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Gelungenes Jubiläumsfest beim Geflügelzuchtverein
- Sie alle halfen beim Jubiläumswochenende mit
- Foto: Brigitte Melder
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Böhl-Iggelheim, OT Iggelheim. Am 30. Mai wurden 90 Jahre Geflügelzuchtverein 1936 Iggelheim e.V. in der Mühlwiesenstraße gefeiert und auch noch am nächsten Tag ging es weiter. Trotz Hitze war das Fest ab 16 Uhr gut besucht und etliche der insgesamt ca. 110 Vereinsmitglieder hatten im Vorfeld und an den „Feiertagen“ fest angepackt und die Tische schön geschmückt. Im Gespräch mit dem 2. Vorstand, Frau Anja Wendel und Werner Herrmann – der 1. Vorsitzende Kurt Henkes war heute nicht anwesend – erfuhr man einiges. Der Vogelverein Iggelheim (im ehemaligen Vogelpark) gehört zu dem Geflügelzuchtverein dazu. Hier in der Mühlwiesenstraße befindet sich nur das Vereinsgelände, die Rassehühner und verschiedene Schafsrassen sind im ehemaligen Vogelpark untergebracht. Dieses Jahr feiern sie also ein Jubiläumsfest und zusätzlich im August wird es das alljährliche Grillfest mit Frühschoppen und Weißwurstessen ebenfalls hier auf dem Vereinsgelände geben. Eine Geflügelzuchtausstellung mit Bewertung ist für den 07./08.11.26 im Sängerheim in der Sandgasse geplant.
Man soll die Feste feiern wie sie fallen. So hatte der Verein sein 50jähriges und 75jähriges bereits gefeiert und sogar „Festschrift-Broschüren“ dazu erstellt. Aus der Vereinschronik geht hervor, dass sich am 4. April 1936 in der Gaststätte „Zum grünen Wald“ insgesamt 20 Personen trafen, die alle ein gemeinsames Hobby hatten: Die Haltung und Zucht von Rassegeflügel. Bereits am gleichen Abend machte man „Nägel mit Köpfen“ und der Verein wurde aus der Taufe gehoben. Damals führte Friedrich Büttner den Verein mit Philipp Numrich als 2. Vorsitzenden, Otto Fiechter als Schriftführer, Jakob Schmitt als Kassierer, Ludwig Fiechter und Karl Lützel als Beisitzer. Nach dem Krieg war maßgeblich Heinrich Bechtold der Mann mit guten Ideen und viel Engagement, der einen großen Beitrag zum „Wiederaufbau“ leistete. 1953 übernahm Oswald Berndt Senior die Vereinsführung und es folgten noch viele weitere engagierte Männer im Laufe der Jahre.
Der Kassenwart Walter Litzel ist in Lachen-Speyerdorf im Geflügelzuchtverein, kennt sich mit Geflügel gut aus und Beisitzer im Geflügelzuchtverein 1936 Iggelheim e.V. Sein „Dresdner“ ist ein weißes Großhuhn, welches ein Ehrenband vom Landesverband verliehen bekommen hat. Voraussetzung für diese Anerkennung ist außer der Zucht das Aussehen, wie Flügel, Kamm und Füße aussehen. Auch zwei seiner Zwerghühner haben ein Ehrenband vom Landesverband erhalten.
Ein anderer Geflügelzüchter war Michael Puxler vom Gemeinderat Haßloch (CDU), der mit Bressehühnern und Meranhühnern Erfolge zu verbuchen hatte. Merkmale des weltberühmten Bressehuhnes sind ein weißes Gefieder, roter Kamm und blaue Füße, welche auch der Nationalflagge von Frankreich entsprechen. Es wird auch Bresse-Gauloise genannt und sieht faszinierend aus als Trikolore. Die schwarzen Meranhühner haben einen braunen Kragen und legen schokofarbene Eier.
Es herrschte eine gute ausgelassene Stimmung und die sehr netten Vereinsmitglieder kümmerten sich um das Wohl der Gäste. Sie lobten die tolle Teamarbeit im Verein und selbstgemachte Kuchen, Salate und auch die Currysoße zur Currywurst, welche Vereinsmitglied Bernd Krämer zusammen mit dem Fleisch lieferte. Dem frisch gekürten Leichtathleten Andreas Sundheimer schmeckte es jedenfalls sehr und dann hatte er auch noch herausgefunden, dass es echte „Sundheimer“-Hühner gibt, er selbst aber keins habe.
Am 31. Mai gingen die Feierlichkeiten um 10 Uhr mit einem Frühschoppen weiter. Gegen Bons gab es Mittagessen mit Steaks, einem Salatbuffet und Getränken sowie einer großen selbstgemachten Kuchenauswahl mit Kaffee. Das Wetter passte, also auf geht’s. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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