BriMel unterwegs
After-Work-Party mit der „C3NTRAL Hausband“
- Starkes musikalisches Trio "C3NTRAL HAUSBAND"
- Foto: Brigitte Melder
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Haßloch. Zu einer After-Work-Party hatte am 8. Oktober „The Space“ in die Fritz-Karl-Henkel-Straße 13 eingeladen. Neben dem Feierabendbierchen lockten leckere Cocktails, Weine und kleine Snacks sowie eine super tolle Band namens „C3NTRAL Hausband“, für die es eine Premiere war, hier und heute live aufzutreten. Mit Pop, Rock, Soul und Dance wurde es ein höchst unterhaltsamer Abend, an dem auch viel getanzt wurde. Die Plätze waren begrenzt (ca. 50), deshalb war es ratsam, sich vorher Plätze zu reservieren; der Eintritt war frei. Bisher waren immer DJs eingeladen worden und heute also auch für The Space eine Premiere. Bekannt ist die „C3NTRAL Hausband“ unter anderem aus der AlexWein Lounge in Herxheim am Berg. Die Bandmitglieder kennt man zum Teil aus anderen Formationen und heute als „geballte Ladung“ auf einem Event. Das wäre Martin Greule (Drums, Vocals, Beatbox & Live-Looping), Stefan Kahne (Gitarre, Bass, Vocals, Producer) und am Keyboard David Heiner aus Mannheim. Sowohl Setlist als auch Besetzung variieren von Auftritt zu Auftritt, heute gab es keine Setlist, sie sind Profis und spielen spontan, bringen bekannte Songs mit spürbarer Leidenschaft und eigener Note auf die Bühne. Martin Greule erzeugt am Schlagzeug mit Percussion, Beatboxing und Loop-Technik Sounds, die elektronisch wirken, obwohl alles live und akustisch entsteht. Stefan Kahne bringt sein Gespür für Vintage-Rock und internationale Bühnenerfahrung mit – er hat unter anderem mit Musikern von Deep Purple, Eric Clapton und The Voice of Germany zusammengespielt. Beide waren mit „C3NTRAL“ bereits in Deutschland, Russland, Frankreich, England und den USA unterwegs.
The Space ist eine kleine feine Location mit tollem Blick auf die Haardt und die untergehende Sonne, heute allerdings ohne partielle Sonnenfinsternis. Noch ein wenig Zeit für Gespräche mit den Fans und bis zum Beginn um 19 Uhr noch Plätze frei. Das änderte sich dann schnell und ohne Reservierung musste man dann stehen oder auf die Terrasse ausweichen. Die Servicemitarbeiter waren im Dauereinsatz ohne Leerlauf. Den Einstieg zum Konzertabend versetzte einen in die Karibik mit dem Song „I shot the Sheriff“ von Bob Marley, gesungen von Stefan Kahne, der mit seiner Gitarre begleitete. Beim Gesang wechselten sich Stefan und Martin immer ab, mal sang der eine, mal der andere, je nachdem, welche Stimme zum Song besser passte. Bei „Love yourself“ von Justin Bieber kam der begleitende Trompetensound als Beatbox aus dem Mund von Martin. Die Gäste unterhielten sich während des Events blendend, so dass der Geräuschpegel ziemlich hoch war. „Sittin‘ in the morning sun“ von Otis Redding klang hervorragend durch die etwas rauchige Stimme von Stefan Kahne. Als die Sonne untergegangen war, erstrahlte das Space illuminiert in Grün-Blau, nur die Bandblieb im Dunkeln sitzen. Das Event entpuppte sich als ein wahrer Leckerbissen in The Space! Martin Greules Gesang zu „Talkin in your sleep“ von The Romantics mit einem etwas schnelleren Gitarrensolo von Stefan Kahne unterstützt brachte viel Applaus. Auch ein Solopart am Keyboard brachte für den jungen Musiker David Heiner einen Extraapplaus und ohne Unterbrechung gings weiter mit der Uptempo-Nummer „Shut up and dance with me“ von Walk the Moon. Immer mehr Gäste strömten ins The Space, aber alle konnten untergebracht werden, keiner wurde heimgeschickt. Viele hatten eine weitere Anreise hinter sich wie der Herr aus Waghäusel, den die Neugierde auf die Location hertrieb, denn die Band kannte er bereits ganz gut aus Herxheim. Resümee: „Ich bin begeistert!“ Auch aus Kaiserslautern kam eine junge Dame angereist, um die tolle Band live zu erleben.
Aus den 80ern gab es Musik von Nick Kamen „I promised myself“, ein Foxtrott vom Feinsten. Hierzu sollte Nico, der Barmann, rhythmisch die Shakebecher schütteln, dem er mit einem Schmunzeln gerne entgegenkam. Er schüttelte den ganzen Abend was das Zeug hielt und war in Übung. Mit dem typischen Pianopart wurde „Clocks“ von Coldplay performt, extra Applaus inbegriffen. „Iris“ von den Goo Goo Dolls und „Enjoy the silence“ von Depeche Mode noch vor der Pause. Es war Partytime und fast alle tanzten, mega Stimmung und Spaß. „Sunglasses at night“ von Renegade Hit Makers sowie einem Gitarrensolo von Stefan Kahne, in dem er zeigen konnte was in ihm steckt. Die Pause hatten sie sich dann redlich verdient.
Stefan Kahne performte „Under the bridge“ von den Red Hot Chilli Peppers in einem grandiosen Zusammenspiel mit der Band. Die Gäste zeigten sich begeistert. „Attention“ von Charlie Puth im Duett mit Martin Greule perfekt. Spielfreude pur bei den Bandmitgliedern und zu „Tainted love“ von Soft Cell strömten alle auf die freie Tanzfläche. „A sky full of Stars“ von Coldplay stimmsicher von Martin Greule performt mit Überleitung zu „Wake me up“. Aufwecken brauchte man niemand, denn der Abend war wundervoll unterhaltsam.
Von der Homepage der Band:
Stefan Kahne: Vintage Freak, liebt Rockmusik und steht auf so ziemlich alles, was old school ist. Angefangen hat er mit Instrumentals (The Shadows, The Sputniks, Dick Dale, The Ventures usw.), zusammen mit seinem Vater. Weiter ging's über Rockabilly zu seiner ersten eigenen Band, The Brights, mit denen er 2003 zur besten Beatles Cover Band Deutschlands gewählt wurde. Nach einigen weiteren Jahren in verschiedenen Bands und einem Lehramtsstudium, entschied sich Stefan, 2012, die Musik zu seinem Beruf zu machen. So kam es zu Gigs in ganz Deutschland, Russland, Frankreich, England, den USA und den deutschen Nachbarländern. Es folgten Auftritte mit The Heavytones (Stefan Raab), Ian Paice (Deep Purple), Steve Ferrone (Tom Petty, Eric Clapton), Emma Landford, Sydney Youngblood, Andrew Strong uvm. Neben den Live Gigs hat Stefan mittlerweile auch ein eigenes Studio. Dort wird produziert, geschrieben und gemixt u. a. mit Nosie Katzmann (Mr. Vain), Markus Sprengler (The Busters) oder auch mit Blair MacKichan (u. a. Sia). Für Stefan steht der Song und die Musik im Vordergrund. Sie ist sein Lebenselixier. Jeder Song wird zelebriert, als wäre es der letzte, den er seiner Gitarre spielen darf.
Martin Greule: A Different Drummer! Schon nach wenigen Takten ist klar, bei Martin Greule ist so einiges "different"... Sie hören Percussions, sehen aber keinen Percussionisten auf der Bühne? Sie meinen einen Loop zu hören, entdecken dann aber, dass er aus dem Mund des Schlagzeugers kommt... Sie Fragen sich ob das ein elektronisches, oder akustisches Schlagzeug ist? Woher kommt denn der Chor dieser Band? Was macht er wohl als Nächstes? Martin Greule ist ein kreativer Tüftler dem jedes Mittel recht ist die Sounds zu erstellen, die in seinem Kopf vorgehen, ohne dabei das Wichtigste aus den Augen zu verlieren: den Song! Die Bezeichnung Schlagzeuger stößt bei ihm früh an ihre Grenzen. Drummer, Percussionist, Sänger, Beatboxer, Loopgerät und Sampler... vereint in einer Person... machen Martin Greule zu einem der vielseitigsten und spannendsten Drummer unserer Zeit.
David Heiner: Bassist, Keyboarder, Synthesizer-Spieler aus Mannheim, spielte bei „Not My President“ und als Keyboarder bei Andreas Kümmert. Ausgezeichnet wurde er in Saarbrücken beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“, wo er den dritten Platz belegte, 2011 und 2012 kam er jeweils auf den ersten Platz. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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