BriMel unterwegs
Ein Strandabend geprägt von "Sounds of Silence"
- Sounds of Silence an der gut gefüllten Strandbar
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Böhl-Iggelheim. Am 1. Juli ging es am Niederwiesenweiher hoch her und das lag nicht nur an den hohen Temperaturen, die zum Baden einluden, sondern auch an der Musik aus vergangenen Zeiten mit dem unvergesslichen „Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel. Die Veranstalter waren die Strandbar Iggelheim und Sebi Hochwarth „Sebi rockt“, die über den Sommer jeden Mittwoch bis Ende September Künstler eingeladen haben. Den heutigen Abend bestritt die Coverband „Sounds of Silence“ mit den vier Musikern Mike Wolters (Bandleader und Vocals), Christian Ambrosch (Gitarre), Andreas Finger (Keyboard) und Vincent Patti (Violine). Im Repertoire hatten sie natürlich alle bekannten und ein paar weniger bekannte Songs der Originalformation. „Mrs. Robinson“, „Scarborough Fair“, „I’am a rock“, „Bright eyes“, „Fifty ways to leave your lover“, The Boxer“, „Feelin‘ groovy“, „The sound of silence“, „Cecilia“ und „Bridge over troubled water“. Kurz vor 19.30 Uhr standen zuerst nur drei Herren auf der Bühne, der junge Geiger hatte noch keinen Einsatz. Zwischen den Songs gab es immer kleine Anekdoten dazu von Mike Wolters. Aus dem Film „Die Reifeprüfung“ stammt „Mrs. Robinson“ und auch eine Dame namens „Kathy“ wurde immer wieder Teil der Geschichte um die Band, für die eigens das Lied „Homeward Bound“ an einem Bahnsteig geschrieben wurde. Dann kam die Geige zum Einsatz, von Vince wundervoll gespielt, und alle anderen Bandmitglieder sangen dazu; im Original sangen Paul Simon und Art Garfunkel ja nur zu zweit. Nach jedem Stück gab es viel Applaus vom Publikum, das sich in die 70er Jahre zurückversetzt fühlte. „Kthy“ bezieht sich auf Kthy Chitty, die große Liebe und Muse von Paul Simon in den 60ern. Sie lernten sich in England kennen und als die Liebe verging schrieb er „April come she will“. Zu Ehren der Band „The Everly Brothers“ spielten sie das beschwingte Lied „Wake up little Susie“ und es wurde sogleich mitgewippt. Simon & Garfunkel hatten ja eher ruhige Songs geschrieben, deshalb trieb es ein Tanzpaar an den Strand, das sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließ. „Still crazy after all these years“ in einer One-Man-Show am Piano bestritt Andreas Finger mit tollem Gesang und Fingerfertigkeit. Im Jahre 1965 wurde die Hymne der Introvertierten und Schmerzgeplagten „I’am a rock“ geschrieben. Nach der Pause folgten noch viele Songs und die zahlreichen Gäste genossen den Sonnenuntergang gleich mit dazu.
Ein Paar mit Gitarrenkoffer auf dem Rücken, nanu? Verstärkung auf der Bühne? Nein, Chiara Kilchling und Emanuel Abanto (Popakademie Baden-Württemberg) wollten am Weiher nur ein bisschen üben und vielleicht sieht man sie hier einmal auf der Stage mit einem Gig. Entweder in der Formation „Paced“ oder einer ihrer anderen Bands. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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