Fechten: Turnier in Landau
Fechten: Landauer Turniere kommen an
- Saumagenturnier: Dick (links) gegen Liebhaber (rechts). Entscheidender Treffer Timon Dick zum 15:12-Sieg.
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Landau. Am Wochenende stand die Sporthalle der BBS Landau ganz im Zeichen des Fechtsports. Der Fechtclub Landau veranstaltete am Samstag zum achtzehnten Mal sein Spätzünder-Turnier, an dem Fechtanfänger erste Turnierluft schnuppern können und am Sonntag mit dem Saumagen-Turnier einen Wettkampf um Ranglistenpunkte.
Samstag kämpften 60 Fechterinnen und Fechter zwischen zehn und zweiundsiebzig Jahren um die Ehre. Da es primär um das Sammeln von Erfahrungen geht ist die Atmosphäre etwas gelassener im Vergleich zu Leistungswettkämpfen, aber auch hier möchte natürlich fast jeder auch gewinnen. Aus Landauer Sicht gab es, neben der guten Akzeptanz des Turniers, auch einiges aus sportlicher Sicht zu feiern. Der dritte Platz von Leon Kleinke bei der U11, Platz eins von Constantina Plank im Florett der U13 und den ersten bis dritten Platz bei der U 15 durch Jannis Kühner, Lennard Knippel und Eren Burkhart. Nicole Esse und Maya Clancy holten im Degen der U20 die Plätze eins und zwei, Jork Liebau sicherte sich im Degen der Veteranen die Silbermedaille. Fabian Harth erkämpfte sich im stark besetzten Feld der Degen-Seniors den achten Platz. Ebenfalls zu erwähnen war die gute Leitung der U11-Gefechte durch die beiden Nachwuchs-Referees Linnea Nothhof und Friedrich Nicklis. Erfreulich war auch die Teilnahme der Fechterinnen und Fechter des CEH Haguenau, Landaus Partnerstadt. Sie traten in den Florettwetbewerben der U20, Seniors und Veteranen an und stellten mit Aurore Martzhoff die Gesamtsiegerin über die komplette Runde. Auch bei den Herren im Florett kam der Gesamtsieger mit Nicolas Gebhart, zwölf Teilnehmer kämpften in den Klassen U20, Seniors und Veteranen gegeneinander, aus Hagenau.
Am Sonntag ging das als Marathon-Wettkampf geplante Saumagenturnier über die Bühne. Im Gegensatz zum üblichen Turniermodus, wo zuerst in einzelnen Gruppen von fünf bis sieben Fechterinnen und Fechtern eine Platzierungsrunde gefochten und dann im KO-Modus der spätere Sieger ermittelt wird kämpft beim Marathon jeder gegen jeden. Dies fordert den Sportlerinnen und Sportlern einiges mehr an Kondition und Konzentration ab, da die Pausen zwischen einzelnen Gefechten wesentlich kürzer sind und man deutlich mehr Gefechte hat als auf normalen Wettkämpfen.
Bedingt durch einige kurzfristige Absagen fanden sich am Sonntagmorgen leider nur 12 Fechterinnen und Fechter in der BBS-Halle zum Wettkampf ein. Kurzerhand wurde b beschlossen, zuerst eine Marathon-Runde zu fechten und danach noch einen KO-Modus anzuhängen um den Sieger zu ermitteln. In diesem KO läuft ein Gefecht bis zu 9 Minuten und auf 15 Treffer, in normalen Runden sind es fünft Treffer oder drei Minuten. Nach der großen Runde standen die Duelle der KO-Runde fest, im Achtelfinale trafen die einzigen Landauer Fechter, Moritz Schwarz und Rüdiger Apel, der Vorsitzende des Fechtclub Landau, aufeinander. Moritz Schwarz setze sich hier mit 15:12 durch und traf dann im Viertelfinale auf den Erstplatzierten nach der Marathon-Runde, Thilo Liebhaber aus Frankenthal. Trotz der 8:15-Niederlage, die nicht so deutlich ausfiel wie es manche Beobachter erwartet hatten, stand am Ende mit dem siebten Platz eine starke Platzierung für den eigentlich in der Altersklasse U17 startenden. Das Finale fochten Thiloa Liebhaber und Timon Dick aus Bad Dürkheim aus. Hier setze sich Dick, der nach der ersten Runde auf Platz 2 gesetzt war, knapp mit 15:12 durch und wurde damit bei der Siegerehrung, neben der Urkaunde, auch mit dem traditionellen Saumagen belohnt. Bei den Damen holte sich Svenja Voigt aus Zweibrücken Platz eins, gefolgt von Marilena Podgorsek aus Bad Dürkheim.
Foto: Finale der Herren im Saumagen-Turnier, links Timon Dick, rechts Thilo Liebhaber. Das Bild zeigt den letzten Treffer im Gefecht. Bild zwei Siegerehrung Saumagen-Turnier, Damen und Herren.
Autor:Jens Vogel aus Landau |
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