Ehrenbürger Eugen Zepp wird 85
Kulturell groß engagiert
- Rechts das Geburtstagskind Eugen Zepp (85) anl. der Verleihung der Ehrenbürgerwürde in Alsenz mit seinem Freund Günter Müller, der ebenfalls auf Grund seiner Verdienste zum Ehrenbürger der Gemeinde Alsenz ernannt wurde.
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Alsenz. Der Alsenzer Ehrenbürger Eugen Zepp feiert heute, 2. Januar, seinen 85. Geburtstag. Für ihn war es selbstverständlich und zugleich eine Freude, aus seinem "Winterwohnort" München am 28. Dezember eigens zum Festakt 1250 Jahre Alsenz mit dem Zug anzureisen, obwohl er stundenlang unterwegs war. Ihn freute besonders der gute Besuch der Festveranstaltung und das Interesse an der Historie seines Alsenz. Für diesen Geburtstag hatte er der Gemeinde zuvor schon ein Geschenk gemacht: Der selbst zusammengestellte und auch noch privat finanzierte Geschichtsband '"Streifzüge durch die Alsenzer Geschichte" fand mit seiner persönlichen Signatur viele Abnehmer. Kaum ein anderer als der feinsinnige Eugen Zepp hat in den letzten Jahrzehnten das kulturelle Leben von Alsenz und die dortige Museenlandschaft so nachhaltig geprägt. Viele Initiativen wie die Gründung des Historischen Vereins der Nordpfalz, dessen Ehrenvorsitzender er nach wie ist oder das Pfälzische Steinhauer- und das Heimatmuseum mit Nordpfalzgalerie im Alten Rathaus wie auch der Deutsche Sandsteinpark mit Steinhauer-Rundweg entstammen seiner Idee. Die Förderung der "Pälzer Mundart" lag ihm auch am Herzen, zuletzt war der mehrfach ausgezeichnete Rehborner Mundartdichter Norbert Schneider wieder in Alsenz. Zwei Alsenzer Wörterbücher sind dabei profunde Ergebnisse. Er hat auch etliche weitere Bücher und Beiträge vor allem über die Geschichte der Gemeinde Alsenz geschrieben und veröffentlicht. München ist dem Kulturliebhaber schon lange Jahre zur "geistigen Heimat" geworden, wie er das persönlich bezeichnet. Dort arbeitete er auch lange als Restaurator und Abteilungsleiter im Deutschen Nationalmuseum. Seine Expertise gerade im Stein-Terrakottabereich führten ihn mehrmals zu Ausgrabungen und Vorträgen ins Ausland. Auch in der bayerischen Hauptstadt war und ist er immer noch aktiv. Sei es als Gäste- und Museumsführer oder aber im National- und Prinzregententheater. Sein Lieblingsplatz ist dort die Pfälzer Residenz-Weinstube. Zepp hat auch ein Faible für Münzen und engagierte sich "nebenei" neun Jahre lang als Geschäftsführer der Deutschen Numismatischen Gesellschaft, die er auch für die Pfalz gründete. In Waldböckelheim 1941 geboren, ging es nach Kriegsende nach Alsenz, wo er im Betrieb des Vaters zum Bildhauer und Steinmetz ausgebildet wurde. Es folgten später Meisterschule und Studium für Steinbildhauerei, bevor er nach München wechselte. Der "fitte" 85jährige ist demütig und dankt vor allem vielen Alsenzer, die ihn bei seinem Wirken unterstützt haben, Günter Müller war einer von vielen, der am Sonntag als weiterer Ehrenbürger Eugen Zepp gegenüber saß. Nicht wenige Alsenzer hoffen, dass sie ihren "Eugen" weiterhin radelnd oder zu Fuß vor Ort sehen und grüßen können und dabei ein freudiges "Grüß Gott" zurückgerufen wird.
Autor:Arno Mohr aus Alsenz-Obermoschel |
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