Brand im betreuten Wohnen Weisenheim
Persönliche Nachlese

Symbolphoto | Foto: Stockphoto Pixabay, Skizze Maiken Liefeith
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Heute, wo ich endlich mehr Abstand finde, schreibe ich noch einmal meine Eindrücke auf.

Es ist so, das ich froh war, psychisch so reduziert zu sein, das ich das Urteil verpasste.

Mein Ruhebedürfnis war zu stark gewesen und so hatte ich zu spät gemerkt, das ich mich im Datum geirrt hatte.

Aus diesem gleichen Grund schlug ich auch darüber keine Zeitung mehr auf seitdem.

Mein Wunsch war, daß es für alle Beteiligten eine faire und menschliche Lösung gäbe.

Allerdings bezweifelte ich schon damals, das vor Gericht "die Wahrheit gefunden" würde.

Mein Eindruck bleibt auch im Nachhinein:

Ich bezweifle, das der Beklagte diesen Brand wissentlich verursachte, wenn überhaupt.

Er ging mit seinem Verteidiger am Ende den Weg mit der größten Chance, ein mildes Urteil zu erhoffen.

Die Verhandlung war in meiner Wahrnehmung in sich schräg.

Alles war freigeräumt für einen großen Bahnhof mit einigen Plätzen extra für die Presse und auch einem Extraplatz für den Gerichtsdienerdort, die dann fortblieb, genau so wie das andere Publikum.

Außer einer Dame von der Rheinpfalz und mir war da kein Publikum.

Dabei hatten selbst das SWR, ARD schon vollmundig von dem Brand berichtet, ausgelöst durch einen psychisch Kranken.
Warum laufen die eigentlich noch frei herum?

Der Umgang zwischen allen vor Gericht, vom Verteidiger über die Schöffen bis hin zum Staatsanwältin und dem Sachverständigen war so richtig familiär bis hin zur Distanzlosigkeit, Geschichten von der Familie, aber auch dem Gericht. Irgendwo war da auch ein Axtmörder, der erwähnt wurde. Mir war das Ganze zwischendrin etwas arg entspannt und vertraut.

Das ging dann auch im Prozess manchmal so. So korrigierte die Richterin die Aussage einer Zeugin (der Sanitäterin des Rettungswagens) 2 mal, weil sie meinte, der Beklagte müsse anderes gesagt haben und sie müsse anderes gehört haben.
Eine Schöffin kommentierte kichernd der Richterin die Unglaubwürdigkeit des Beklagten, etwas, wo ich immer dachte, das dies während eines Prozesses Schöffen nicht sollten. 
Allein der Schöffe ganz rechts schwieg eisern.

Der Brandsachverständige erklärte so, das nicht klar war, war er nun wirklich vorgefunden hatte - jedenfalls mir nicht. Und nicht ohne Kompass.
Auch blieb er die Antwort nach Einhalten des Wartungsintervalls der Rauchmelder schuldig. Er erwähnte mit keinem Wort, wann die Rauchmelder das letzte mal kontrolliert worden waren.
Das Bild was er als eventuellen Ursprungsort des Brandes zeigte, schien von Google geliehen, sah aus wie ein Stockfoto zur Illustration von Brandursachen. Es zeigte einen Teppich mit Spuren der Brandausbreitung, verursacht aber wohl mit Flüssigkeit, einem Brandbeschleuniger.

Der Beklagte sprach aber dann von Kleidung, der er angeblich angezündet hatte. Kleidung, die er wahllos aus herumliegenden Altkleider zusammengesucht hatte. Und er trug vom Beginn Dezember 2025 bis Januar 2026 vor Gericht immer die gleiche billige Jogginghose aus Mischgewebe wie auch einem warmen Pullover -dito. Das hätte angezündet niemals hell gebrannt, eher gekokelt, gequalmt und gestunken. Wobei ich davon ausgehe, das er ansonsten ähnlich gekleidet war zur Tatzeit.

Um mir selber noch einmal klar zu werden, machte ich aus der Erinnerung eine Skizze.

