Fortschritte bei Modernisierung der Stadthalle Karlsruhe erkennbar
- Aktueller Baufortschritt bei der Modernisierung der Stadthalle im Januar 2026
- Foto: Stadt Karlsruhe, Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft
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Karlsruhe. Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz und Baubürgermeister Daniel Fluhrer informierten mit dem Gesamtplaner der SSP AG und dem Projektsteuerer BMP die Mitglieder des gemeinderätlichen Begleitgremiums Anfang Februar 2026 über den aktuellen Baufortschritt beim Projekt „Modernisierung Stadthalle“. Demanch gingen die Arbeiten im gesamten Haus – trotz erneuter Verzögerungen – zügig voran.
Kostenexplosion
Es seien deutliche Fortschritte bei der Modernisierung erkennbar, immerhin nachdem die Stadthalle Karlsruhe schon seit 2017 wegen umfassender Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen geschlossen ist. Verzögerung nach Verzögerung: In der Folge gab es massive Kostensteigerungen auf über 140 Millionen Euro - und ein Ende ist noch nicht abzusehen.
Wiedereröffnung noch nicht terminiert
Weiterhin werde auf den genehmigungstechnischen Abschluss der Maßnahmen im ersten Quartal 2026 hingearbeitet, doch die Wiedereröffnung steht noch nicht fest! So sei die Foyerbeleuchtung inzwischen in Betrieb, die Kuppel- bzw. Großflächenleuchten im Weinbrennersaal sind montiert und die Bestuhlung des Brahmssaals ist eingebaut. In den Sälen werden Lautsprecher, Scheinwerfer und Leinwände montiert. In den Foyers werden die digitalen Hauptverteiler eingerichtet und die digitalen Raumschilder montiert.
Die Restarbeiten zur Sanierung des Wasserschadens, der Ende 2025 im Untergeschoss festgestellt wurde, laufen planmäßig. Die Abnahmen der sicherheitsrelevanten Anlagen – wie Entrauchung, Sprinklerung und Sprachalarmierung – haben mit den jeweiligen Sachverständigen stattgefunden. Die Anlagen seien im Wesentlichen abgenommen. Die komplexen Funktionen der Entrauchungstüren konnten ebenfalls erfolgreich getestet werden. Die Türanlagen erfüllen damit sowohl die Anforderungen der Entrauchung als auch an den Brandschutz.
Funktionsprüfungen bei jeder Abnahme
Mit jeder Abnahme eines Gewerks, sei es die Küche, die Gebäude- und Sicherheitstechnik, die Sanitäranlagen bis hin zur Veranstaltungs- und Bühnentechnik, gehen Funktionsprüfungen einher, die alle Beteiligten bestmöglich auf die ersten Veranstaltungen vorbereiten.
Insofern erfolgt die Erprobung der Halle bereits vielschichtig. Das Zusammenspiel der gesamten Haustechnik wird im Rahmen der sogenannten Brandfallsteuermatrix überprüft, bevor das Bauordnungsamt endgültig die Nutzungsfreigabe erteilt. Sodann werden Restleistungen zu erbringen sein, die jedoch mit der ersten Bespielung der Säle in Einklang gebracht werden können.
Große Herausforderung Medientechnik
Um die ersten Veranstaltungen durchführen zu können, werde während der laufenden Parallelarbeiten damit begonnen, die Medientechnik einzubauen. Diese hochsensible Technik muss umgehend vor Verunreinigung oder Beschädigungen geschützt werden. Jedoch kann nur durch dieses bewusste „Aufbrechen“ des üblichen Bauablaufs von Rohbau bis Feininstallation das komplexe Zusammenspiel zwischen Audio-, Video-, Licht- und übergeordneter Steuerungstechnik frühzeitig getestet und einreguliert werden.
Trotzdem erste Veranstaltungen geplant
Mit der Messe Karlsruhe findet ein enger Austausch zur Umsetzung der ersten Veranstaltungen statt. Zunächst ist im April 2026 ein internes Format für Mitarbeitende der Messe Karlsruhe als Probelauf geplant. Anschließend sollen im Mai 2026 erste Kongresse mit Kunden der Messe Karlsruhe stattfinden. Im Sommer 2026 ist im Herzstück des Kongresszentrums eine Veranstaltung insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger vorgesehen.
Der Messe Karlsruhe ist es bisher weit überwiegend gelungen, mit den Kundinnen und Kunden, deren Veranstaltungen verlegt werden mussten, gute Lösungen im Raumprogramm der Messe zu finden. Die Messe Karlsruhe befand und befindet sich dazu in einem engen Dialog mit allen Veranstaltenden, sodass individuelle Lösungen umgesetzt werden konnten. Da die Veranstaltungen überwiegend mit einem Alternativ-Szenario bedacht wurden und dies bereits frühzeitig von der Messe Karlsruhe thematisiert wurde, sei es jeweils zu einem guten Miteinander bei der Anpassung der Formate an andere Standorte gekommen; mögliche Anpassungskosten wären jedoch noch nicht abschließend berechnet.
Autor:Jo Wagner |
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