Unterwegs zu neuen Zielen
Kolpingskapelle Ramsen: Konzert erfolgreich!
- Die Kolpingskapelle Ramsen am 22.3.26. Rechts im Bild Dirigent Matthias Schwantner.
- Foto: Mara Maier
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Ramsen. Tische und Stühle stellen vor dem Konzert – wie viele Gäste werden wohl kommen? Bleiben Plätze unbesetzt? Aber eigentlich sind die Bedenken unbegründet, denn jede und jeder hat von jemanden gehört, der kommen möchte.
Und tatsächlich: ab 14.45 Uhr füllt sich die Eistalhalle, denn die Gäste sind nicht nur auf das Konzert gespannt, sie wissen auch, dass die Kolpingsfamilie für die Bewirtung sorgt. Das Kuchenbüffet ist reich gefüllt, es duftet nach Kaffee.
- Ein kleiner Ausschnitt des Kuchenbuffets
- Foto: Sabine Nauland-Bundus
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15.30 Uhr: Einzug der Musikerinnen und Musiker der Kolpingskapelle. Als alle an Ihrem Platz auf der relativ engen Bühne sind, folgt Dirigent Matthias Schwantner. Kaum, dass er die Bühne erklommen hat, kommt von hinten das Kommando: 1-2-3-4! Schlagzeuger Robin Fischer gibt den Einsatz und es geht los mit „Jump, Jive an´ Swing“. Ein furioser Auftakt!
Beim nächsten Stück „Swingin´Trombones“ können die Posaunen ihr Können zeigen.
- Swingin´ Trombones, 100 %.
- Foto: Carina Haag
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Nach diesem Start sind die nächsten beiden Programmpunkte überraschend anders:
„Europa-Marsch“ und „Böhmischer Traum“ werden eher mit der traditionellen Blasmusik in Verbindung gebracht. Man merkt, dass sich die Kapelle intensiv mit diesen Stücken auseinandergesetzt hat: Das Charakteristische wurde herausgearbeitet und sie klingen nun ganz anders als vor zwei Jahren.
Mit „The Rose“ von Amanda Broom kehrt ein wenig Ruhe ein, bevor die Musikerinnen und Musiker sich mit „Coldplay Classics“ schwungvoll in die Pause verabschieden.
Zu Beginn des zweiten Teils: Erstaunen im Publikum. Ein Mann mit Dreispitz, Mantel und Degen erstürmt die Bühne, der richtige Auftakt für „Fluch der Karibik – Pirates of the Caribbean Medley“. Der Kapelle ist anzusehen, mit welcher Freude sie an das Stück herangeht. Ruhige Momente, wilde Jagden – alles wird mit Hingabe gespielt. Verdienter Applaus!
Ein nicht angekündigter Programmpunkt ist die Ehrung. Lisa Gaß vom Musikkreis Donnersberg hat eine Urkunde für 70 Jahre aktiven Musizierens für Günter Wilding dabei. Gefragt, mit wieviel Jahren er denn schon angefangen habe, meint er trocken: „Mit 1. Sonst wisst Ihr ja, wie alt ich bin...“ Seit 1970 spielt er in Ramsen mit, die Kolpingskapelle ist allerdings nicht die einzige Formation, die er mit seinem großen Können unterstützt. In Ramsen ist er am Tenorsaxophon zu finden. Möglich wären aber auch Trompete, Klarinette, Tenorhorn, Tuba oder Posaune. Ein bemerkenswerter Multiinstrumentalist!
- Ehrung für Günter Wilding (links) für 70 Jahre aktives Musizieren. Lisa Gaß vom Musikkreis Donnersberg überreicht die Urkunde. Wolfgang Scherr (rechts) assistiert.
- Foto: Carina Haag
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Der nächste Block gehört der Band „Don´t Tell the Others“. Sebastian Sattler erläutert, wie es zu diesem Namen kam: „Uns gibt es seit 2023. Wir haben uns damals gegründet, weil wir im Sommer von der Kolpingjugend immer eine große Party auf der Kolpingwiese veranstalten. Irgendwann kam die Idee auf, dass man dort doch mit einer Liveband spielen könnte. Wir mussten uns erst zusammenfinden, einige haben sich ihre instrumentalen Kenntnisse selbst erarbeitet. Es hieß immer `Sagt´s nicht den anderen`, bis wir soweit sind.“ Der Bandname ist geblieben.
- Pascal Werle - Don´t Tell the Others
- Foto: Sabine Nauland-Bundus
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Mittlerweile treten Lea Bohn (Gesang), Florian Weibel (Leadgitarre), Louis Noe (E-Bass), Pascal Werle (Schlagzeug) und Sebastian Sattler (Rhythmusgitarre) bei verschiedenen Veranstaltungen der Kolpingjugend sowie auf Hochzeits- und Geburtstagsfeiern auf.
- Lea Bohn, Sebastian Sattler undFlorian Weibel
- Foto: Sabine Nauland-Bundus
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Ein Bandmitglied fehlt krankheitsbedingt, darum sattelt Florian Weibel auf E-Bass um und das Programm wird angepasst. Die ausgewählten Stücke „Summer of 69“ (Bryan Adams), „How you remind me“ (Nickelback), „Teenage Dirtbag“ (Wheatus) und „All the small things“ (Blink 182) bringen den Saal zum Beben. Lea Bohn überzeugt mit ihrer warmen, wandlungsfähigen Stimme.
In diesem Fall sind die Gäste, die nur Plätze an den Stehtischen erhalten hatten, im Vorteil: Sie können Ihrem Bewegungsdrang nachgehen! Tobender Applaus – und ein Dank der Band an Dirigent Matthias Schwantner, der die Idee zu dieser schönen Kooperation hatte, die sicherlich eine Fortsetzung findet.
„Let me entertain you“, das passende Stück zum Abschluss. Das Publikum bestätigt durch langanhaltenden Applaus, dass es sich tatsächlich gut unterhalten gefühlt hat.
Als Zugabe gibt´s das „Palzlied“ von den anonyme Giddarischde zum Mitsingen.
Fazit von Dirigent, Kolpingskapelle, Band und Stimmen aus dem Publikum: Eine rundum gelungene Sache, wir freuen uns auf das nächste Mal!
Zur Information:
Die Kolpingskapelle Ramsen probt freitags von 19 bis 21 Uhr im Kolpingheim. Die Kapelle freut sich über Interessentinnen und Interessenten! Wer vielleicht früher einmal ein Blasinstrument erlernt hat und wiedereinsteigen möchte, ist herzlich willkommen. Auch junge Musikerinnen und Musiker können sich informieren, ob das Mitwirken in einer Blaskapelle, die sich „modernisieren“ möchte, etwas für sie ist. Probenbesuch vereinbaren oder Info bei Wolfgang Scherr, 0176-39 82 63 62.
Autor:Sabine Nauland-Bundus aus Kirchheimbolanden |
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