Winzer aus den Anbaugebiete Ahr, Mittelrhein, Nahe, Pfalz und Rheinhessen feiern ihren Abschluss
Beruf mit Tradition und modernem Profil

Kammerpräsident, Ökonomierat Norbert Schindler, gratuliert den Winzerinnen und Winzer vom Anbaugebiet Pfalz.
  • Kammerpräsident, Ökonomierat Norbert Schindler, gratuliert den Winzerinnen und Winzer vom Anbaugebiet Pfalz.
  • Foto: Landwirtschaftskammer
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Bockenheim/Pfalz. „Deutschlands Weinland Nummer eins braucht gut ausgebildete Winzer, um auch in Zukunft den Weinbau in Rheinland-Pfalz weiterzuentwickeln. Jede neue Generation bringt frische Ideen in die Betriebe. Nutzen Sie Ihre beruflichen Chancen im Weinbau!“ Das gab der Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (LWJK), Ökonomierat Norbert Schindler, 133 jungen Winzern und zwei Helfern im Weinbau bei deren Abschlussfeier am gestrigen Donnerstag in der Emichsburg-Halle in Bockenheim mit auf den Weg.
Die Kammer nimmt in diesem Jahr landesweit rund 500 Abschlussprüfungen in den Grünen Berufen ab. In einigen Regionen sind die Prüfungen noch nicht abgeschlossen. In Bockenheim nahmen die 131 Winzer und zwei Helfer im Weinbau der Anbaugebiete Ahr, Mittelrhein, Nahe, Pfalz und Rheinhessen ihre Zeugnisse entgegen. 29 der Winzer legten ihre Prüfung im Rahmen ihres Dualen Studiengangs ab.
Schindler betonte, dass die Absolventen nun im Berufsleben angekommen seien, dass sie sich jedoch immer fortbilden müssten. „Für die Erweiterung weinbaulichen Wissens und Könnens gibt es in Rheinland-Pfalz beste Möglichkeiten. Sie können beispielsweise die Winzermeisterprüfung ablegen. Die Vorbereitungslehrgänge bietet die Kammer berufsbegleitend an.“ Der erfolgreiche Abschluss einer Meisterprüfung wird durch das Land Rheinland-Pfalz mit einem Aufstiegsbonus von 1.000 Euro belohnt. Weitere 2.500 Euro bekommt, wer sich nach erfolgreicher Meisterprüfung innerhalb von zehn Jahren selbstständig macht oder als Teilhaber einsteigt. Schindler begrüßt, dass immer mehr Frauen einen Grünen Beruf wählen. „Junge Winzerinnen sind nicht mehr wegzudenken und bringen frischen Wind und gute Ideen in die Branche.“
Auch im Grünen Sektor sei der Fachkräftemangel schon zu spüren. Die Anzahl derjenigen, die sich für eine Ausbildung zum Winzer entscheidet, ist 2018 erstmals seit fünf Jahren zurück gegangen. Um diesem Trend entgegen zu wirken, engagiert sich die LWK. So stellen zwei junge Kammermitarbeiterinnen im EU-Projekt „Passgenaue Besetzung“ die Grünen Berufe auf Messen und in Schulen vor. Sie haben eine Ausbildungsbörse aufgebaut, in der sich die Betriebe darstellen und interessierte Jugendliche schnell eine Übersicht über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten erhalten können. Die Landwirtschaftskammer wirkt auch am Ovalen Tisch für Ausbildung und Fachkräftesicherung der Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit. „Wir haben attraktive Berufsfelder. Doch wir müssen diese auch aktiv bewerben, damit junge Menschen die Chancen erkennen, die Grüne Berufe bieten“, betonte Schindler. Der Präsident dankte den Ausbildern, Berufsschullehrern und Prüfern für ihr Mitwirken in der dualen Ausbildung. Ein besonderer Dank ging an die Dienstleistungszentren Ländlicher Raum und die Ausbildungsbetriebe. Aktuell bilden in Rheinland-Pfalz rund 900 Betriebe in den Grünen Berufen aus, um die Auszubildenden fit und zukunftsfähig zu machen. Gut 1/3 dieser Betriebe bilden Winzer aus.
Während der Veranstaltung wurden auch Prüfungsausschussmitglieder für ihren langjährigen Einsatz geehrt, ohne deren Mitwirken eine Durchführung der Prüfungen in der gewohnten Form nicht zu gewährleisten wäre. ps

Autor:

Jürgen Link aus Lauterecken-Wolfstein

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