Ohne Spezialauto geht nichts mehr: Mutter bittet um Hilfe für ihren Sohn
- Krankheit raubt Finn (13) aus Edenkoben jeden Schritt – Mutter sammelt Spenden
- Foto: Sabrina Marion Nockel/GoFundMe
- hochgeladen von Katharina Wirth
Edenkoben. In Edenkoben kämpft der 13-jährige Finn täglich mit massiven Bewegungseinschränkungen – nun bittet seine Mutter Sabrina Marion Nockel um Unterstützung für ein behindertengerechtes Fahrzeug. Der Jugendliche leidet an Arthrogryposis multiplex congenita, auch AMC genannt, einer angeborenen Gelenksteife, die vor allem seine Knie stark betrifft.
Alltag wird zur Kraftprobe
Finn kann seine Knie nur etwa 30 Grad beugen. Schon das Einsteigen in ein normales Auto erfordert große Anstrengung. Mit zunehmendem Wachstum wird das bald nicht mehr möglich sein. Ohne spezielles Fahrzeug droht der Familie ein erheblicher Mobilitätsverlust.
Die Fahrten sind notwendig: zur Schule, zu Therapien und Einkäufen im Alltag. Hinzu kommen regelmäßige Termine in spezialisierten Einrichtungen wie der Orthopädische Kinderklinik Aschau sowie bei Orthopädietechnikern in Dortmund, Traunstein und anderen Städten.
Was ist Arthrogryposis multiplex congenita?
Arthrogryposis multiplex congenita (AMC) ist eine seltene, angeborene Erkrankung. Betroffene Kinder werden mit mehreren steifen oder stark eingeschränkt beweglichen Gelenken geboren. Häufig betroffen sind Arme, Beine, Knie oder Hände. AMC ist keine einzelne Krankheit, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Formen mit ähnlichen Merkmalen. Die Erkrankung ist nicht fortschreitend, das heißt, sie verschlechtert sich im Laufe des Lebens nicht. Eine Heilung gibt es nicht. Durch Maßnahmen wie Physiotherapie, Orthesen, Hilfsmittel und in manchen Fällen Operationen können Beweglichkeit, Selbstständigkeit und Lebensqualität jedoch verbessert werden.
Sport als wichtiger Halt
Trotz seiner Erkrankung ist Finn sportlich aktiv. Er spielt Tischtennis – inzwischen auch Para-Tischtennis. Der Sport stärkt sein Selbstbewusstsein und gibt ihm Struktur. Auch die Teilnahme an Turnieren setzt jedoch Mobilität voraus.
35.000 Euro für rollstuhlgerechtes Fahrzeug
Ein geeignetes Fahrzeug mit Rampe oder Lift sowie sicheren Befestigungssystemen für den Rollstuhl kostet rund 35.000 Euro. Finns Mutter, die ihre zwei Kinder allein erzieht, kann diese Summe trotz Berufstätigkeit nicht allein stemmen.
Über einen Spendenaufruf auf der Plattform GoFundMe wurden bereits mehr als 5.000 Euro gesammelt. Dass innerhalb von kurzer Zeit bereits so viel Anteilnahme und Spenden zusammengekommen sind, überwältigt Nockel: „Was wir [...] geschafft haben, ist fast nicht zu glauben. Ich bin total berührt, ihr gebt mir so viel Kraft und Mut weiterzumachen. Danke!“ Nun hofft die Familie auf weitere Unterstützung, um Finn auch künftig Schulbesuch, Therapien und sportliche Aktivitäten zu ermöglichen.
„Ich bitte nicht um Luxus, ich bitte nur um Mobilität für meinen Sohn“, schreibt die Mutter in ihrem Aufruf.
Zur Spendenaktion:
Der Link zur GoFundMe-Spendenaktion: www.gofundme.com/f/fur-finnbitte-hilft-uns-fur-mehr-mobilitat
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |
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