Skizze vom Brandort nach dem Diavortrag des Brandsachverständigen, so wie besehen bei der Verhandlung am Gericht in Frankenthal vor der 1. Kammer | Foto: Stockphoto Pixabay, Skizze Maiken Liefeith
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Wie ich aus den Bilder vom Brandort erinnere, war das Bett des Beklagten an der Dachschräge kaum verkohlt. Wie hat das sein können, wo dort angeblich der Brand ausgebrochen war? Wie hat dann aber von dort der Brand zur Bretterwand hinspringen können - dorthin, wo dann die Trennwand lichterloh brennend auf seinen Mitbewohner fiel?

Aus welchem Buch hatte der Brandsachverständige die Bezeichnung des "verkohlten Haupthaares"? Von wann war denn das Buch? Und warum war dies relevant als indirekte Schuldzuweisung"? Der Beklagte hat fast Vollglatze. Was konnte da groß verkohlen?
Warum fragte man nicht, wie es zur Brandverletzung am Arm kam?

Warum waren die Rauchmelder in Flur und im Beklagtenzimmer angesprungen, aber nicht im L-Zimmer? Bei Absicht hätte der Beklagte doch besser den Rauchmelder vorher ausgeschaltet. Wieso fand der Brandexperte 2 mögliche Brandentstehungsorte?

Hat der Brandexperte bei Schutt im Zimmer von 20 cm ALLES herausgeräumt. Echt mal, wirklich?

Laut Herrn M. hatte  der Beklagte vorher von Geruch im Treppenhaus gesprochen, auch später noch seine Mitbewohnerin so gewarnt.  Sein Mitbewohner nahm das später als Schuldbeweis, da "die Psychose" nicht logisch wäre.

Das bringt mich noch einmal zum psychiatrischen Sachverständigen.

Wenn der 2 Stunden mit dem Beklagten gesprochen hatte, warum konnte er da kaum Inhalt wieder geben?
3 Monate nach Verbringen in die Forensik wurde der Mann befragt.
Das ist eine lange Zeit, nach zu denken und zu überdenken, wie hoch die Chancen stehen, da je wieder heraus zu kommen.
Auch werden erfahrenere Zimmergenossen ihn dann wohl beraten haben, was er besser sagen solle und was nicht.

Was die Aussagen des Sachverständigen hinsichtlich einer Schizophrenie angehen, so sehe ich sie weiter als weltfremd an.

Er beklagte, das kein Schizophrener ihn in seine Psychose "mitgenommen" hätte.
Hat er vielleicht einmal bedacht, das da weniger war und ist, als er hinein geheimsen würde?
Oder war ihm eher daran gelegen, eine vorgefasste Diagnostik nebst Lehrmeinung bestätigt zu erhalten?
Irgendwie erinnert mich der ganze Zinnober rundum diese so "geheimnisvolle" Erkrankung der Schizophrenie  an  ähnliche Mechanismen wie bei der Hexenverfolgung. 
Es wurde immer eine "Verhexung" gefunden. Keiner kam frei.
Die ärztlichen Annahmen wurden immer bestätigt.

Der ehrenwerte Herr Sachverständige  sprach davon, das eine nachgewiesene Schizophrenie in der Familie und eine drogeninduzierte Psychose ein klassischer Fall der Vererbung wären. Für mich wäre das zu erklären.

Von Quetiapin und warum man da vor Einnahme einen Spiegel kontrolliert, wusste er auch wenig. Manch ein Organismus baut Quetiapin nämlich gut ab, während manche Menschen dies akkumulieren.
Deshalb prüft man den Spiegel auch um eine Überdosierung zu vermeiden, nebst Gewicht und EEG.

Auch ist das, was er als "Lösung" anpries, 2 Jahre Aufenthalt nebst lebenslanger Einnahme von Neuroleptika etwas, was normal vermieden wird. Das Gehirn baut ab durch Neuroleptika. Ob der Beklagte überhaupt noch Werkstattreife wieder erlangen wird, ist anzuzweifeln.
Wer wird ihn denn noch aufnehmen wollen danach außer irgend ein Heim? Wer würde ihn noch anstellen als verurteilten Irren aus der Forensik?

Was nicht zur Debatte stand bei dem ganzen Reden des Sachverständigen und den Schöffen und der Staatsanwältin, Richterin:

Die Gefährdung von Menschenleben durch Fahrlässigkeit, Verantwortungslosigkeit dadurch, das man Menschen und deren Betreuer zwang und zwingt in einem brandgefährdeten Haus zu leben und das seit mindesten dem Jahr 2000.

Es ist doch immer schön, wenn einer Schuld hat.

