Neustadt hält nach Inhaftierung Kontakt zur Partnerstadt Yenişehir
- Anteilnahme und Sorge stehen im Mittelpunkt der Reaktion auf die Inhaftierung des Bürgermeisters der Neustadter Partnerstadt.
- Foto: Stadt Mersin
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Neustadt. Die Inhaftierung des Bürgermeisters von Mersin-Yenişehir sorgt auch in Neustadt an der Weinstraße für Reaktionen. Oberbürgermeister Marc Weigel zeigt sich besorgt und kündigt an, dass die Stadt den Kontakt zur türkischen Partnerstadt aufrechterhält.
Weigel reagiert mit großer Sorge auf die Inhaftierung von Abdullah Özyiğit, dem Bürgermeister der Partnerstadt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, hat sich Weigel zudem an die türkische diplomatische Vertretung in Deutschland gewandt und um Informationen zur Situation sowie um die Wahrung rechtsstaatlicher Standards gebeten.
In einer Stellungnahme ordnet Weigel den Fall in eine breitere Entwicklung ein. Er verweist darauf, dass in der Türkei zahlreiche demokratisch gewählte Bürgermeister festgenommen, suspendiert oder an der Ausübung ihres Amtes gehindert worden seien.
Städtepartnerschaft soll bestehen bleiben
Weigel betont zugleich, dass es Deutschland nicht zustehe, konkrete strafrechtliche Vorwürfe gegen Abdullah Özyiğit zu beurteilen. Strafrechtliche Vorwürfe müssten auch gegen gewählte Amtsträger untersucht werden können.
Gleichzeitig erwartet Weigel nach eigenen Worten ein faires und transparentes rechtsstaatliches Verfahren für Özyiğit und die uneingeschränkte Wahrung seiner Rechte. Die Solidarität der Stadt gelte in dieser Situation auch seiner Familie, seinem Team und den Bürgerinnen und Bürgern von Yenişehir.
An der Städtepartnerschaft will Neustadt an der Weinstraße ausdrücklich festhalten. Die Stadt werde den Kontakt zu Yenişehir weiter pflegen und die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |