ADAC Racing Weekend
Spannender Auftakt des ADAC Racing Weekend in Hockenheim

Bruno Görtz (vorne) fährt in diesem Jahr in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 und im ADAC Tourenwagen Junior Cup | Foto:  Foto: Porsche Sports Cup Deutschland
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  • Bruno Görtz (vorne) fährt in diesem Jahr in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 und im ADAC Tourenwagen Junior Cup
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Hockenheim. Am vergangenen Wochenende absolvierte das ADAC Racing Weekend auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg seinen Auftakt in die Saison 2026. In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 gewann Jan Antoszewski (Porsche 911 GT3 Cup (992)) beide Läufe, in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 hießen die Sieger Nikodem Sobczyk und Rasmus Vendelbo (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)). Alex Mohr (VW up! GTI) war in den beiden Heats des ADAC Tourenwagen Junior Cup nicht zu bezwingen, während Thomas Westarp (Audi R8 GT3 Evo II) zweimal den größten Pokal in der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) mitnahm. In der Youngtimer Trophy ließen sich Adrian Remmele (Opel Kadett C Coupe GT/E) und Ingo Pütz (Porsche 911 RSR) als Sieger feiern, in der Cup & Tourenwagen Trophy waren Sascha Faath (BMW E92 M3) und Thomas Plum (Porsche 911 GT3 Cup) die besten Teilnehmer.

Porsche Sprint Challenge GT3: Routinier Antoczewski zweimal vor Youngster Ljungberg
Lauf eins der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 sah drei Piloten in engem Abstand um den Hockenheimring fahren, doch keiner von ihnen machten einen Fehler, so dass der jeweilige Hintermann nie eine Chance auf einen Überholvorgang hatte. Und so wurden sie nach 30 Minuten in der Reihenfolge Jan Antoszewski vor Joel Hohmann und Mads K. Ljungberg (alle Porsche 911 GT3 Cup (992)) abgewinkt. Im zweiten Rennen wiederholte Antoszewski seinen Erfolg. Hohmann hatte sich zu Beginn auf Platz zwei eingereiht, verlor diesen aber an Ljungberg. Nach neun Runden rollte Hohmann plötzlich aus, so dass Pro/Am-Starter Josef Hrdlicka (Porsche 911 GT3 Cup (992)) die dritte Stelle übernahm. Vor ihm kreuzten Antoszewski und Ljungberg die Ziellinie.

Porsche Sprint Challenge GT4: Zwei Gewinner zum Auftakt
Rasmus Vendelbo (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) setzte sich zu Beginn des ersten Laufs der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 an die Spitze, verlor diese aber nach einem Zweikampf mit Nikodem Sobczyk (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) und schied später aus. Sobczyk siegte vor den beiden Pro/Am-Piloten Daniel Reiter und Adrian Wolf (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)), nachdem den ursprünglich als Zweiten gewerteten Bruno Görtz (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) eine 30-Sekunden-Strafe wegen Verursachens einer Kollision auf Rang fünf zurückwarf. In Lauf zwei sollte Vendelbo mehr Glück haben, dieses Mal brachte er den ersten Platz ins Ziel. Luka Wlömer (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) sicherte sich Position zwei vor Sobczyk, dem Triumphator des ersten Heats.

Mohr überrascht mit Doppelerfolg im ADAC Tourenwagen Junior Cup
Alex Mohr feierte seinen ersten Sieg im ADAC Tourenwagen Junior Cup, in dem alle Teilnehmer einen VW up! GTI steuern. Nach der ersten Runde von Rennen eins fand er sich noch auf Platz zwei hinter Finn Niklas Wollnik wieder. Als er seinen Vordermann in Runde sieben attackierte, berührten sich beide Fahrzeuge und Wollnik schied aus. Mohr erbte die Führung und brachte diese vor Linus Parbel und Matti Klasen ins Ziel. Auch in Lauf zwei hatte zunächst Wollnik die Spitze in seiner Hand, fand sich dann aber als Dritter in einem Dreikampf mit Leader Mohr und dem zweitplatzierten Parbel wieder. Gegen Ende des Rennens gesellte sich auch noch Moritz Groneck hinzu, der nach dem Start auf Rang elf zurückfiel, dann aber eine starke Aufholjagd zeigte. In der letzten Kurve kollidierten Parbel und Wollnik, Mohr gewann. Als Zweiter wurde Matti Klasen gewertet, als Dritter Lennard Zerbe.

Ereignisreich war das Wochenende für Bruno Görtz, der nach zwei Jahren im ADAC Tourenwagen Junior Cup nun parallel auch in der Porsche Sprint Challenge Deutschlands GT4 antritt. „Eigentlich wollte ich nur an den Porsche-Rennen teilnehmen, die an Wochenenden ohne den ADAC Tourenwagen Junior Cup stattfinden. Aber dann habe ich mich doch für die Saisonnennung entschieden – wir sind ja eh da, dann können wir auch gleich den Porsche mitnehmen.“ Der 21-Jährige empfindet den Wechsel zwischen dem VW up! GTI und dem Porsche Cayman GT4 nicht als problematisch. „Die beiden Autos sind so unterschiedlich, es fühlt sich fast so an, als wäre ich auf zwei unterschiedlichen Strecken unterwegs. Wären die Autos sich ähnlicher, wäre es sicher schwieriger.“ Mit seinen Leistungen in Hockenheim war er grundsätzlich zufrieden, auch wenn er nicht vom Glück verfolgt war: Einen zweiten Rang in der Porsche Sprint Challenge GT4 musste er wegen des Verursachens einer Kollision abgeben und einen zweiten Platz im ADAC Tourenwagen Junior Cup verlor er nach einer Disqualifikation wegen fehlender technischer Ausrüstung.

