Jugendfreizeit – aber katholisch! – Göllheimer Jugend erlebt Geschichte und Glaube in Griechenland
- 18 Jugendliche reisten mit Pfarrer Josef Metzinger und Betreuern für zwei Wochen ins Land der Antike
- Foto: Rita Stabel
- hochgeladen von Ralf Vester
Göllheim. Die katholische Jugend der Pfarrei Hl. Philipp der Einsiedler aus Göllheim unternahm in diesem Jahr ihre Auslandsfreizeit nach Griechenland. 18 Jugendliche reisten mit Pfarrer Josef Metzinger und Betreuern für zwei Wochen ins Land der Antike – unter dem Leitgedanken von Selbsterkenntnis, Demokratie und christlicher Tradition.
Das Programm führte die Gruppe nach Athen, Mykene, Epidauros, Korinth und Delphi. In Athen standen die Akropolis, die griechische und römische Agora sowie der Lycabettus-Berg auf dem Plan. Bei über 40 Grad war das kein einfacher Ausflug, dennoch wurde das gemeinsame „Vater unser“ auf dem Berg zu einem besonderen Erlebnis. In Mykene beeindruckte das UNESCO-Welterbe „Löwentor“, in Epidauros erfuhren die Jugendlichen, wie die Antike Gesundheit verstand.
Auf den Spuren des Apostels Paulus besuchte die Gruppe Korinth. An der „Bema“, dem Predigtort des Paulus, inszenierte Pfarrer Metzinger ein Streitgespräch zur Glaubensverteidigung. Eine Schiffspassage durch den Kanal von Korinth schloss den Tag ab. In Delphi, dem „Nabel der Welt“, gedachten die Jugendlichen der Opfer des Massakers von Distomo und besuchten das Grab des Evangelisten Lukas.
Neben den inhaltlich dichten Tagesfahrten blieb Zeit für Erholung – sei es am Pool, beim Baden am Strand von Schinias oder beim Stadtbummel in Athen. Wegen der extremen Hitze herrschte allerdings Waldbrandgefahr; Polizei und Feuerwehr überwachten die Region engmaschig.
Pfarrer Metzinger organisiert seit über 30 Jahren Jugendfreizeiten und hat in 32 Auslandsfahrten über 900 Jugendliche begleitet. Die Reisen verbinden nicht nur historische und religiöse Inhalte, sondern fördern auch Gemeinschaft und Selbstreflexion. Finanziert wurde die Fahrt durch Eigenaktionen wie Kuchenverkauf und ein Orgelkonzert sowie durch Spenden.
Das Fazit der Teilnehmer fiel eindeutig positiv aus: Die Reise sei anstrengend, lehrreich und verbindend gewesen. „Wir haben nicht nur viel über das antike Griechenland gelernt, sondern auch über das heutige Leben der Griechen“, so Betreuerin Sarah Braun. rav/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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