Vater Rhein ist unübertroffene Kulisse für das Musikfest Rheinhausen
Blasmusik und Party-Stimmung: Musikfest der Einigkeit

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Oberhausen-Rheinhausen: „Das Wetter passt und die Musik ist sowas Schönes“ - die Rheinhäuserin Rita Anna Hofmann spricht den Gästen am Rhein aus der Seele: es ist Musikfest des Musikvereins Einigkeit Rheinhausen und drei Tage lang wird gefeiert.
Zur Eröffnung marschierte das Hauptorchester dirigiert von Robert Sommer durch den Ort und wurde am alten Sportplatz bereits von vielen Gästen freudig erwartet. Bei schönstem Sommerwetter genossen die Zuhörer mit Blick auf den Rhein die Märsche und Medleys wie zum Beispiel „Anchors Aweigh“, „Böhmischer Traum“, Matrimony oder die „Comedian Harmonists“. Auch poppige Lieder von Nena oder „I‘m gonna be“ von The Proclaimers, dirigiert von Robert Sommer, luden direkt schon zum Mit-wippen ein. Drei Rheinhäuser Frauen, Rita Anna Hofmann, Bettina Eckert und Erna Hohl, kommen aus dem Schwärmen über das Musikfest, das nach Hochwasser und Jubiläumsfeier endlich wieder am Rhein stattfindet, gar nicht heraus. „Man geht ja gern auf jedes Fest im Ort“ sagt eine „Hier am Rhein zu sitzen, wenn dann die Sonne untergeht, ist aber einfach besonders toll“ ergänzt die andere. „Es kommen sogar schon Gäste von außerhalb wegen der schönen Lage“. Das Musikfest bietet jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm. So heizten am Samstag Abend die zehnköpfige Band FUNK YOU dem vollbesetzten Zelt am Rhein ordentlich ein. Frontmann und Sänger Martin Werner ist eine echte „Rampensau“! Zu den Liedern einen flotten Spruch, das Publikum animieren fällt ihm leicht. Bis alle Hände oben sind, spielt die flotte Truppe auch mal ein paar Takte in Dauerschleife. Das durchschnittliche Alter im Publikum passt zum Genre der Hits aus den 80er und 90er Jahren und singt und feiert bis in den frühen Morgen mit. Nicht zuletzt, da ein Teil der Band Lokalmatadoren sind: Heller, Futterer, Bader – alles keine unbekannten Namen in Oberhausen-Rheinhausen. Auch die im Zelt integrierte Bar ist den ganzen Abend umlagert.
Einen ganzen Tag Blasmusik der Gast-Musikvereine aus Oberhausen, Hambrücken, Kronau, Neuthard, Reilingen und der hauseigenen Jugendkapelle gab es am Sonntag zu bewundern.
„Musik verbindet“ - so steht es auf den Polo-Shirts der Musikvereinigung Oberhausen 1889. Dem stimmen Gerda und Heinz Kraus voll zu: „das sind so tolle Lieder, bei denen kann man mitsingen und schunkeln“. Zu hören waren unter anderem „in Harmonie vereint“, „Träumerei“, „Böhmischer Traum“ und ein Medley „Tirol, Tirol“. Die modernen Töne wie „Gentleman of Music“ von Tom Jones und Neil Diamond oder auch John Warringtons „Original Dixiland Concerto“ klangen durch die Saxophone wie vom Jazz geküsst. Dirigentin Sabine Knebel hat das richtige Händchen für die abwechslungsreiche Mischung gezeigt.
Beim Auftritt des Musikverein Hambrücken hat Dirigent Tobias Moritz eine Mischung aus traditionellen Märschen und Lieder wie unter anderem „Sweet Caroline“ und „Oh Lapaloo“ von Andreas Gabalier mit Gesangs-Solisten gesetzt. Besonders Sophia Veit kam mit Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“ beim Publikum gut an.
Vorsitzender der Einigkeit Rheinhausen Peter Brand freut sich über den Zuspruch der Bevölkerung – an die 700 Besucher allein am Sonntag zeigen, dass 17 bis 70 jährige im Verein ein breites Publikum ansprechen.
Am Montag wurde neben dem traditionellen Wellfleischessen und dem Vortrag der Blockflötenkinder zum Abschluß um 19:30 Uhr noch „The Voice of Rheinhausen“ gesucht. Zehn mutige Bewerber (m/w) stellten sich der Jury und dem Publikum, begleitet von einer besonderen Liveband, moderiert von Matthias Knebel. Musikalische Leitung Jan Zieger.
"Klamauk (+)Band" ist eine ganz besondere Zusammenstellung von Musikern aus den Bands: Funk You, Tobbmaster Fitch and the fab.Fernando Horns und Einzelkünstlern - wie unter anderen auch dem Dirigent der Einigkeit Robert Sommer mit seiner Trompete.
"und das an einem ganz normalen Montag" schwärmt die amtierende Rheinsheimer Ehrenstockrüber Doris Hormuth-Löffler begeistert. Die Stimmung im Zelt ist auf dem Höhepunkt des Festes, die Karaoke-Sänger des Wettbewerbs sind durch die Bank gute Sänger und vor allem vermitteln sie Bühnenspaß und das kommt an.
Am Ende nimmt Teresa Kohout verdient den Titel mit nach Rheinsheim - ihr Fanclub im Zelt ist begeistert.
Eine Anekdote zum Fest am Rhein erzählen Gerda und Heinz Kraus aus dem Nähkästchen: vor vielen Jahrzehnten gab es bereits eine Hitparade am Montag Abend. Wir von den Laurentius-Sängern (ein ehemaliger Kirchenchor) sind damals auch aufgetreten: die Männer als Frauen verkleidet und die Frauen im Männerkostüm. Themen waren die Holzhacker-Buam, oder Girls Girls – ein Charleston… Eine schöne Erinnerung, die am Tisch viele lächelnde Gesichter bewirkt.
Alexandra Nachtigal

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