Eichners Weckruf: Karlsruher SC muss in Hannover "besser verteidigen"

Foto: KSC

Karlsruhe. KSC. Die Blau-Weißen treten am Freitag, 28. November 2025, ab 18.30 Uhr bei Hannover 96 an, dem Tabellenfünften, der in den letzten zehn Spielen nur zweimal verloren hat. Schiri ist Patrick Alt aus dem saarländischen Illingen. Trainer Christian Eichner kann personaltechnisch nicht gerade aus dem Vollen greifen, denn Ben Farhat und Egloff sind nicht einsatzbereit, dazu sitzt Kobald seine Gelbsperre ab – und auch Burnic und Rapp waren am Donnerstag noch fraglich, da braucht es noch die Ansage vom Doc!

Rund 1.500 KSC-Fans machen sich auf den Weg nach Hannover, immerhin sind es über fünf Stunden Fahrt! Eichner hat die Hoffnung, dass sein Team es am Freitag besser macht als zuletzt! Die Aufarbeitung habe schon direkt nach dem vergangenen Spiel in der Kabine begonnen – und nicht im Kreis auf dem Rasen. „Manchmal ist es gut, wenn man dann zusammen ist in einem Raum, wo da nicht jeder von außen drauf schaut und irgendwelche Interpretationen daraus schließt“, so Eichner. Es gab gleich ein Feedback „zu dem Auftritt und zu unserem Verhalten während des Spiels.“ Andere Abläufe schärfen dann vielleicht auch die Wahrnehmung.

Immerhin gehe es bei der gezeigten Leistung auch um Bereiche, in die die Spieler müssten, da sie zum Pflichtprogramm in der zweiten Liga und generell im Fußball gehören. „Deswegen haben wir ein paar Dinge aufgearbeitet“, so der Trainer, der aber beim Thema „Tor in der Nachspielzeit“ kein Problem beim KSC sieht, „Wir haben andere Themen!“ Es sei aber auch Aufgabe des Trainerteams, „Dinge intern wie extern in der Art und Weise anzusprechen, dass das klar ist, dass das jeder auch versteht!“ Daraus erhofft sich der Trainer auch, dass die Mannschaft in einem gewissen Punkt dann auch eine Steigerung oder einen Schritt nach vorne macht bei Themen, „die die wir ja öfters schon mal hatten.“

Eichner geht davon aus, dass seine Mannschaft in der Lage ist, am Freitagabend in Hannover ein gutes Spiel zu zeigen und auch erfolgreich sein kann. Sein Team müsse wieder dahin kommen, wo es in den ersten paar Wochen schon einmal war, gerade beim Blick auf die Gegentore; da war die Gegentoranzahl stellenweise unter eins und momentan sei sie über zwei! „Das ist die einzige Wahrheit und das führt dazu, dass du Probleme hast, Spiele zu gewinnen in den vergangenen zwei Wochen.“ Das lässt darauf schließen, dass das Trainerteam durchaus darüber nachdenkt, auch eine Umstellung vorzunehmen, denn Hannover spiele einen „dominanten Fußball“, der Trainer stehe für eine klare Spielidee und die Mannschaft habe sich dazu Schritt für Schritt weiter verbessert. „Der Gegner ist gut, das werden wir morgen Abend sehen, inwiefern oder zu was das dann führt“, so Eichner: „Wenn wir uns hoffentlich dann auch steigern.“

Ob System, Aufstellung oder Taktik: Eine Änderung scheint im Bereich des möglichen, denn Fehler auf der letzten Linie werden in der Liga nicht verziehen, das hat man auch in den vergangenen Spielen gesehen! „Das müssen wir abstellen“, so die deutliche Ansage des Trainers, der darauf verwies, dass dies in den ersten Saisonspielen nicht der Fall gewesen sei! Doch Eichner glaubt, dass es bei jedem Spieler auch so angekommen ist, dass es keinen Unterschied mache, ob die Abwehr zu viert oder zu fünft spielt. „Wir haben zu null gespielt, zu viert, zu fünft – und wir haben genau das Gegenteil gehabt, nämlich eine hohe Anzahl an Gegentoren in beiden Systemen.“

Deswegen werde das Trainerteam genau schauen, wer passt wie am besten zusammen und was passt zum Fußball des Gegners. Klare Ansage von Eichner: „Wir müssen besser verteidigen, nach vorne über diese bessere Verteidigungsarbeit auch mal wieder einen besseren Ball spielen mit klareren Abläufen.“ Das könne die Mannschaft, nur hätten im vergangenen Spiel die Puzzleteile in beide Richtungen nicht zusammengepasst!

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Autor:

Jo Wagner

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