Sehr gut besuchter Neujahrsempfang der Stadt
Kandel bleibt aktiv und attraktiv

Blick auf den Neujahrsempfang, auf der Bühne die Stadtkapelle.
  • Blick auf den Neujahrsempfang, auf der Bühne die Stadtkapelle.
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  • hochgeladen von Stefan Endlich

Kandel. Einen Überblick über aktuelle Themen gab Bürgermeister Günther Tielebörger beim Neujahrsempfang der Stadt am 13. Januar in der prall gefüllten Stadthalle. Willkommen hieß er alle Demokraten aus nah und fern. Nicht erwünscht seien dagegen diejenigen, „die radikal rechts oder links unsere Straßen unsicher machen und Angst und Schrecken verbreiten“.
Nationale Tendenzen seien leider international im Vormarsch (Beispiel Brexit). „Es scheint, dass der europäische Geist schwindet“, mahnte Tielebörger. „Was wir zu spüren bekommen, ist die unsagbare Tätigkeit, Gesetze und Verordnungen auf europäischer Ebene zu verabschieden.“ Die Kompliziertheit der Vergabe von Aufträgen habe die Verbandsgemeinde jetzt veranlasst, gemeinsam mit Wörth und Hagenbach eine sogenannte Vergabestelle einzurichten. „Allein in diesem Jahr müssen wir für vier Projekte in der Stadt die Architektenleistungen europaweit ausschreiben“, so der Bürgermeister, was für einen Kindergartenneubau wenig Sinn mache und zu Verzögerungen führe.
Bundesweit arbeite jeder fünfte in Teilzeit oder befristet. Altersarmut sei vorprogrammiert. Auch das sei keine gute Entwicklung. „Es kann explodieren, wir haben das in Frankreich gesehen.“ Bund und Land sparen, die Kommunen sind hoch verschuldet. Kandel ist eigentlich eine finanzstarke Gemeinde. „Wir haben im Jahr rund 12 Millionen Euro Einnahmen, müssen davon aber rund 10 Millionen abgeben an den Kreis oder das Land. Mit den 2 Millionen können wir die Beschäftigten und Einrichtungen nicht bezahlen.“
Die Bürger brauchten Wohnraum, Kindergartenplätze, Sportstätten und mehr. „Wir müssen in die Zukunft denken und handeln, und nicht nach hinten, rückwärts diskutiere“, so Tielebörger. Kandel bleibe auch in diesem Jahr aktiv und attraktiv. Durch Feste, Messen, Märkte, Nachtverkäufe, verkaufsoffene Sonntage, Künstleraktionen und mehr. Das soll gebündelt und intensiviert werden. „Deshalb haben wir im Stadtrat beschlossen, am 1. Februar eine Citymanagerin einzustellen, das ist die Jasmin Tschirner.“
Im Baugebiet K2 kann im Frühjahr die Erschließung beginnen. Durch die Aufnahme in das Landesprogramm „Aktive Stadt“ stehen in den nächsten Jahren 7 Millionen Euro zur Verfügung. Das soll der Attraktivität der Innenstadt zugute kommen.
Die protestantische Kirchengemeinde feiert im August 500 Jahre St. Georgsturm, am Jubiläum ihres Wahrzeichens nimmt die ganze Stadt teil. Zahlreiche weitere Themen sprach der Bürgermeister an.
Als Gäste konnte Tielebörger unter anderem Bürgermeister Hubert Walter und die Beigeordneten Pierre-Marie Rexer und Paul Hecht aus der Partnerstadt Reichshoffen sowie die Bürgermeisterin von Nehwiller, Sylvie Riegert, begrüßen, ebenso Verbandsbürgermeister Volker Poß, den Bundestagsabgeordneten Thomas Hitschler, den Landtagsabgeordneten Alexander Schweitzer und viele Vertreter aus Handel, Gewerbe, Vereinen, Schulen und kulturellem Leben.
Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von der Stadtkapelle unter der Leitung von Andreas Hack. Die Beigeordneten Gudrun Lind und Monika Schmerbeck nahmen zusammen mit Bürgermeister Tielebörger Ehrungen von erfolgreichen Sportlern, besonders engagierten Bürgern und Stipendiaten der Todt’schen Stiftung vor, Pfarrer Stanislaus Mach von der katholischen Kirchengemeinde sprach auch im Namen seiner ökumenischen Kollegen den Segen. Nach dem offiziellen Teil gab es Gelegenheit zu Gesprächen. hb

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