Rückruf und Verkaufsstopp von USB-C-Ladegeräten und Tischsteckdosen

Diese Tischsteckdosen weisen technische Mängel auf | Foto: SGD Süd
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Neustadt. Im August hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) den Rückruf eines USB-C-Ladegeräts mit der Bezeichnung „Wolee 100 W; Modell ZETX100W 01A“ sowie der Tischsteckdosen „Euphoriajinshi Z300EUW und 300BEU“ veranlasst.
Das USB-C-Ladegerät wurde in China von der Firma Wuhanshiyinhedianzishangwuyouxiangongsi hergestellt und über Amazon EU SARL angeboten. Bei einer Überprüfung zeigte sich, dass das Ladegerät gleich mehrere gravierende Sicherheitsmängel aufweist. So sind die Abstände zwischen spannungsführenden Teilen im Inneren zu gering, was die Gefahr eines tödlichen Stromschlags mit sich bringen kann und auch eine erhöhte Brandgefahr durch ein brennbares Gehäusematerial wurde erkannt. Außerdem sind die Metallstifte des Steckers zu kurz, was den sicheren Halt in der Steckdose beeinträchtigt. Auch wichtige Kennzeichnungen und Hinweise fehlen auf dem Produkt. Diese Mängel bergen ernsthafte Gefahren für die Nutzerinnen und Nutzer – von einem lebensgefährlichen Stromschlag bis hin zu einem möglichen Brand.

Auch die Tischsteckdosen der Firma Beijingjinshijiyekejiyouxiangongsi, welche online, insbesondere über Amazon, verkauft werden, weisen technische Mängel auf. Die Anschlüsse der Steckdosen auf der Rückseite verfügen über keinen ausreichenden Berührungsschutz. Das Produkt ist mangelhaft konzipiert und nicht ausreichend gegen elektrische Schläge geschützt. Benutzer und Benutzerinnen können so mit spannungsführenden Teilen in Berührung kommen und einen elektrischen Schlag erhalten.
Die SGD Süd hat deshalb entschieden, den Verkauf beider Produkte zu stoppen und gemeinsam mit den Händlern einen Rückruf zu starten.

„Die Sicherheit der Verbraucher steht an oberster Stelle. Dank intensiver Marktüberwachung konnten wir die gefährlichen Ladeadapter und Steckdosen identifizieren und schnell handeln“, so SGD Süd-Präsident Prof. Dr. Hannes Kopf. Weiter betont er, dass durch die konsequente Anwendung des Produktsicherheitsgesetzes verhindert wird, dass solche Produkte länger im Umlauf bleiben.

Details zu den Produktrückrufen findet man online auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter: https://www.baua.de/SiteGlobals/Layout/DataViews/Datarecord_DBTool_Produktsicherheit?idDatarecord=1801521 (USB-C-Ladegerät) und https://www.baua.de/SiteGlobals/Layout/DataViews/Datarecord_DBTool_Produktsicherheit?idDatarecord=1801614 (Tischsteckdose).

Hintergrund zur Produktsicherheit

Die Abteilung Gewerbeaufsicht der SGD Süd überwacht auf Basis des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) das Inverkehrbringen von Produkten – von Spielzeug über Maschinen bis hin zu elektrischen Geräten. Sie arbeitet eng mit europäischen Marktüberwachungsbehörden zusammen und nutzt gemeinsame Informationssysteme, um gefährliche Produkte schnell aus dem Verkehr zu ziehen. Neben gezielten Stichprobenkontrollen berät die Behörde auch Verbraucher sowie Hersteller, Importeure und Händler – und ordnet bei Bedarf Verkaufsverbote und Rückrufe an. [red]

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Diese Tischsteckdosen weisen technische Mängel auf | Foto: SGD Süd
Dieses USB-C-Ladegerät ist nicht sicher. | Foto: SGD Süd
Autor:

Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße

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