Kommunale Wärmeplanung: Stadt Frankenthal veröffentlicht Zwischenbericht

Die Kommunale Wärmeplanung legt fest, wie Frankenthal künftig klimafreundlich und effizient mit Wärme versorgt werden soll  | Foto: Daniel Jędzura/stock.adobe.com
  • Die Kommunale Wärmeplanung legt fest, wie Frankenthal künftig klimafreundlich und effizient mit Wärme versorgt werden soll
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Frankenthal.  Die Stadt Frankenthal hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung gemacht: Der Zwischenbericht zur kommunalen Wärmeplanung wird veröffentlicht. Grundlage des Berichts ist eine umfassende Bestands- und Potenzialanalyse zum Gebäudebestand sowie zu erneuerbaren Energiequellen im Stadtgebiet. Die zentralen Ergebnisse der Analyse wurden bereits am 25. November 2025 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität vorgestellt und nun in einem Zwischenbericht zusammengefasst. Dieser wird in der Zeit von Montag, 26. Januar, bis einschließlich Freitag, 27. Februar, öffentlich zugänglich gemacht. Der Zwischenbericht ist während dieses Zeitraums online unter www.frankenthal.de/waermeplanung einsehbar. Zusätzlich liegen die Unterlagen im Foyer des JM-Centers im Nachtweideweg 1–7, während der Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 8.00 bis 16.30 Uhr) öffentlich aus.

Inhalte des Zwischenberichts

Der Zwischenbericht zur kommunalen Wärmeplanung enthält unter anderem eine detaillierte Analyse des aktuellen Gebäudebestands in Frankenthal, einschließlich Baualtersklassen, Nutzungsarten und derzeitiger Wärmeversorgungssysteme. Zudem werden der heutige Wärmebedarf sowie die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen im Stadtgebiet dargestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Potenzialen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Betrachtet werden dabei insbesondere erneuerbare Energiequellen wie Umweltwärme, Geothermie und Solarthermie sowie Abwärmepotenziale. Darüber hinaus werden Möglichkeiten für den Ausbau von Wärmenetzen und für dezentrale Einzelversorgungslösungen aufgezeigt. Auf Grundlage der Bestands- und Potenzialanalyse werden erste strategische Ansätze für die Wärmewende in Frankenthal beschrieben. Dazu zählen die Identifikation potenziell geeigneter Gebiete für Wärmenetze, Hinweise auf zukünftige Entwicklungsschwerpunkte sowie erste Handlungsempfehlungen als Vorbereitung für den im Endbericht vorgesehenen Maßnahmenkatalog.

Stellungnahmen ausdrücklich erwünscht

Alle Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Interessierte haben während der Veröffentlichungsfrist die Möglichkeit, Stellungnahmen zur kommunalen Wärmeplanung abzugeben, bevorzugt per E-Mail an klima@frankenthal.de. Alternativ kann Feedback auch schriftlich eingereicht werden an das Klimabüro Frankenthal, z.Hd. Stefanie Klinner, Nachtweideweg 1-7, 67227 Frankenthal.

Bürgerinfoveranstaltung am 19. Februar

Ergänzend zur Veröffentlichung lädt die Stadt Frankenthal zu einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung ein. Diese findet am Donnerstag, 19. Februar, um 19 Uhr im CongressForum Frankenthal (Konferenzraum 3, Stephan-Cosacchi-Platz 5) statt. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer und Klimaschutzmanagerin Stefanie Klinner stellt das beauftragte Büro EnergyEffizienz GmbH die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse sowie die entwickelte Wärmewendestrategie vor. Präsentiert werden unter anderem potenzielle Eignungsgebiete für Wärmenetze und Einzelversorgung sowie ein Maßnahmenkatalog für den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Fragen zu Heizungsoptionen für einzelne Gebäude zu stellen. Um Anmeldung an klima@frankenthal.de zur besseren Planbarkeit wird gebeten, sie ist aber nicht zwingend erforderlich.

Ausblick auf den Endbericht

Die Endergebnisse der kommunalen Wärmeplanung werden in einem abschließenden Endbericht zusammengefasst. Die Offenlage dieser Ergebnisse erfolgt im Anschluss an die Bürgerinformationsveranstaltung. Auch hierzu wird es erneut eine Beteiligungsmöglichkeit für die Öffentlichkeit geben. Der Abschluss der kommunalen Wärmeplanung und die Veröffentlichung des finalen Endberichts sind für Mai 2026 vorgesehen.

100-prozentige Förderung durch den Bund

Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung in Frankenthal wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative zu 100 Prozent durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Mit dieser Initiative unterstützt der Bund seit 2008 Projekte zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur nachhaltigen Verankerung des Klimaschutzes auf kommunaler Ebene. [red]

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Autor:

Reiner Bohlander aus Frankenthal

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