Der Ligabetrieb in der 3. Liga und A-Jugendbundesliga ruht bis mindestens 15. November
Junglöwen bewerten die Auswirkungen der Pandemie-Beschränkungen

"Ausgebremst" werden derzeit die Mannschaften der Junglöwen
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  • Foto: RNL/Roth
  • hochgeladen von Kai Henninger

Was nach dem kommenden Spieltag passiert, ist derzeit zumindest für den Drittligabereich und die A-Jugendbundesliga noch nicht im Detail klar. Die politischen Bestimmungen sehen vor, dass der Spielbetrieb im Amateursport ab 2. November ausgesetzt wird. Der Deutsche Handball-Bund (DHB) hat nun den Spielbetrieb bis einschließlich 15. November ausgesetzt. Wie lange konkret und in welchem Modus es danach weitergeht, ist ebenso noch unklar. Fakt ist, dass auf Ebene des Badischen Handballverbandes (BHV) und Handball Baden-Württemberg (HBW) der Spielbetrieb ruht. Der DHB eruiert gerade, welchen Status dabei die 3. Liga und A-Jugendbundesliga haben.

Im Lager der Junglöwen wird die aktuelle Situation mit den neuen Einschränkungen bedauert, denn jeder Handballer möchte seinen Sport auch im Wettkampfmodus ausüben. Und insbesondere für die Proficlubs der Handball-Bundesliga stellen die Rahmenbedingungen eine immense finanzielle Herausforderung dar. Andererseits steht der Gesundheitsschutz ganz oben auf der Prioritätenliste. Hierfür haben die Vereine mit umfangreichen und funktionierenden Hygienekonzepten ihre Hausaufgaben aber bestens gemacht.

„Wenn man das Infektionsgeschehen anschaut, ist eine solche Spielpause vernünftig“, meint Drittligacoach Michel Abt und ergänzt seine Sicht mit einem Vorschlag für den weiteren Ligabetrieb: „Ich befürworte eine Regelung, wonach man nur eine Hinrunde spielt, so dass jede Paarung ein Mal stattfindet und damit 50 Prozent der Begegnungen bis Ende Juni absolviert werden. Das können wir schaffen, da genügend Zeitpuffer vorhanden wäre.“

Im Bereich der A-Jugend gibt es ohnehin einen anderen Modus - mit einer Hinrunde und anschließender Meister- und Pokalrunde mit bundesweiten Hin- und Rückspielen. „Wie die neuen Rahmenbedingungen im November genau zu bewerten sind, da die Vorgaben ganz aktuell getroffen wurden, werden wir noch im Trainerteam gemeinsam besprechen. Auf jeden Fall werden wir wie immer das Beste aus der Situation machen, denn verändern können wir die Vorgaben nicht“, erklärt Daniel Haase, Trainer des U19-Bundesligateams.

HBW regelt den Spielbetrieb für die Baden-Württemberg-Oberliga

Handball Baden-Württemberg (HBW) wird an diesem Wochenende den Spielbetrieb noch aufrechterhalten und danach pausieren. Spiele können abgesagt werden, wenn ein Verein aus einem Landkreis kommt, der eine 7-Tageinzidenz über 50 pro 100.000 Einwohner hat oder gegen eine Mannschaft aus einem solchen Landkreis spielen muss. HBW regelt auch den Betrieb für die Baden-Württemberg-Oberliga der B-Jugend.

Die U17 der Junglöwen hat aktuell ohnehin kein Spiel, kann also die nächsten Tage ohne direkten Einfluss auf den Spielbetrieb verfolgen. „Wenn man die Entwicklung der Pandemie sieht, ist solch eine Maßnahme wahrscheinlich unumgänglich. Trotzdem ist die Saisonunterbrechung echt schade, weil wir richtig gute Spiele abgeliefert haben“, sagt B-Jugendcoach Tobias Scholtes und fügt an: „Ich hoffe nur, dass es nach dieser Zwangspause weitergeht und den Kindern und Jugendlichen ihre Entwicklung auch wieder auf sportlichem Gebiet ermöglicht wird.“

Autor:

Kai Henninger aus Kronau

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