Verkleinerung des Bundestages
Westpfälzische Parteivertreter gegensätzlicher Auffassung

Angelika Glöckner, hier im Plenum des Deutschen Bundestags. | Foto: Dt. Bundestag / S. v. Saldern
2Bilder
  • Angelika Glöckner, hier im Plenum des Deutschen Bundestags.
  • Foto: Dt. Bundestag / S. v. Saldern
  • hochgeladen von Werner G. Stähle

Pirmasens/Westpfalz. Der Bundestag soll verkleinert werden. Äußerungen der dort vertretenen Parteien zufolge besteht soweit Einigkeit, allerdings nur soweit. Die Regierungskoalition will übermorgen (17. März) eine Änderung des Bundeswahlgesetzes beschließen, um die Zahl der Sitze auf 630 zu begrenzen, teilt die südwestpfälzische Abgeordnete Angelika Glöckner (SPD) heute mit. Sie begrüße den vorliegenden Entwurf und werde zustimmen. Die Westpfalz-CDU hingegen reklamiert, ebenfalls heute: „Der jetzt von der Ampelregierung im Bund eingebrachte Gesetzesvorschlag ist ein klarer Schlag gegen demokratische Grundprinzipien“.

Derzeit umfasst der Bundestag 736 Abgeordnete. Diese verursachen pro Jahr Kosten von 1,14 Milliarden Euro, wie der Südwestrundfunk (SWR) vorgestern bekannt machte. Mit dem von den Regierungsfraktionen angestrebten Gesetz sollen Überhang- und Ausgleichsmandate abgeschafft und so die Zahl Sitze auf 630 gedeckelt werden. Einzelne in ihren Wahlkreisen mit Mehrheit der Erststimmen gekürte Direktkandidatinnen und -kandidaten könnten dann dennoch kein Mandat erhalten, falls in ihrem Bundesland die Zweitstimmen ihrer Partei nicht genügend Mandate zugestehen. Entscheiden soll dann die Reihenfolge der erzielten persönlichen Stimmenergebnisse.

„Ich habe mich immer wieder dafür ausgesprochen, dass der Bundestag verkleinert werden muss und aus vielen Gesprächen weiß ich, dass dies auch für die Bürgerinnen und Bürger ein wichtiges Signal darstellt“, begründet Angelika Glöckner ihre Haltung. Es gelte das Geld zusammenzuhalten. „Da ist es wichtig, dass der Bundestag selbst ein deutliches Signal setzt.“ In der vorangegangenen Legislaturperiode sei das nicht zu machen gewesen. „Der damalige Koalitionspartner CDU/CSU wollte die Verkleinerung des Bundestages vor allem dadurch herstellen, dass die Zahl der Wahlkreise verringert wird, anstatt die Überhang- und Ausgleichsmandate abzuschaffen.“ Das habe sie von Anfang an kritisch gesehen. Ihr Wahlkreis (210 Pirmasens-Zweibrücken) werde dann noch größer. „Die politische Arbeit im Wahlkreis lebt von den Kontakten mit Bürgern und Institutionen. Es ist wichtig zu wissen was los ist, um in Berlin die richtigen Schwerpunkte für die Region zu setzen. Die Möglichkeit von Begegnungen ist auch eine Frage der Demokratie. Ein noch größerer Wahlkreis ist eher kontraproduktiv“, zeigt sich die Bundestagsabgeordnete überzeugt, die in Pirmasens ihr Wahlkreisbüro hat.

Die vier Kreisvorsitzenden der CDU im selben Bundestagswahlkreis „stehen zu einer deutlichen Reduzierung des Bundestages, ohne Wenn und Aber“. Allerdings entschieden die Wählerinnen und Wähler mit der Erststimme ganz bewusst welche Person die Region im Bundestag vertreten soll. Deshalb müsse gewährleistet sein, dass direkt gewählte Abgeordnete dann auch im Bundestag sitzten. „Der Wahlvorschlag der Ampel verhindert das ganz bewusst.“ Schon allein weil in den Wahlkreisen eine sehr unterschiedliche Zahl von Direktkandidatinnen und -kandidaten antritt, könne das prozentuale Endergebnis nicht darüber entscheiden, ob direkt Gewählte einziehen oder nicht. „Bei fünf Direktkandidaten verteilen sich die Stimmenanteile anders als zum Beispiel bei zehn.“
   Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion habe hierzu konkrete Alternativvorschläge vorgestellt, erklären die Kreisvorsitzenden Denis Clauer (Kreisverband (KV) Pirmasens-Stadt), Christian Gauf (KV Zweibrücken-Stadt), Marcus Klein (KV Kaiserslautern-Land) und Christof Reichert (Hauenstein, KV Südwestpfalz). „Eine Wahlrechtsreform zu Lasten des Wählerwillens lehnen wir entschieden ab. Wir brauchen eine Wahlrechtsform, die gewährleistet, dass auch zukünftig alle direkt gewählten Kandidaten in den Bundestag einziehen.“

Wirtschaft & HandelAnzeige
Auf Kreuzfahrt: Gewaltige Gletscherlandschaften am Hubbard-Gletscher zählen zu den Höhepunkten vieler Alaska-Kreuzfahrten mit den Kreuzfahrtfreunden. | Foto: Die Kreuzfahrtfreunde GmbH
6 Bilder

Kreuzfahrt 2026: Mit Kreuzfahrtfreunden auf begleiteter Gruppenreise

Begleitete Kreuzfahrten mit den Kreuzfahrtfreunden stehen für Freiheit, faszinierende Reiseziele und besondere Erlebnisse auf See. Gleichzeitig wünschen sich viele Urlauber eine persönliche Betreuung, deutschsprachige Ansprechpartner und eine Reisegemeinschaft, in der man sich vom ersten Tag an gut aufgehoben fühlt. Genau auf dieses Konzept haben sich die Kreuzfahrtfreunde spezialisiert. Seit fast 20 Jahren organisiert der Reiseveranstalter "Die Kreuzfahrtfreunde GmbH" aus der Südpfalz...

Wirtschaft & HandelAnzeige
Immobilien Lustadt: Das Girmann-Team vermarktet jedes Wohnhaus, jedes Grundstück und jede Immobilie professionell und betreut Käufer und Verkäufer professionell. | Foto: Foto: Girmann Immobilien/Eric Paul
2 Bilder

Immobilien Lustadt: Girmann Immobilien setzt auf persönliche Beratung und regionale Kompetenz

Immobilien Lustadt. Girmann Immobilien steht seit 20 Jahren Eigentümern, Käufern und Erbengemeinschaften als verlässlicher Ansprechpartner zur Seite. Der Immobilienmarkt ist Vertrauenssache – insbesondere dann, wenn es um den Verkauf, die Vermietung oder die Verwaltung einer Immobilie geht. Girmann Immobilien verbindet fachliche Kompetenz mit persönlicher Betreuung und hat sich damit im Süden der Pfalz in der Region zwischen Landau und Germersheim sowie Schifferstadt und Hagenbach einen festen...

LokalesAnzeige
Landau mit Kindern: Das Reptilium ist ein beliebtes Ziel, um in der Welt der Reptilien unvergessliche Momente zu erleben. Unser Bild zeigt eine Bartagame.  | Foto: Reptilium
2 Bilder

Landau mit Kindern: Das Reptilium erkunden

Landau in der Pfalz: Riesenschlangen, Minifrösche, Alligatoren. Im Terrarien- und Wüstenzoo die schöne Welt der Reptilien entdecken. Landau mit Kindern. Der Terrarien- und Wüstenzoo Reptilium in Landau (Pfalz) ist ein privater Zoo mit wunderschön angelegten Lebensräumen für Reptilien. Im Zoogebäude leben die Tiere auf einer Fläche von 3400 Quadratmetern wie in ihren eigentlichen Lebensräumen. Entsprechend ist die Temperatur im Reptilium das ganze Jahr über gleich bleibend hoch. Sie bewegt sich...

Angelika Glöckner, hier im Plenum des Deutschen Bundestags. | Foto: Dt. Bundestag / S. v. Saldern
Christof Reichert (MdL, Vorsitzender CDU Südwestpfalz), hier mit Thomas Gebhart (rechts), der im Bundestag den für die CDU vakanten Wahlkreis 210 mitvertritt. | Foto: W. G. Stähle
Autor:

Werner G. Stähle aus Hauenstein

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Online-Prospekte aus Annweiler und Umgebung



Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.