Landau schließt Unterkunft in der Schlachthofstraße und verteilt Bewohner neu
- Die Stadt Landau hat die Unterbringung für geflüchtete Menschen neu organisiert.
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Landau. Die Stadt Landau hat die Gemeinschaftsunterkunft in der Schlachthofstraße zum Dienstag, 1. Juli, außer Betrieb genommen. Für die dort untergebrachten Menschen bedeutet das einen Umzug in andere städtische Unterkünfte.
Bis zur Schließung lebten 76 Menschen in den drei Gemeinschaftsunterkünften der Stadt, davon 42 in der Schlachthofstraße. Die Stadt verteilte sie auf die beiden verbleibenden Standorte in der Industriestraße und an der Horstschanze und berücksichtigte dabei nach eigenen Angaben individuelle Bedürfnisse und familiäre Konstellationen soweit möglich.
Stadt sieht genug Kapazitäten und will Kosten sparen
Die Stadt begründet den Schritt mit einer deutlich entspannten Belegungssituation und mit der aktuellen Entwicklung der Zuweisungszahlen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, reichen die vorhandenen Kapazitäten nach Einschätzung der Verwaltung für die kommenden Jahre aus, sofern sich die Rahmenbedingungen nicht grundlegend ändern.
Durch die Schließung reduziert die Stadt nach eigenen Angaben insbesondere Ausgaben für Sicherheitsdienst und Versorgung. Perspektivisch sinken auch Miet- und Mietnebenkosten. Außerdem bündelt die Stadt finanzielle und personelle Ressourcen für die Betreuung an den beiden verbleibenden Standorten.
Beigeordnete und Sozialdezernentin Lena Dürphold sagt: „Die Situation bei den Zuweisungen hat sich in den vergangenen Monaten deutlich stabilisiert. Deshalb passen wir unsere Unterbringungsstrukturen verantwortungsvoll an die tatsächlichen Bedarfe an. Gleichzeitig war uns wichtig, dass die Menschen, die zu uns gekommen sind, beim Umzug verlässlich begleitet und ihre individuellen Lebenssituationen berücksichtigt wurden“.
Die Stadt weist zugleich darauf hin, dass sich Flüchtlingsbewegungen aufgrund internationaler Krisen jederzeit verändern können. Sie will die Belegungssituation deshalb weiter fortlaufend beobachten und bei Bedarf neu bewerten.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |