Lithium aus Thermalwasser für Batterien: Großprojekt in Landau wächst
- Lithium ist ein zentraler Rohstoff für moderne Batterien und Energiespeicher. Es gilt als wichtiger Baustein für die Elektromobilität und die Energiewende.
- Foto: Katharina Wirth/erstellt mit KI
- hochgeladen von Katharina Wirth
Landau. Wirtschafts- und Energieminister Michael Ebling hat am Montag, 4. August, die Vulcan Energie Ressourcen GmbH in Landau besucht. Das Unternehmen will Lithium in Rheinland-Pfalz CO2-neutral gewinnen. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Vorhaben mit bis zu 17,2 Millionen Euro, wie das Wirtschaftsministerium mitteilt.
Lithium gilt als zentraler Rohstoff für moderne Batterien und Akkumulatoren. Es kommt unter anderem in der Elektrofahrzeugindustrie und bei Stromspeichern zum Einsatz und gilt damit als Baustein der Energie- und Mobilitätswende.
Besuch bei Anlage und Bohrplatz
Ebling besichtigte in Landau die Lithiumextraktionsoptimierungsanlage (LEOP) sowie den Bohrplatz Schleidberg. Danach tauschte er sich mit Vertretungen der Vulcan Energie Ressourcen GmbH über die Bedeutung des Projekts für den Industriestandort Rheinland-Pfalz aus, außerdem über Versorgungssicherheit und die Stärkung europäischer Lieferketten.
Vulcan Energie Ressourcen GmbH plant eine kombinierte, CO2-neutrale Produktion von Lithium und die Nutzung von Erdwärme mittels Tiefengeothermie. Das Unternehmen will Produktions- und Verarbeitungsprozesse ohne fossile Brennstoffe umsetzen. Vulcan Energie Ressourcen GmbH arbeitet nach Angaben des Ministeriums in verschiedenen Projekten mit Industriepartnern wie der BASF SE oder VW zusammen.
Nach Gewinnung und Aufbereitung des lithiumhaltigen Thermalwassers in Landau transportiert das Unternehmen das gewonnene Lithiumchlorid in eine Industrieanlage nach Frankfurt-Höchst. Dort entsteht daraus Lithiumhydroxid. Als Endprodukt nennt das Ministerium batteriefähiges Lithiumhydroxid-Monohydrat.
So setzt sich die Förderung zusammen
Das Land Rheinland-Pfalz kofinanziert ein Fördervorhaben des Bundes mit bis zu 17,2 Millionen Euro. Die Förderung läuft innerhalb des europäischen Rechtsrahmens des Temporary Crisis and Transition Framework (TCTF).
Vulcan Energy investiert laut Ministerium in Projekten in Hessen und Rheinland-Pfalz insgesamt 690 Millionen Euro. Der Bund unterstützt demnach mit insgesamt 103,6 Millionen Euro. Rheinland-Pfalz und Hessen übernehmen zusammen 30 Prozent der Kofinanzierung.
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |