BriMel unterwegs
Laientheater „Sturmfrei“ mit stürmischem Applaus gefeiert
- Alle Akteure auf der Bühne
- Foto: Johann-Peter Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Böhl-Iggelheim, OT Iggelheim. Manchmal ist ein Einakter einfach zu kurz, so geschehen am Abend des 13. Dezember in der SG-Halle in Iggelheim. „Was? Schon vorbei?“ Dabei hatte man sich eine Stunde lang über die sturmfreie Bude der Laientheatergruppe der SG Böhl-Iggelheim köstlich amüsiert. Ausverkauft! Alle drei Vorstellungen waren in kurzer Zeit ausverkauft. Die beiden nächsten Vorstellungen finden am 27.12.25 und 03.01.26 statt.
Ab 17 Uhr wurde auf dem mit einem glitzernden Weihnachtshimmel überdeckten Vorplatz dem wartenden Publikum Glühwein, Kinderpunsch, Sekt und andere kalte Getränke sowie Grillgut und Waffeln angeboten. Zwei Schwedenfeuer sorgten für die idyllische Stimmung und Wärme.
„Sturmfrei“ von Regina Harlander ist eine Komödie mit Lachflashs von Anfang bis Ende. Pressetext: Bei den leidgeplagten Ehemännern Bernhard und Karlheinz ist die Vorfreude groß, denn ihre Frauen wollen das Wochenende auf einer Wellnessfarm verbringen. Dieses Ereignis muss natürlich gebührend gefeiert werden. Auch Bernhards Vater wittert seine Chance, gemeinsam mit den beiden Strohwitwern ein paar ausgelassene, schöne Stunden zu verbringen.
Pünktlich um 19 Uhr wurden die Türen geöffnet (Einlass war nicht um 18.30 Uhr wie auf dem Flyer gedruckt stand). Um 19.30 Uhr betrat Sven Diener die Stage zur Begrüßung und Dankeswort an verschiedene Sponsoren. Wie der Titel schon sage sei Chaos im Anmarsch. Mit viel Herzblut und Energie sei geprobt worden, um diesen Abend zu einem unvergesslichen werden zu lassen. Auch wenn sich der Vorhang schließen würde solle man bitte sitzenbleiben, denn es ist ein Einakter. Dann läutet „Zarathustra“ den Beginn ein, der mit einem auf der Couch liegenden, Zeitung lesenden Mann namens Bernhard (Alexander Holtkamp) begann, wie im richtigen Leben halt. Das wunderschöne Bühnenbild mit viel Liebe zum Detail hat Fredy Sauerhöfer gezaubert, ein Wohnzimmer, dessen Zustand sich nur nach einer durchzechten Nacht ändern sollte. Bernhards Ehefrau Erika (Susanne Holtkamp) eilt durch das Zimmer und bringt überall kleine Merkzettel an, damit der Mann über das Wochenende auch einmal ohne seine Frau auskommen kann. Bernhards Freund Karlheinz (Carlo De Matteis) kam hinzu, der zuhause unter seiner Frau nichts zu melden hat. Beide freuten sich über das Wochenende ohne Frauen. „Wir haben sturmfrei! Wir hauen jetzt richtig auf den Putz!“ Bärbel (Cornelia Dillmann) schnappte sich die Freundin und die Männer atmeten auf. Sohn Justin (Paul Findeisen) informierte seinen Vater, dass er Influenzer werden möchte anstatt einen ordentlichen Beruf zu ergreifen. Als sein Vater Guschd (Holger Schwinge) erschien in rosafarbenem Plüschhemd, denn er wollte mit auf die Kneipentour der beiden Männer. Und die Nacht blieb dann im Dunkeln, denn der Vorhang ging zu, nur das französische Lied „Je t`aime“ war zu hören. Der Zuschauer konnte sich also denken, was da kam. Vorhang auf und das Chaos lag vor einem. Da muss es ja heiß her gegangen sein. Alexander Holtkamp verkörperte den verkaterten Bernhard ist Perfektion. Auch sein Saufkumpel erschien und beide fragten sich, was denn letzte Nacht vorgefallen war. Blackout!
Die beiden leicht bekleideten Betrügerinnen Svetlana (Tina Dillmann) und Angelique (Bianca Diener) hatten es sich in der Wohnung bequem gemacht. Hinzu kam die Nachbarin Frederike Habenschaden, über deren Namen man sich nicht nur einmal lustig machte. Sie hatte wegen einer groben Sachbeschädigung die beiden Polizisten (Tom Diener und Sven Jandura) angerufen, die nun auf der Matte standen. Es ging nun wirklich alles drunter und drüber und das Ende des Liedes war die Verhaftung der beiden Gaunerinnen. Mehr will ich nicht verraten, denn es lohnt sich wirklich, dieses extrem lustige Stück anzuschauen.
Mit von der Partie war auch die als Radiomoderatorin nur hörbar agierende Katja Kanzok, die auch als Souffleuse gemeinsam mit Grit Schwinge alles am Laufen hielt. Die Regie hatte Thomas Rauschenberg. Alle freuten sich über die gelungene Premiere und als kleines Dankeschön gab es für jeden Mitwirkenden und jede Mitwirkende ein Präsent, auch für die Maske mit Anette Jandura und den Tontechniker Heiko Rusnak, Dankesworte nochmal für den Kulissenbau durch Fredy Sauerhöfer, den Pressewart Peter Baumann und für die Gesamtleitung von Bianca Diener. Mit einem grandiosen anhaltenden Applaus blickte man mit einem Lächeln im Gesicht auf eine Stunde beste Unterhaltung zurück. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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