Mehr Platz für Helfer – Frankenthal setzt das richtige Signal
- Das THW ist der Frankenthaler Stadtspitze sehr wichtig.
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Frankenthal. Mit der Entscheidung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität (ASKM) vom 12. März hat die Stadt Frankenthal ein wichtiges Signal gesetzt. Der Ausschuss hat den Weg für eine langfristige Sicherung und Erweiterung des Standortes des Technischen Hilfswerks (THW) bereitet. Grundlage ist ein sogenannter Letter of Intent, eine Absichtserklärung zwischen der Stadt Frankenthal und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Noch steht der finale Beschluss des Stadtrates am 25. März aus – doch schon jetzt ist klar: Frankenthal will den THW-Standort dauerhaft sichern und weiterentwickeln.
Das ist eine richtige und notwendige Entscheidung.
Ein wachsender Ortsverband braucht Platz
Der THW-Ortsverband Frankenthal ist seit Jahren ein zentraler Bestandteil der kommunalen Gefahrenabwehr. Ob bei Hochwasserlagen, Sturmschäden oder technischen Hilfeleistungen – die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stehen bereit, wenn schnelle Hilfe gebraucht wird. Gleichzeitig ist der Ortsverband in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen – sowohl personell als auch strukturell. Neue Facheinheiten sind hinzugekommen, die Zahl der Mitglieder ist gestiegen. Doch die Infrastruktur konnte mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten. Der aktuelle Standort verfügt über rund 3.000 Quadratmeter Fläche – weniger als die Hälfte des tatsächlich benötigten Raums für Ausbildung, Fahrzeuge und Material. Eine Erweiterung innerhalb der bestehenden Grundstücksgrenzen ist nicht möglich. Die Lösung liegt deshalb auf der Hand: die Erweiterung des Geländes um eine angrenzende städtische Fläche.
Stadt übernimmt Verantwortung
Dass die Stadt Frankenthal diesen Weg nun aktiv unterstützt, ist ein starkes Signal. Sie übernimmt im Rahmen ihrer Planungshoheit die notwendigen Schritte zur Schaffung von Baurecht. Dazu gehören die Teiländerung des Flächennutzungsplans von 1998 sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans. Auch finanziell geht die Stadt in Vorleistung. Die Kosten für Bauleitplanung und notwendige Gutachten werden von der Kommune getragen. Das ist mehr als eine Formalität – es ist ein klares politisches Bekenntnis zur Bedeutung des Katastrophenschutzes. Vorbereitet und begleitet wird der Prozess durch die direkt Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer unterstellte Stabsstelle Strategie, Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung.
Investition in Resilienz
Gerade in Zeiten zunehmender Extremwetterereignisse gewinnt der Zivil- und Katastrophenschutz immer mehr an Bedeutung. Wenn von „kommunaler Resilienz“ gesprochen wird, dann meint das nicht nur Strategiepapiere – sondern funktionierende Strukturen vor Ort. Der geplante Zeitplan ist dabei ambitioniert, aber realistisch. Ziel ist es, die Aufstellungsbeschlüsse für die Bauleitplanung bis spätestens zum dritten Quartal 2026 zu erreichen und parallel die vertraglichen Grundlagen für den Flächenerwerb zu erarbeiten.
Ehrenamt verdient Rückhalt
Organisationen wie das THW leben vom Ehrenamt. Menschen investieren ihre Freizeit, trainieren regelmäßig und stehen im Ernstfall bereit, wenn andere Hilfe brauchen. Die Erweiterung des Standortes ist deshalb weit mehr als ein Bauprojekt. Sie ist eine Investition in Sicherheit, in funktionierende Strukturen – und in die Menschen, die sich für die Gemeinschaft einsetzen. Wenn der Stadtrat Ende März zustimmt, wäre das nicht nur ein formaler Beschluss. Es wäre ein klares Signal: Frankenthal steht hinter seinem THW. [rgb]
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |
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