5000 Euro für Musikunterricht im Kinder- und Jugenddorf Silz
- Bei der Spendenübergabe in Silz kamen Vertreter der Stiftung, des Kreises, der Kreismusikschule und des Kinder- und Jugenddorfs zusammen.
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Silz. Der Musikunterricht im Kinder- und Jugenddorf Maria Regina kann weiterlaufen. Die Gebhard-Scharfenberger-Stiftung aus Mannheim unterstützt das Angebot der Kreismusikschule Südliche Weinstraße mit 5000 Euro. Seit einigen Jahren gehört der wöchentliche Unterricht mit einer Lehrkraft der Kreismusikschule fest zum Alltag in der Einrichtung. Unter der Leitung von Musiklehrer Frank Christmann spielen die Kinder und Jugendlichen je nach Alter und Vorerfahrung in verschiedenen Gruppen, von musikalischer Früherziehung und Gesang bis zum Schlagzeugensemble. Wie die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße mitteilt, unterstützt die Stiftung das Kinder- und Jugenddorf bereits seit 2019. Insgesamt flossen nach Angaben der Beteiligten schon 20.000 Euro an die Einrichtung in Trägerschaft der St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH mit Sitz in Ludwigshafen.
Musik soll Halt und Ausdruck geben
Bernhard Scharfenberger, Vorstand der Gebhard-Scharfenberger-Stiftung, begründet das Engagement so: „Musik ist ein wichtiges Element für Jung und Alt; für jüngere Menschen insbesondere auch deshalb, um sie in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen sozial und emotional zu fördern“. Erster Kreisbeigeordneter Georg Kern, zuständig für das Kreisjugendamt, sagte bei der Spendenübergabe: „Es ist toll, dass Sie mit Ihrer Spende den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, über eine andere Form der Sprache – und das ist Musik – ihre seelischen Belastungen für eine Weile zu vergessen oder dabei helfen, ein Stück ihrer inneren Stabilität und Ausdruckskraft zu erleben“.
Janosch Armbrust, Leiter des Kinder- und Jugenddorfes, betont die besondere Rolle des Angebots in der Heimerziehung: „Es ist alles andere als selbstverständlich und wahrscheinlich einzigartig in der Region, dass Kinder in einer Heimerziehung eine so gute Musikbildung und -ausbildung erhalten. Das macht uns stolz, denn es ist ein großes Privileg, erneut von der Gebhard-Scharfenberger-Stiftung so großzügig bedacht worden zu sein.“ Kreismusikschulleiter Adrian Rinck erklärt, dass die jungen Menschen dank Spenden am Angebot teilnehmen und ein Instrument erlernen können, unabhängig von ihrer familiären Situation. „Die meisten von ihnen haben schon schwierige Erfahrungen gemacht. Umso wichtiger ist es, ihnen Räume zu geben, in denen sie unbeschwert etwas ausprobieren, eigene Stärken entdecken und Erfolgserlebnisse sammeln können. Musik kann genau das leisten.“ Auch für Frank Christmann hat der Unterricht eine besondere Bedeutung. Der Musiklehrer betreut derzeit nach eigenen Angaben zehn bis zwölf Kinder und Jugendliche vor Ort, unter anderem am Schlagzeug oder Klavier. „Im Musikunterricht ist es möglich, die Kinder und Jugendlichen in ihrer jeweiligen Stimmung aufzufangen. Für eine kurze Zeit können sie gedanklich ganz woanders sein.“
Neuer Musikraum nach dem Umbau geplant
In den kommenden zwei Jahren läuft der Unterricht laut Armbrust unter erschwerten Bedingungen weiter. Mehrere Gebäude der Einrichtung werden saniert, deshalb ist der Platz derzeit knapp. „Nach dem Umbau steht uns dann ein moderner Musikraum zur Verfügung, worauf wir uns schon sehr freuen“, sagte Armbrust. red/est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |