BriMel unterwegs
Fine R.I.P. mit Monji El Beji rocken am See
- Monji El Beji mit Fine R.I.P. am Niederwiesenweiher
- Foto: Brigitte Melder
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Böhl-Iggelheim. An der Strandbar am Niederwiesenweiher ist immer etwas los und vom 4. bis 6. Juni war „Rock am See“ angesagt. Den Auftakt am 4. Juni machte die Band Fine R.I.P. mit dem charismatischen Frontsänger Monji El Beji, dem „Hansdampf in allen Gassen“. Und dieses Konzert stand erstmal unter keinem guten Stern, denn es schüttete kurz vor Beginn aus Kübeln. Aber absagen war keine Option und es wurde durchgezogen! Über 200 Eintrittskarten gingen an die Fans dieser außergewöhnlichen Kultband aus der Pfalz, die sich der pfälzischen Mundart verschrieben hat. Rock- und Pop-Klassiker bekamen von der Band sozusagen ein neues pfälzisches Gewand übergestülpt. Pünktlich zu Beginn um 19 Uhr hatte sich der Regen vom Niederwiesenweiher abgewandt und man durfte feiern was das Zeug hält. Denn eines ist gewiss, kein anderer weiß die Massen so sehr zu begeistern wie Monji El Beji, der anscheinend in allen Genres zuhause ist. Das Multitalent ist nicht nur beruflich Sozialpädagoge, sondern auch Mundartsänger, Songwriter, Festivalveranstalter, Schauspieler und neuerdings auch Comedian.
Ein Geburtstagsständchen für den Schwegenheimer Thomas Kripp, der heute mit seiner Frau und Freunden seinen 39. Geburtstag feierte, ließ ihn hochleben, ausgerechnet mit dem zum Wetter passenden Zuckowski-Lied „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien ….- Wie schön, dass du geboren bist“. Der Song „De ledschde Schorle war schlecht“ folgte, aber die hier ausgeschenkte Schorle konnte man ohne Bedenken trinken. „Holt Euch mal ne Schorle!“ rief er denn auch in die feiernde Menge und „Wo sind die Hände?“ wollte er wissen; die schnellten prompt in die Höhe und mitten im Publikum der Sänger, der meistens vor und nicht auf der Bühne zu finden war. Er sucht den Kontakt zu seinen Fans, ist zum Greifen nah und etliche Handys hielten ihren Star fest. „Ihr seid ä super Grupp heit!“ Ganz nach Heinz Erhardt performten alle „Immer wenn ich traurig bin trink ich einen Korn“ und es herrschte eine mega Stimmung. Schon lange nicht mehr haben sie das Lied „Siwwe Pund Salami“ nach dem Hit „Seven Nation Army“ von The White Stripes gespielt; das wurde jetzt fällig. Das Publikum sang begeistert „Doo-doo, doo-doo doo doo-doo“ mit. Das Geplänkel mit den Bandmitgliedern ist legendär und durfte auch heute nicht fehlen und sorgte für etliche Lacher. Wie er zum Beispiel seine kurze Hose lupfte, um den Rand seiner Unterhose zu zeigen, ja, er passe immer seine Unterhosen dem Wetter an. Heute Palmen, weil er dachte, das Wetter würde schön werden. Die Band schreibt alle ihre Texte selbst und auch Michael Jacksons „Billie Jean“ wurde vertextet zu „Billisch Jeans“ und Britney Spears‘ ikonischer Song „Hit me Baby one more time“ bekam einen neuen Anstrich mit „Lewwerkneedel, Grumbeerbrei“. Dann wollte Monji El Beji wissen, ob Pfälzer im Publikum sind. Ja klar, fast alle, aber auch aus dem Saarland und dem Badischen waren Fans gekommen. Mit dem Lied „Dehäm is Dehäm“ feiern sie die pfälzische Lebensart. Seit 1999 ist die Band schon überall herumgekommen und es werden immer mehr Anhänger. Der Jüngste an diesem Abend saß mal auf Papas und mal auf Mamas Schultern. Der vierjährige Leon hatte zum Lärmschutz Kopfhörer auf, machte aber schon wie die Großen mit und schwenkte die Arme.
Monji El Beji war der Meinung, dass sie Entwicklungshilfe leisten und man hier dringend eine Schluckimpfung braucht, also musste „Badischer Woi“ her. Nicht genug, dann kam er auch noch als „Batman“ auf die Bühne mit Maske und wehendem Umhang. Bei ihm klang das Lied natürlich wieder etwas anders nämlich wie ein pfälzischer „Bätmän“. Der Abend war pickepacke voll mit guter Laune und witzigem Liedgut und macht schon wieder Lust auf mehr. Achtung, Suchtgefahr! (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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