Rückgabe der Regierungsgewalt nach 111 Tagen
Brauchtum Fasenacht mit viel Herzblut gepflegt

Von links: Landra Ralf Leßmeister, CUVL-Karnevalsprinzessin Anna-Lena I. mit Beisitzer Volker von Blon  Foto: Kries
  • Von links: Landra Ralf Leßmeister, CUVL-Karnevalsprinzessin Anna-Lena I. mit Beisitzer Volker von Blon Foto: Kries
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Landstuhl. Rund 111 Tage lag die Regierungsgewalt über den Landkreis Kaiserslautern in den Händen der Fasenachter des Carneval- und Unterhaltungsvereins Landstuhl (CUVL). „Das Heringsessen am Aschermittwoch ist eine Abrundung einer langen und schönen Kampagne“, sagte Landrat Ralf Leßmeister (CDU) bei der Rückgabe der Regierungsgewalt an das Oberhaupt des Landkreises.
Ehrenwerte Leistungen seien von den Fasnachtern zwischen der Kampagne-Eröffnung Mitte November bis Aschermittwoch erbracht worden. Alle Aktiven, von den Prinzessinnen über die Büttenasse, die Tänzerinnen und Sänger bis hin zu den Präsidenten hätten liebevoll und mit viel Herzblut das Brauchtum Fasenacht gepflegt und gelebt. In der Westpfalz sei dies ein Kulturgut, das die Jugend mit in das Brauchtum und Geschehen mit integriert hat, so der Landrat. Begrüßt wurde die großen Narrenschar in der Landstuhler Zehntenscheune von Volker von Blon, dem Beisitzer des ausrichtenden Vereins in Abstimmung mit Anna-Lena Sorek, der CUVL-Prinzessin der Kampagne.
Doch bevor es zu den eingelegten Heringen ging, meldete sich der Landrat zu Wort. „Ich will meinen schwarzen Koffer mit dem Kreisschlüssel zurück“, forderte er die Landstuhler Fasnachter auf. Folgsam und ohne zu zögern übergaben sie das gute Kreisstück an Leßmeister. Beim Empfang stellte der Kreischef schon fest: Oh, der ist relativ leer. Tatsächlich wurde sein Wunsch auf eine gefüllte Rückgabe des Kreiskoffers nicht erfüllt, was zu keiner Verbesserung der Kreisfinanzen führen wird. Die Frage nach einer Erklärung im Hinblick auf seine Bitte blieb von den Landstuhler Fasnachtern unbeantwortet. Schnell übergab der Landrat den Koffer an seinen „Schuldenverwalter“ Thomas Lauer, den Kämmerer des Landkreises.
„Nun müssen wir doch einen Haushalt erstellen, nach dem der Koffer leer geblieben ist“, resümierte der Finanzexperte. Dennoch genehmigte der Landrat ein üppiges Mahl mit eingelegten Heringen und diversen Getränken als Ausklang zur Kampagne. llw

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Landstuhl

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