Auffahrunfall in Baustelle: Gaffer spazierten auf der Autobahn, übersprangen auch noch die Leitplanke
Unfassbares Verhalten der Gaffer: Fahrbahnblockade

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  • hochgeladen von Jo Wagner

Ettlingen. Zu einem Auffahrunfall in der Baustelle der Autobahn 5 zwischen Rastatt Nord und Karlsruhe Süd ist es am Dienstag gegen 12.15 Uhr gekommen. Eine 55-jährige Mercedes-Fahrerin hat auf der rechten Spur einen stehenden Lastwagen übersehen und ist aufgefahren. Dabei rutschte das Fahrzeug unter den Unterfahrschutz des Lastwagens. Glücklicherweise wurde die Frau nicht eingeklemmt und konnte sich befreien. Obwohl der Rettungshubschrauber vor Ort war, wurde die Schwerverletze mit einem Rettungswagen in eine Klinik eingeliefert. Der Sachschaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt. Die Fahrbahn in Richtung Karlsruhe musste zunächst voll gesperrt werden, konnte zeitweise auf einer Fahrbahn am Unfallgeschehen vorbei geleitet werden und wurde für die Aufräumarbeiten dann wieder voll
gesperrt. Zeitweise bildete sich ein Stau von circa 10 Kilometern Länge. Gegen 13.45 Uhr waren dann beide Fahrstreifen wieder für den Verkehr frei gegeben.

Unfassbares Verhalten der Gaffer
"Zu sehr unschönen und absolut gefährlichen Szenen", so die Polizei, "kam es am  Unfallort aufgrund von Schaulustigen." Polizisten waren zum Unfallzeitpunkt in der Gegenrichtung auf der Autobahn 5 unterwegs und sperrten diese, um zum Unfall zu gelangen und erste Maßnahmen einzuleiten. Diese Sperrung nutzten circa 50 Personen, die hinter dem Unfall im Stau standen um an die Örtlichkeit heranzukommen. Sie spazierten auf der Autobahn umher, übersprangen die Leitplanke und beobachteten das Geschehen. Über Lautsprecher mussten die Gaffer von der Polizei dazu aufgefordert werden, sich wieder zu ihren Fahrzeugen zu begeben. Dadurch konnte die nach Süden führende Richtungsfahrbahn erst mit einer gut 20-minütigen zusätzlichen und aus polizeilicher Sicht völlig unnötigen Verzögerung wieder freigegeben werden. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die mit der Absperrung betrauten Beamten erst im letzten Moment vor der Fahrbahnfreigabe die Fußgänger in einiger Entfernung erkannten und dadurch mögliche schlimmere Folgen gerade noch verhindern konnten. (pol)

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