50 Jahre „Wunder von Lübbecke“ – TSG Haßloch feiert historischen Handball-Triumph

Stolz präsentiert die Mannschaft von 1975 das Banner zur Erinnerung an die Meisterschaft am bronzenen Feldhandballer am Jahnplatz; rechts: Sportbund Pfalz-Präsident Rudolf Storck. | Foto: Kaufmann
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Haßloch. Die Handballsensation der Pfalz jährte sich am vergangenen Sonntag zum 50. Mal. Am 10. August 1975 wurde die TSG Haßloch in einem denkwürdigen Finale Deutscher Feldhandball-Meister. In Lübbecke besiegten die Pfälzer als Underdogs den mit sieben Nationalspielern bespickten TuS Nettelstedt mit 15:14. Damit setzten sich die TSG-Handballer ein sporthistorisches Denkmal, war es doch vor 50 Jahren auch die letzte Deutsche Feldhandball-Meisterschaft, die vom Handballbund ausgetragen wurde. Am Sonntag erinnerte man auf dem Jahnplatz in Haßloch mit einer Feierstunde daran.

„21 Jahre nach dem „Wunder von Bern“ im Fußball, fand 1975 im Handballsport das „Wunder von Lübbecke statt“, so formulierte es Rudolf Storck, der Präsident des Sportbundes Pfalz, gleichzeitig auch Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. Er kam genau wie Ulf Meyhöfer, Präsident des neu fusionierten Handballverbandes Rheinhessen-Pfalz nach Haßloch, um den Spielern, dem Trainerteam, Betreuern sowie Fans von damals Jubiläumsglückwünsche zu überbringen. „Sie haben etwas einzigartiges erreicht und pfälzische Sportgeschichte geschrieben.“

Die Spieler Klaus Bachofner und Karl-Heinz Hubach begrüßten für die Mannschaft und erinnerten mit kleinen Anekdoten an den denkwürdigen Tag im August 1975. Alle noch lebenden Spieler nahmen an der Feier teil, lediglich Trainer Franz Hutter konnte nicht kommen. Die aktive Handballmannschaft der TSG Haßloch präsentierte ein eigens angefertigtes Erinnerungsbanner zur Feldhandballmeisterschaft, welches nun seinen festen Platz in der Halle der TSG finden soll.
Ein Denkmal gesetzt hat sich aber nicht nur die Mannschaft von 1975, auch die Gemeinde hat die große Bedeutung des Handballsport für seine Dorfgeschichte erkannt und vor einigen Jahren entschieden, ein bronzenes Handballer-Denkmal mit Standort Jahnplatz in Auftrag zu geben. Im April 2024 wurde die Skulptur schließlich eingeweiht. Entworfen und modelliert hat sie die Haßlocher Künstlerin Gabriele Köbler, die auch am Sonntag zur Jubiläumsfeier eingeladen war und die sich über die zahlreichen Fotos mit ihrer Bronzefigur freute. Bürgermeister Tobias Meyer hob in seinem Grußwort die Bedeutung des Handballsports für Haßloch hervor und gratulierte den Spielern für den sensationellen Erfolg von 1975.

Hintergrund

1975 schrieb der Deutsche Handballbund die letzte Deutsche Meisterschaft im Feldhandball aus. Über die Pfalzmeisterschaft und den Südwestmeistertitel gelang die TSG Haßloch in die Finalrunde, in der man den süddeutschen Meister TSV Oftersheim schlug. Im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft trafen die Pfälzer dann auf den eindeutig favorisierten TuS Nettelstedt, der einerseits mit Topspielern wie Herbert Lübking (139 Länderspiele), Heiner Möller (95 Länderspiele) und Milan Lazarevic (Olympiasieger mit Jugoslawien) besetzt war und andererseits das Endspiel auch noch zu Hause auf eigenem Platz in Lübbecke ausrichten durfte. Nationalspieler hin, Heimspiel her - es half alles nichts. Den Haßlochern gelang der große Wurf und der ewige Ruhm mit dem Gewinn der letzten Deutschen Feldhandballmeisterschaft.

Jubel nach der gewonnenen Deutschen Meisterschaft 1975 in Lübbecke. | Foto: Archiv TSG Haßloch
  • Jubel nach der gewonnenen Deutschen Meisterschaft 1975 in Lübbecke.
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Die Meistermannschaft der TSG Haßloch 1975

Trainer: Franz Hutter
Co-Trainer: Otto Freudenberger
Betreuer: Eugen Buchert
Spieler: Klaus Bachofner, Dieter Boos (+) Karlheinz Bub, Peter Frisch, Karlheinz Hubach, Roland Janz, Hans Jung (+), Willi Leibl, Gerd Leidig, Gundolf Porr, Dieter Reck, Richard Schüle, Horst Stahler, Jürgen Unruh (+), Heiner Würth.

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Jubel nach der gewonnenen Deutschen Meisterschaft 1975 in Lübbecke. | Foto: Archiv TSG Haßloch
Autor:

Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße

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