Haßloch setzt ein Zeichen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
- Bürger und Vertreter aus Politik und Beratung setzen vor dem Haßlocher Rathaus ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.
- Foto: Gemeindeverwaltung Haßloch
- hochgeladen von Eva Bender
Haßloch. Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen haben sich am 25. November einige Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, Verwaltung und Beratungsstellen vor dem Haßlocher Rathaus versammelt. Gemeinsam wurde ein sichtbares Zeichen gesetzt, um Betroffenen Solidarität zu zeigen und auf die weiterhin hohe Relevanz des Themas aufmerksam zu machen.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde, Verena Schmitt, eröffnete die Veranstaltung mit einer einführenden Rede, in der sie unter anderem an die Mirabal-Schwestern erinnerte, die 1960 ermordet wurden und als Symbol für den weltweiten Kampf gegen Gewalt und Unterdrückung gelten. Sie stellte das diesjährige Motto von Terre des Femmes vor: „#WegAusDerGewalt – Ein starkes Netz gegen Partnerschaftsgewalt“. Dieses Motto betont, wie wichtig tragfähige und gut vernetzte Unterstützungsstrukturen sind, damit Frauen und Mädchen Wege aus gewaltvollen Beziehungen finden können.
Verena Schmitt betonte zudem, dass Partnerschaftsgewalt zu den am weitesten verbreiteten Gewaltformen gehört und häufig im Verborgenen stattfindet. Viele Betroffene seien über lange Zeit mit Scham, Angst oder finanzieller Abhängigkeit konfrontiert. „Niemand sollte diesen Weg allein gehen müssen. Es braucht Menschen und Institutionen, die stützen, begleiten und Sicherheit geben“, so Schmitt.
Im Anschluss wandte sich auch der Beigeordnete und Sozialdezernent Ralf Trösch an die Anwesenden. Er betonte, wie wichtig es sei, Betroffene nicht nur kurzfristig zu unterstützen, sondern ihnen langfristige Perspektiven und Sicherheit zu bieten.
Gemeinsam mit Bürgermeister Tobias Meyer wurde anschließend vor dem Rathaus die Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ gehisst. Die Fahne soll während der kommenden Tage sichtbar daran erinnern, dass Gewalt gegen Frauen kein Randthema, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Meyer bekräftigte die Bedeutung der Aktion und unterstrich die Solidarität der Gemeinde mit allen Betroffenen.
Unter den Teilnehmenden befanden sich neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern unter anderem mehrere Mitglieder des Gemeinderats, MdL Claus Schick, der Erste Beigeordnete Carsten Borck sowie Katharina Monath von der Beratungsstelle für Alleinerziehende und Frauen.
Mit der Aktion beteiligt sich Haßloch erneut an den internationalen „16 Tagen gegen Gewalt an Frauen“, die jährlich vom 25. November bis zum 10. Dezember stattfinden und weltweit zur Sensibilisierung genutzt werden. [red]
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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