Pfalzklinikum beteiligt sich am foodsharing-Konzept
„Verwenden statt verschwenden“

Andreas Adam, Teilbereichsleiter Gastronomie (links) übergibt zusammen mit seinem Stellvertreter Alfred Fuchs (rechts) nicht mehr verwendete Lebensmittel an Lebensmittelretterin Anja Kuntz
  • Andreas Adam, Teilbereichsleiter Gastronomie (links) übergibt zusammen mit seinem Stellvertreter Alfred Fuchs (rechts) nicht mehr verwendete Lebensmittel an Lebensmittelretterin Anja Kuntz
  • Foto: Pfalzklinikum
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Klingenmünster. Die Umwelt schonen und Bewusstsein schaffen für den Wert von Lebensmitteln – das will die Initiative foodsharing. Die Idee dahinter: Lebensmittel, die normalerweise im Müll landen, werden weitergegeben und noch verwendet. Auch das Pfalzklinikum beteiligt sich seit April an diesem Konzept der Internetplattform „foodsharing.de“.
Die Idee dazu hatte Anja Kuntz, Pflegerische Fachbereichsleitung der ambulanten und aufsuchenden Dienste in der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Klingenmünster. Zwei Mal pro Woche holen sie und ihr Team aus Lebensmittelrettern in der Küche des Pfalzklinikums Lebensmittel ab, die übrig geblieben sind. Dazu gehören hauptsächlich gekochte Speisen, aber auch Zutaten, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben oder Beschädigungen aufweisen.
Anja Kuntz sorgt mit ihrem Team ehrenamtlich für die Verteilung der Speisen. Die Foodsaver nehmen alle noch genießbaren Lebensmittel mit, die von einem Betrieb aussortiert wurden. Abholungen sind auch am Wochenende, abends und kurzfristig möglich.
“Ich habe foodsharing im privaten Umfeld kennengelernt und war von dem Konzept total begeistert. Für mich kam dann irgendwann die Frage auf, wie mein Arbeitgeber mit diesem Thema umgeht“, so Anja Kuntz. Schließlich fragte sie direkt beim Teilbereichsleiter Gastronomie Andreas Adam an, der die Großküche des Pfalzklinikums leitet und stieß auf offene Ohren.
“Gute Planung und Analyse sind wichtige Themen in unserer Großküche. Wir schauen, was und wieviel von den ausgegebenen Mahlzeiten zurückkommt und passen die Portionsgrößen regelmäßig an. Die Patientinnen und Patienten können auch zwischen großen und kleinen Portionen wählen“, erklärt Andreas Adam. Unter anderem durch gezielte Einkäufe und gute Planung achtet er mit seinem Team schon immer darauf, die Verschwendung von Lebensmitteln so gering wie möglich zu halten.
“Zusammen mit der Initiative foodsharing runden wir das Ganze nun ab und können Lebensmittelreste sinnvoll weitergeben“, so Andreas Adam.
Pfalzklinikum-Geschäftsführer Paul Bomke unterstützt die Idee gerne: “Indem wir uns an der Initiative foodsharing beteiligen, gehen wir noch verantwortungsvoller mit der Ressource Lebensmittel um. Damit leisten wir am Pfalzklinikum einen weiteren Beitrag zum Thema Umweltschutz und unterstützen zivilgesellschaftliches Engagement.“
2200 Mahlzeiten produziert das 70-köpfige Küchenteam des Pfalzklinikums in Klingenmünster täglich für Patientinnen und Patienten, sowie für Mitarbeitende. Dabei handelt es sich um 1000 Mittagessen und je 600 Frühstücke und Abendessen. Vier Standorte des Pfalzklinikums und externe Kindergärten werden von hier aus mit Essen versorgt.
„Jedes dritte ausgegebene Essen ist fleischfrei. Damit wollen wir einen kleinen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes leisten“, so Andreas Adam.
Die Initiative “foodsharing.de“ ist eine ökologische Bewegung, die es sich zum Ziel gemacht hat, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Nach Zahlen der Initiative werden weltweit über 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel verschwendet. Laut foodsharing sind allein in Europa 40 Prozent der verschwendeten Lebensmittel noch genießbar. ps

Autor:

Britta Bender aus Annweiler

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