Hinweise zu Haustürgeschäften
"Dachhaie" auch in Herxheim gesichtet

Dachhaie sollen auch in Herxheim ihre "Dienstleistungen" angeboten haben/Symbolfoto Handwerker
  • Dachhaie sollen auch in Herxheim ihre "Dienstleistungen" angeboten haben/Symbolfoto Handwerker
  • Foto: annawaldl/Pixabay
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Herxheim. Wie auch in der umliegenden Region häufen sich in der Südpfalz (beispielsweise in Rohrbach, Hainfeld und Bellheim) Betrugsversuche, doch statt Fake-Anrufen seien aktuell wieder Personen unterwegs, die ihre "handwerklichen Dienstleistungen" anbieten. Wie zuletzt aus Rohrbach gemeldet, ziehen vermutlich auch durch Herxheim "Dachhaie", so nennt die Polizei diese Art der Betrüger.

Am Mittwoch, 11. Mai, berichtete und warnte ein Mann im Internet bezüglich eines unbekannten Mannes, der dem Betroffenen das Angebot unterbreitete, dessen Terrassenüberdachung zu reinigen. Dies wurde zwar dankend abgelehnt, dennoch ließe der Mann nicht locker. Trotz mehrmaliger Aufforderung wollte er, nach Angaben des Betroffenen, unbedingt das Grundstück betreten. Erst nach weiterem Auffordern ließe er sich überzeugen zu gehen. Das Gleiche berichteten am gleichen und den folgenden Tagen andere Ortsbewohner. Doch nicht immer ist das Ziel der "Reinigungsarbeiten" die Terrasse, häufig wird auch die Reinigung des Hofes angeboten. Auch "Reparaturen" werden zur Abzocke genutzt. Höchstwahrscheinlich handelte es sich hier um die obengenannte Betrugsmasche.

Sogenannte "Dachhaie" sind der Polizei bekannt. In unregelmäßigen Abständen kehren solche Meldungen immer wieder. Auch in der Vergangenheit hatten die Betrüger mit diesen Aktionen Erfolg.

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Oft scheint es, als würden sie verschiedene Orte nacheinander ablaufen. Überwiegend ältere Menschen sind das Ziel solcher Betrüger. Hier fehlt es oft an Aufklärung und den Menschen selbst fehlt es an den Möglichkeiten, die Betrüger richtig zu prüfen oder zu recherchieren. Sie machen dubiosen Angebote, die durch ihren besonders günstigen Preis zu überzeugen scheinen. Im Nachhinein kommt dann aber meist der Schock: Denn der sogenannte "Handwerker" hat seine Arbeit nicht nur unzureichend oder gar nicht gemacht, sondern verlangt auch noch horrende Summen dafür.

Diese Masche funktioniert, weil sie die Leute persönlich ansprechen und diese unter Druck setzen. Überfordert und eingeschüchtert nehmen immer wieder Leute das Angebot an. Da diese Betrüger keine Rechnung ausstellen, bleiben sie oft unbekannt und Beschwerden im Nachhinein sind meist ergebnislos. Geschickt manipulieren sie die Betroffenen. Oft tragen sie sogar die passende Arbeitskleidung und verfügen über die richtige Ausrüstung, wie beispielsweise einen Hochdruckreiniger, sodass bei den Betroffenen keine Zweifel entstehen.

Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale warnen seit längerer Zeit vor solchen Maschen. Wichtig ist es, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und aus dem Affekt heraus die dubiosen Angebote anzunehmen. Auf Haustürgeschäfte sollte man sich im Generellen nicht einlassen. Bei verdächtigem Auftreten Unbekannter sollte man sich direkt bei der Polizei melden. kats

Tipps und Hinweise

Die Verbraucherzentrale gibt Tipps und Hinweise für Verbraucher zum Thema "Haustürgeschäfte" und "Dachhaien":

  • Wenn Fremde klingeln, sollte eine Türsprechanlage genutzt oder die Haustür nur mit einer Türsperre geöffnet werden.
  • Drückerkolonnen sollten nie spontan an der Haustür beauftragt werden. Es ist ratsam, sich zunächst eine Visitenkarte oder ein Faltblatt mit Angaben wie Firmenname, Firmenanschrift und ggfs. Internetadresse geben zu lassen. Die Angaben können dann in Ruhe geprüft werden. 
  • Es ist immer sinnvoll, Vergleichsangebote von ortsansässigen Handwerkern einzuholen und Angebote zu vergleichen. 
  • Wer allein und verunsichert ist, sollte einen Nachbarn hinzuziehen und ihn um Unterstützung bitten. 
  • Wer sich auf Schwarzarbeit einlässt, macht sich strafbar. 
  • Verträge, die außerhalb von Geschäftsräumen, also an der Haustür oder in einer Wohnung, abgeschlossen werden, können innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden. 
  • Sinnvoll ist eine schriftliche Vereinbarung darüber, dass die geleistete Arbeit nicht bar bezahlt, sondern der Betrag nach Erhalt einer Rechnung überwiesen wird. 
  • Bei verdächtigen Personen oder Angeboten sollte sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 informiert werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen der Verbraucherzentrale sind unter folgendem Link einsehbar www.verbraucherzentrale-rlp.de/pressemeldungen/vertraege-reklamation/genug-betrug-unserioese-angebote-zur-dach-und-steinreinigung-60507 . Auch die Polizei informiert unter folgendem Link www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/haustuerbetrug/.

Autor:

Katharina Schmitt aus Herxheim

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