Brand in Weisenheim - Prozeß
Wird nun versucht die Wahrheit zu finden?

Foto: kostenloses Stockphoto von Pixabay

Nun wird es am Dienstag, den 09.12.2025 um 13 Uhr im Sitzungssaal 20 des Landgerichtes Frankenthal zum Prozeß gegen einen der Bewohner der betreuten Wohngemeinschaft in der Fingerhutgasse in Weisenheim am Sand kommen.
Der ursprünglich angesetzt Termin am selben Tag um 14 Uhr wurde vorverlegt, was mir die Beamten am Einlass des Landgerichtes heute sagten.
Das Verfahren findet unter dem Aktenzeichen Az. 1 Ks 5320 Js 21052/25 wegen des Versuchs des Mordes, Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung statt, was bedeutet, das das Verfahren vor der 1. großen Strafkammer als Schwurgericht stattfindet (1 Ks bedeutet 1. Kammer Schwurgericht, Js bedeutet bekannter Verdächtiger).

Das Verfahren wird öffentlich sein und sich wie angekündigt über mehrere Tage hinziehen.
Fortsetzungstermine sind vorgemerkt wie folgt:
:
Mittwoch, 10.12.2025, 09:00 Uhr

Mittwoch, 17.12.2025, 09:00 Uhr

Mittwoch, 07.01.2026, 09:00 Uhr

Donnerstag, 08.01.2026, 09:00 Uhr

Mittwoch, 14.01.2026, 09:00 Uhr

Was mir aufstößt, ist die Tatsache, das die Mitbewohner erst jetzt nach 1/2 Jahr als Zeugen gehört werden und zwar erst am Mittwoch den 10.12. nachmittags.

Warum wurde erst von einer Zigarettenkippe berichtet, später nicht mehr?
Warum erfolgte eine Zeugenaussage der wichtigsten Zeugen ein halbes Jahr erst später?
Warum nahm man in Kauf und tut es weiter, das sich Zeugen nicht mehr genau erinnern könnten?
Der Beschuldigte steckt seit 1/2 Jahr in einer äußerst prekären Situation ganz allein . Sollte auch er dazu angeleitet werden seine Erinnerung anzupassen?
Die Mitbewohner der WG haben Anweisung nicht mit mir zu sprechen. Das kann sogar sinnvoll für die Wahrheitsfindung sein. Nur dann hätte diese aber vor 1/2 Jahr beginnen müssen.

Da ich an die WG die Termine der Gerichtsverhandlungen geschrieben hatte und diese überholt waren, ging ich heute selber vorbei, um diese Fehlinformation zu berichtigen.

Was ich hören durfte, war die allgemeine Dankbarkeit aller Bewohner dem Förderverein gegenüber, der sie betreut und wohl auch nach dem Brand sehr engagiert versorgte.
Meine Anwesenheit heute war dort nicht von jedem erwünscht.
Das Bedürfnis abschließen und weitergehen zu können ist sehr präsent.

Trotzdem erscheint mir das Anführen einer angeblichen Aussage, die der betroffene Bewohner der Polizei gegenüber gemacht haben soll, als sehr mit Fragezeichen zu versehen.
Denn erst jetzt tauchte diese Aussage auf, angeblich aber schon der Tatnacht gemacht.
Auch lässt sich das irre Tempo, welches der Brand vorlegte, kaum mit der Vorgabe angezündeter Kleidung erklären oder ein schwelenden Kippe.
Sowohl eine brennende Matratze als auch brennende Kleidung hätten zuerst zu starkem Qualm geführt und einem anspringen des Rauchmelders.
Es bleibt erklärungsbedürftig, warum eine Trennwand umfiel und warum so kurz nach Piepsen des Rauchmelders die Ziegel aus dem Dach auf die Straße knallten. Der "Täter" hatte  vorher im Treppenhaus einen Mitbewohner angesprochen, weil er meinte, Rauch zu riechen. Das hatte man als Anzeichen einer Psychose interpretiert.
2 mal vorher sprach er jemanden in der Nacht deswegen an. Warum scheint das vergessen? Man deutete das als Anzeichen einer Psychose und damit als Schuldanerkenntnis. Jetzt heißt es, das er es wohl gewesen sein muss, weil er das ja der Polizei gegenüber gestanden hätte. Wohl schon in der Nacht. Sonst wäre er ja wohl auch nicht in die Klinik gekommen.
Dabei wussten bis vor kurzem die Mitbewohner nicht von einer Aussage von seiner Seite aus, wussten gar nichts weiter. Nun heißt es aber, das er wohl schon in der Nacht ausgesagt hätte. Das passt nicht.

Und ich denke eher ganz allgemein: wollte ich mich um bringen oder meine Mitbewohner, ich würde eines tun vorher: den Rauchmelder deaktivieren.

Dadurch, das erst jetzt die Mitbewohner vernommen werden, ging wertvolle Information verloren, die auch der Aufklärung hätte dienen können, wenn man dann das gewollt hätte. Erst ein halbes Jahr später den Prozess anzusetzen und erst dann Zeugen zu hören. Für mich stinkt das.
1/2 Jahr Zeit in der Forensik lassen jemanden doch überdenken, was er sagen kann und darf. Dazu passt auch, das ihm seine Mitbewohner egal gewesen wären. Diese waren bis jetzt ihn auch nicht besuchen, sind enttäuscht, geben ihm die Schuld.
Wahrheitsfindung geht anders.

Ich wünsche mir eine aufrichtige ehrliche Klärung und Untersuchung, damit alle weitergehen können in ihrem Leben.

Es ist schwer heutzutage eine Bleibe zu finden und in erster Linie sollten wir alle danken, das es nicht schlimmer kam.
Das Hab und Gut der meisten Bewohner wurde durch den Brand zerstört und egal ob schuldig oder nicht - die sie wollen Abstand von der Nacht und damit auch von dem Mitbewohner, der all dies auslöste einem Mitbewohner, der schon vorher immer mehr sich zurückgezogen hatte, einem Mitbewohner, von dem ihnen erzählt wurde, das sie ihm egal gewesen wären.

Ich wünsche mir für alle Gerechtigkeit und weiter Unterstützung, so gut es geht.

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Autor:

Maiken Liefeith aus Frankenthal

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