Aus Landstuhls Partnerstadt
Sickingen-Gemälde von 1574 auf der Ebernburg
- Auf dem Foto stehen (von links) Jan Hargesheimer und Hans-Joachim Bechtoldt, Boris Bohr und Wilfried Schneider seitlich des Sickingen-Gemäldes.
- Foto: Wi-Bo.
- hochgeladen von Boris Bohr
Große Freude bei den Mitgliedern der Ebernburg-Stiftung. Nach einigen Jahrzehnten des Nicht-Wissens um den Aufenthalt eines nicht nur ortsgeschichtlich wertvollen Ölgemäldes kam das Exemplar nach viereinhalb Jahrhunderten „nach Hause“. Es zeigt Franz Conrad von Sickingen, (1511 – 1574), einen der einstigen Hausherren und jüngsten Sohn von Franz von Sickingen und Hedwig von Flersheim in Übergröße abgebildet, stehend in voller Rüstung, den Helm in der linken Hand haltend, mit Windhund darunter. Eigene Recherchen der Stiftung blieben lange ohne Erfolg. Ähnliche frühneuzeitliche Objekte erwarb die Stiftung indessen schon, jedoch bei weitem nicht in der Größe und Qualität der Neuanschaffung. Diese befindet sich nun auf einem seiner ehemaligen Amtssitze, der Ebernburg in Bad Münster am Stein, einem Stadtteil von Bad Kreuznach.
Der Landstuhler Wilfried Schneider hatte bei einem bedeutenden britischen Auktionshaus das in Privatbesitz befindliche Werk im Sommer 2025, auf der Suche nach historischen Erzeugnissen zu Sickingen entdeckt. Die Verantwortlichen der Ebernburg-Stiftung um die Vorsitzenden Jan Hargesheimer und Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, nutzten die Information durch Schneider, gaben ein Gebot ab und erhielten den Zuschlag für das einmalige Ölgemälde auf Leinwand. Die Darstellung des Sickinger-Nachkommen in Prunkrüstung, der Mitte des 16. Jahrhunderts in herausgehobener Stellung Kaisern und Kurfürsten diente, hat die beeindruckenden Maße von 224 mal 117 Zentimetern, zzgl. Rahmen. Eine Delegation Landstuhler Bürger hat sich nun nach Bad Münser am Stein aufgemacht.
Überlebensgroß erscheint Franz-Conrad den Besuchern am Ende seines reichen Lebens durch das Können eines erstklassigen Malers in der Mitte des 16. Jahrhunderts in ganzer Figur im Bild dargestellt, unterstrichen durch einen prächtigen Goldrahmen , ebenfalls ein altes Original mit einer Breite von fast 15 cm. Eindeutig datiert werden kann das Werk auf das Todesjahr des Ritters, 1574. Die Rückseite des Bildes informiert über historische Details. Dem Gemälde und seinem Rahmen scheint vor rund 230 Jahren Leid widerfahren zu sein, was dann weitere vier Jahrzehnte später wieder geheilt worden ist. In der Schreibschrift der Zeit steht in schwarzer Farbe auf der Leinwandrückseite: „zerhauen 1796 / restaurirt (sic!) 1843 …“ Auf eine spätere Überarbeitung wird in einer nächsten Zeile informiert: „REST 1982 …“. Die Ebernburg-Stiftung wird die Neuerwerbung demnächst für Gäste öffentlich zeigen. Der Transport des großformatigen Gemäldes von Großbritannien auf die Ebernburg war über Zollgrenzen hinweg nicht einfach. Zur Anschaffung und Finanzierung benötig die Stiftung selbstverständlich entsprechende Mittel. Der Vorsitzende des Landstuhler Partnerschaftsausschusses Boris Bohr, würde sich freuen wenn Bürger aus Landstuhl das Objekt, das noch durch eine bruchsichere Glasscheibe geschützt werden soll, fördern könnten und weist auf das Konto der gemeinnützige Ebernburg-Stiftung bei der Sparkasse Rhein-Nahe, IBAN DE74 5605 0180 0000 0015 03, hin.
Auf dem Foto stehen Jan Hargesheimer und Hans-Joachim Bechtoldt, (von links) sowie Boris Bohr und Wilfried Schneider seitlich des Sickingen-Gemäldes.
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Autor:Boris Bohr aus Landstuhl |
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