Es ist so, das ich das Ende nicht mehr abwartete. Ich habe berichtet nach bestem Wissen und Gewissen und beende hiermit meinen Vortrag.

Wichtig in meinen Augen:

Der Schutz aller involvierten Menschen.
Der Versuch, die Wahrheit zu finden.
Sühne für das Angerichtete.
Ein Dank an die, die halfen, insbesondere an die Feuerwehrleute, von denen 4 auch verletzt wurden (dafür auch die Krankenwagen Frau Richterin).

Ein Ausblick und eine Perspektive für alle.

PS: ich bin etwas sehr langsam im Begreifen. Nur jetzt denke ich, das ich mir allen Schmonzes hätte sparen können. Es ging nur um die Versicherung und deren Bedingungen zu erfüllen waren, damit sie zahlt.

PPS: Wobei das, was ich schrieb, wirklich nur denen anzukreiden ist, denen solche Problem bewusst waren und die nicht handelten.

Mein Eindruck bleibt, das für irgendeine Agenda Menschen hervorgezerrt werden und der Rest einem gleich ist.

Jetzt wars der irre Brandstifter, wobei nicht einmal die 4 verletzten Feuerwehr interessierten. Ihre Verletzungen waren wohl nicht spektakulär genug. Vielleicht war auch einer Afghane.
Die Betreuer vor Ort bemühten sich ganz sicher und tun es wohl auch noch weiter. Im Helfersektor kann man aber gut reich werden. So thront hinter dem Masurenhof in Dürkheim wohl gleich eine Milllionenvilla des Betreibers.
Der Chefarzt der Psyche in Frankenthal hat sich im Teuersten Villenviertel Hamburgs einquartiert,  ein Oberarzt, der dann auf Privatpatienten machte, hatte gleich eine Ferienwohnung in Florida.

Man kann gut Geld machen, wie überall. Die Schwächeren und die die sich einsetzen, tagtäglich, bleiben aber auf der Strecke.

Nachtrag vm 02. Mai 2026:

Jetzt will ich doch loswerden, was mir schon lange umging und wo ich mich nicht ganz traute, das einmal zu fragen.
Es ist so, das ich in der Schule noch lernte, das in Deutschland Gewaltenteilung herrscht zwischen Legislative, Exekutive und Jurikative.
Vor Gericht hieß es gäbe es Richter, vor denen Verteidiger und anklagende Staatsanwaltschaft als Gegenpole sprechen würden.
Ein Gutachter würde als neutrale Stelle zu hören sein.

Nun gut, ABER in diesem Prozeß saß der ehrenwerten Sachverständige neben der Staatsanwältin, fungierte quasi als Nebenankläger.
Diesen Herrn Dr. der Psychiatrie verwunderte es aber, das ihn kein zu Begutachtender  " in seine Psychose mit hinein nähme".

Hatte er übersehen, das er selber hauptsächlich als Ankläger fungierte?

Von meinem Verständnis her muss ein Gutachter neutral sein und urteilen. Und das war der Herr Gutachter schon durch seine Positionierung im Gericht nicht mehr.

Nachtrag vm 27. Juni 2026:

Das ihm eine behandelnde Ärztin der Klinik eine Behandlung in Aussicht gestellt hatte für den Falle des Verbleibes, dürfte auch mit das Verhalten des Beklagten und das Urteil der Richterin mit beeinflusst haben.

Was damals fast parallel geschah, der Brand in Crans Montana in der Schweiz, geht mir noch heute um in seiner Parallelität und Ähnlichkeit, sieht man von den schrecklichen Auswirkungen ab in Crans Montana.

Bei all dem was da gesagt wurde und geschah, vom seltsamen Geruch im Treppenhaus über die rasende Geschwindigkeit bei der ausbreitung der Hochschiessen der Flammen: Ich muss da an Lachgas als Partydroge denken.

Und Rauchmelder schaltet man normal aus bei einer Brandstiftung. Rauchmelder kann man nämlich ausschalten und im Zimmer des Beklagten ist dies nicht geschehen.

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Skizze vom Brandort nach dem Diavortrag des Brandsachverständigen, so wie besehen bei der Verhandlung am Gericht in Frankenthal vor der 1. Kammer | Foto: Stockphoto Pixabay, Skizze Maiken Liefeith
Autor:

Maiken Liefeith aus Frankenthal

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