Westarp, Wieninger und Golz klettern je zweimal auf das STT-Podest
Stefan Wieninger (Porsche 911 GT3 R (992)) zeigte auf der Strecke keine Zweifel, dass der Wechsel von Audi auf Porsche die richtige Wahl war, er wurde im ersten Durchgang der STT als Erster abgewinkt. Doch seinen obligatorischen Boxenstopp trat er sechs Sekunden zu spät an, was ihm laut Reglement 60 Strafsekunden bescherte. Damit fiel Wieninger auf Rang drei zurück, der Siegerpokal ging an Thomas Westarp. Michael Golz steuerte seinen Lamborghini Huracan GT3 Evo auf die zweite Position. Im zweiten Rennen wollte Wieninger es besser machen und führte bis zur letzten Kurve. Dann stand eine Überrundung an, die nicht ohne Probleme funktionierte. Der hinter Wieninger lauernde Westarp ließ sich nicht zweimal bitten, zog vorbei und wurde wenige Meter später als Sieger gefeiert. Wieninger belegte P2, Golz komplettierte als Dritter die Podiumsbesetzung.

Große Fahrzeugvielfalt in der Youngtimer Trophy
Im ersten Durchgang der Youngtimer Trophy lieferten sich Michael Nolte (Opel GT MN) und Adrian Remmele ein spannendes Duell um die Spitze, in dem die Führung mehrfach wechselte. Bis zum Pflichtboxenstopp zog sich der Zweikampf, dann konnte Remmele sich endgültig vor Nolte setzen und seinen Vorsprung immer weiter vergrößern. Für Nolte, der mit abbauender Reifen kämpfte, sollte es noch schlimmer kommen, denn er musste seinen Opel kurz vor der Zielankunft mit einem gerissenen Gaszug abstellen. Remmele gewann das Rennen somit vor Edy Kamm (Volkswagen Golf II GTI 16V) und dem Duo Michael Stams / Heiko Hülsmann (Opel Kadett B 1900). Im zweiten Heat, in dem die zweite Youngtimer-Gruppe startete, hatten sich bereits zu Beginn einige Porsche die ersten Plätze gesichert. Ingo Pütz führte vor Jürgen Rudolph / Heiko Hammel (Porsche 964) und André Kunkel / Michael Funke (Porsche 911 RSR), bis letztgenanntes Duo auf der Stecke ausrollte. Damit schoben sich Edgar Salewsky / Nick Salewsky (Porsche 911 RSR) auf Position drei, konnten diesen aber gegen Hans Ulrich Kainzinger (Porsche 964 RSR) nicht verteidigen. Im Ziel lautete die Reihenfolge Pütz vor Rudolph / Hammel und Kainzinger.

Cup & Tourenwagen Trophy: Erst Platz zwei für Plum, dann Sieg
Die Cup & Tourenwagen Trophy trat auf dem Hockenheimring mit dem größten Feld in einem Rennen an, insgesamt 39 Fahrzeuge nahmen Lauf eins auf. In diesem Heat waren die Positionen in den Top drei schon früh bezogen mit Sascha Faath vor Thomas Plum (Porsche 911 GT3 Cup) und Michael Nolte (Porsche Supercup 3500). Diese Reihenfolge sollte sich bis zum Ende des Rennens nicht mehr ändern. Der zweite Durchgang wurde zur Beute von Plum. Zunächst auf Rang drei, überholte er erst Michael Fuchs (Mitsubishi Lancer Evo 9) und dann den führenden Nolte. Während Plum die Spitze nicht mehr abgab, rutschte Nolte noch auf die siebte Stelle ab und Fuchs schied sogar aus. P2 eroberte letztendlich Elias Funke vor Roger Vögeli (beide Opel Astra TCR).

Motorsportfans dürfen sich schon jetzt auf ein weiteres Highlight im Rennkalender 2026 freuen: Am 3. und 4. Oktober 2026 macht das ADAC Racing Weekend erneut Station auf dem traditionsreichen Hockenheimring Baden-Württemberg. Die beliebte Veranstaltungsreihe verspricht auch im kommenden Jahr packenden Motorsport, spannende Rennen und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Besucherinnen und Besucher jeden Alters.

Mit seinem einzigartigen Flair zählt der Hockenheimring seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Motorsportstätten Deutschlands und bietet die perfekte Kulisse für ein Rennwochenende voller Emotionen, Geschwindigkeit und Begeisterung. Teams, Fahrer und Fans dürfen sich auf hochklassigen Motorsport und eine besondere Atmosphäre in der Metropolregion Rhein-Neckar freuen.

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Bruno Görtz (vorne) fährt in diesem Jahr in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 und im ADAC Tourenwagen Junior Cup | Foto:  Foto: Porsche Sports Cup Deutschland
Siegerehrung der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3: Joel Hohmann (links), Sieger Jan Antoszewski (Mitte), Mads K. Ljungberg (links)
 | Foto: Foto: Porsche Sports Cup Deutschland
Thomas Westarp gewann beide Rennen der STT | Foto: Foto: STT
Autor:

Andreas Müller aus Frankenthal

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