Vortrag über Konfrontative Pädagogik
Mit Haltung gegen Gewalt

Die Referenten der Veranstaltung: von links Markus Brand, Eva Limper und Vorstandsvorsitzender Helmut Käfer.  Foto: Tanja Barz
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Kusel. Zum dritten Mal richteten die Kreissparkasse und der Pädagogische Beirat der Kreissparkasse einen „Pädagogischen Tag“ aus. Zielgruppe waren Personen aus Lehr- und Erziehungsberufen, die an Einrichtungen im Landkreis unterrichten bzw. im Landkreis wohnen.
Handlungsstrategien im Umgang mit abweichendem und aggressiven Verhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Markus Brand aus Matzenbach ist Mitbegründer und Leitungsmitglied des Deutschen Instituts für konfrontative Pädagogik, zeigte in seinem Vortrag auf, dass Regelverletzungen, die soziale Gruppen stören oder individuelle Freiheitsrechte und die Unversehrtheit von Personen beeinträchtigen, nicht akzeptiert werden dürfen. Den Teilnehmern wurde aufgezeigt, wie sie mehr Handlungssicherheit in Konflikten gewinnen und sich in Gesprächssituationen mit aggressiven Kindern und Jugendlichen sicherer fühlen. Der Referent ist einer der führenden Vertreter der konfrontativen Pädagogik und verfügt als Anti-Aggressivitäts-Trainer/ Ausbilder über langjährige Berufserfahrung in der Prävention und Behandlungsarbeit mit Gewalttätern im ambulanten und stationären Bereich.
Markus Brand startete seinen Vortrag mit dem Slogan „Haltung zeigen - Grenzen setzen - Sicherheit geben“. Gewalt begegne man am besten mit Prävention, also bevor sie entstehe. Und dazu verwies Markus Brand auf drei Ebenen: Einmal die persönliche, dazu Methoden und Team sowie Maßnahmen und Leitung.
Zunächst müsse geklärt werden, was Gewalt ist und wie sie entsteht. Gewalt ginge meistens Verletzung von Grenzen, Sachbeschädigung, Beleidigung, Demütigung oder auch andere Menschen in Angst zu versetzen, voraus.
Markus Brand zeigte Lösungswege auf, wie insbesondere Erzieher im Falle von bevorstehender oder akuter Gewaltanwendung auf Täter einwirken und somit zur Eskalation beitragen können.
Aktuell sei die Wertevermittlung vor allem an die jüngere Bevölkerung etwas schwierig geworden, deshalb sei es notwendig, bei Differenzen klare Kante zu zeigen. Dies sei aber ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht nur auf Schulen beschränkt.
Im Vortrag „Realzinsfalle 2.0“ informierte Dominik Baron, Vertriebsbetreuer der DekaBank, über Möglichkeiten, in Zeiten, in denen es kaum Zinsen gibt, es sich doch lohnt, Geld anzulegen.
Helmut Käfer, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Kusel und Vorsitzender des Pädagogischen Beirates, erwähnte die enge Verbundenheit zwischen der Kreissparkasse und den Schulen im Landkreis. Der 1987 gegründete Beirat sei 2016 um Vertreter der Grund- und Förderschulen erweitert worden. Beispielhaft für die Aktivitäten stünden dabei der Sparkassen-Schul-Service und das Planspiel Börse.
Das Schlusswort sprach die Leiterin der Janusz-Korcak-Schule Lauterecken, Eva Limper in Vertretung der stellvertretenden Vorsitzenden, Angelika Gröneveld-Olthoff. (ps/hc)

Autor:

Horst Cloß aus Kusel-Altenglan

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