
Für diese außergewöhnliche ehrenamtliche Leistung hätte auch sie längst eine „Goldmedaille“ verdient.
Gastgeber Rudi Birkmeyer ist auch Buchautor
Für Gastgeber Rudi Birkmeyer ist das diesjährige Treffen aus einem weiteren Grund etwas Besonderes: Vor wenigen Tagen ist seine Biografie auf dem Büchermarkt erschienen.
Birkmeyer blickt auf eine lange und bewegte Radsportzeit zurück. Seine Biografie ist mit zahlreichen persönlichen Erinnerungen und Anekdoten gespickt und lässt viele Erlebnisse rund um den Radsport noch einmal lebendig werden.
Damit passt das Buch hervorragend zum Hatzenbühler Radsporttreffen. Denn auch beim inzwischen siebten Treffen geht es neben den großen sportlichen Erfolgen vor allem um die Geschichten und Erlebnisse hinter den Ergebnissen – um Freundschaften, Begegnungen, kuriose Begebenheiten und gemeinsame Erinnerungen aus vielen Jahrzehnten Radsport.
Radsportgeschichte auf den Tischaufstellern
Für eine besondere Atmosphäre sorgt außerdem Jockel Faulhaber, der seit Jahren die Einladungsmotive des Treffens gestaltet.
Der Organisator der aktuellen Rudi-Altig-Ausstellung in Sinsheim und Gestalter der eindrucksvollen Rennradausstellung im Technik Museum Sinsheim hat für die Treffen besondere Tischaufsteller mit historischen Fotos der erfolgreichsten Teilnehmer entworfen.
Damit wird die Geschichte des Radsports nicht nur erzählt – sie steht beim Treffen auch buchstäblich auf den Tischen.
Das Treffen bietet zahlreiche Möglichkeiten für interessante Gespräche, persönliche Begegnungen und sicherlich auch die eine oder andere bislang unbekannte Radsport-Anekdote. Auch über die neu erschienene Biografie von Gastgeber Rudi Birkmeyer gibt es sicher einiges zu erzählen.
Die Zutaten für einen gelungenen Abend sind jedenfalls angerichtet: knapp 100 ehemalige Radsportler und Freunde, mehr als 250 Goldmedaillen, über 8.000 Rennsiege, Millionen von Rennradkilometern und unzählige Geschichten aus einem bewegten Sportlerleben.
Jetzt muss am 4. September in Hatzenbühl eigentlich nur noch das Wetter mitspielen.
Autor:Rudi Birkmeyer aus Offenbach |
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