Kulturelle Reihe von Maria Wagner-Herzer
Abendmusik und Lesung im Schloss Veldenz
- Musikgruppe im Blüchersaal.
v.l. Ulrike Nickel, Beate Bliewert, Dorothee Hesse, Maria Wagner-Herzer, Alara Rahm, Lara Korb, Ute Just-Trippen. - Foto: Gabriel Herzer
- hochgeladen von Peter Herzer
Am Samstag, den 29.8.26 fand im Blüchersaal des Schlosses in Lauterecken eine Abendmusik mit Lesung statt. Zu Gehör kamen Werke von Melchior Frank, G.F. Händel u.a.
Die Ausführenden waren: Dorothee Hesse und Beate Bliewert (Tenor ‑und Baßflöte), sowie Ute Just-Trippen, Lara Korb, Alara Rahm und Maria Wagner-Herzer (Querflöten).
Die Musik wurde durch eigene Märchen und Geschichten wider Ängste und für Begegnung in anderen Ländern von Maria Wagner-Herzer ergänzt. Mit einer Hornimprovisation leitete Gabriel Herzer in die Märchen ein. Sehr feinsinnig verbreitete Ulrike Nickel mit Chimes und Steel Tongue Drums eine mystische Stimmung.
Dies war eine Kooperation mit der Musikschule Kuseler Musikantenland.
Eines der vier vorgestellen Texte war das Märchen „Wie die Rosen zu uns kamen”. Es handelt von einer Rose in Cordoba, die unter sehr günstigen Umständen wächst und gedeiht. Ein unbekannter Gärtner kommt vorbei und verliebt sich so sehr in sie, dass er sie mitnehmen will. Die Rose möchte ihrerseits fremde Menschen und Länder kennenlernen und tritt mit ihm eine große Reise in den wesentlich kühleren Norden an. Sie lebt sich in der neuen Umgebung ein, doch dann kommt der lange Winter und der Gärtner schneidet sie zurecht, was Schmerzen verursacht. Sie nimmt sich vor, im nächsten Jahr Samen auszusenden, die auch der Kälte widerstehen können. Seitdem gibt es Sommer- und Winterrosen.
Die Veranstaltung kann als eine Fortsetzung von Lesungen (Lyrik & Prosa) mit Musik in Verbindung mit dem Literarischen Verein der Pfalz gesehen werden. Insbesondere die Themenreihe über die Wandermusikanten mit der Lyrikerin Bettine Wagner-Friedewald u.a. wird separat fortgeführt, z.B. im November in der Friedenskapelle Kaiserslautern.
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Kurzes Interview mit Maria Wagner-Herzer:
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PH: Wann und wodurch bist du zum Schreiben gekommen?
MWH: Als Jugendliche schrieb ich zuerst in Gedichtform. Darin verarbeitete ich Liebe, aber auch Leid. Ich setzte mich in den 1970er für Demokratie ein, griff auf Demos zum Megafon und vermittelte meine humanistischen Ansichten.
PH: Wie war deine letzte Lesung mit Musik, folgen weitere in diesem Format?
MWH: Die letzte Lesung war sehr schön, Interesse vom Publikum an weiteren Lesungen ist vorhanden, es wird wieder mit Musik sein im November und Dezember. Mögliche Themen sind die Beschäftigung mit dem Tod und ein Gedenken an den saarländischen Schriftsteller Hans Eckert. Ende Oktober ist zudem ein iranisches Fest geplant mit Musik und Kulinarik.
PH: Würdest Du gern ein Buch veröffentlichen? Oder wird es vorerst weitere Online-Texte geben?
MWH: Es gibt viele neue Texte aus meiner Feder. Über meine Online-Veröffentlichungen in Instagram und Facebook freue ich mich sehr. Wenn jemand aus meinen Geschichten ein Buch machen will – herzlich gerne.
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Werke von Maria Wagner-Herzer:
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Eine Reise nach Nepal (1976)
Mycenia, Märchen (1986)
Das Balafon, Reiseerzählungen aus Afrika (1987)
Von der Nachtigall, dem Zauberer und anderen Wesen, Erzählungen (2000)
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Biografische Notiz:
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Maria Wagner-Herzer wurde in Lauterecken geboren und besuchte das St. Franziskus-Gymnasium in Kaiserslautern. Studium Musik und Geographie in Heidelberg und Mannheim. Musiklehrerin, Organistin und Chorleiterin. Zuletzt Lesungen in Herrenhof Mußbach, am WebEnd Kaiserslautern und Schloß Veldenz Lauterecken.
Autor:Peter Herzer aus Kaiserslautern |
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