Karlsruher feiern Tod des iranischen Führers Chamenei
- Neben Baden-Württemberg gingen auch in anderen Städten die Menschen auf die Straße, wie hier in Berlin.
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Karlsruhe. In der Nacht zum Montag, 1. März, haben rund 80 Menschen auf dem Karlsruher Schloßplatz den Tod des iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei gefeiert. Laut Polizei schwenkten einige Teilnehmer iranische Flaggen. Zuvor hatte der ehemalige US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social den Tod des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers bekannt gegeben. Chamenei war bei einem amerikanisch-israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge starben bei dem Angriff auch mehrere Angehörige Chameneis, darunter eine Tochter, ein Schwiegersohn, eine Schwiegertochter und ein Enkel.
Auch in anderen Städten Baden-Württembergs kam es zu spontanen Versammlungen. Auf dem Platz der alten Synagoge in Freiburg versammelten sich etwa 20 Menschen unter dem Motto „Schluss mit Krieg und Unterdrückung im Iran“. In Heilbronn kamen rund zehn Menschen auf einem Parkplatz zusammen und schwenkten Fahnen. Bereits am Samstag hatte es in Stuttgart zwei Veranstaltungen gegeben: eine geplante Demonstration am Nachmittag und eine spontane Zusammenkunft am Abend. Die Teilnehmer zeigten sich erfreut über die Entwicklungen im Iran und jubelten teilweise. Für Montag, 1. März, ist in Stuttgart eine weitere Veranstaltung angekündigt. Auch in Karlsruhe wurde bei der nächtlichen Versammlung zu einer weiteren Kundgebung aufgerufen.
Die Revolutionsgarden des Iran haben nach dem Angriff Vergeltung gegen israelische und amerikanische Stützpunkte in der Region angekündigt. Chamenei, der als unantastbarer Führer der Islamischen Republik galt, prägte die iranische Innen- und Außenpolitik über Jahrzehnte hinweg. Proteste gegen das islamische Herrschaftssystem ließ er wiederholt gewaltsam niederschlagen. dpa
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |