Vogelpark Heddesheim startet in die neue Saison - Storchentag im Juni
- Storchenpaar freut sich auf Nachwuchs.
- Foto: Hannelore Schäfer
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Von Hannelore Schäfer
Heddesheim. Der Vogelpark in Heddesheim hat seit kurzem wieder täglich geöffnet. Er ist besonders bei Familien mit Kindern ein beliebtes Ausflugsziel. Das gepflegte Areal und seine Bewohner werden vom Verein der Vogelfreunde und Pfleger Heddesheim ehrenamtlich betreut. „Wir haben unseren Park für die neue Saison hergerichtet. Sie sind wieder herzlich zu einem Spaziergang durch den Vogelpark eingeladen, um unsere gefiederten Freunde zu bewundern“, heißt es vonseiten des Vereins.
Neben den Bewohnern in den Gehegen und Volieren beherbergt das Außengelände des Parks sowie das angrenzende Vogelschutzgebiet auch zahlreiche „Zugeflogene“. Heddesheim hat sich nämlich zu einer der größten Storchen-Hochburgen im nordbadischen Raum entwickelt. In den vergangenen Jahren hatten rund 50 Storchenpaare als Saisongäste Quartier bezogen. Und in diesem Jahr rechnet man mit ebenso vielen. Störche sind sagenumwoben und gelten als Glücksbringer, Frühlingsboten oder als der berühmte Klapperstorch, der angeblich – wie manche früher glaubten – die Kinder bringt. Die anmutigen Großvögel zählen zu den Hinguckern im Park und drum herum.
Das wissen auch die Vogelfreunde und laden deshalb am Sonntag, 14. Juni, von 12 bis 18 Uhr zum traditionelle „Tag des Storchs“ mit Vergabe von Patenschaften in den Vogelpark ein. „Die Patenschafts-Aktion ist zwar dem Storch gewidmet, kommt aber allen Parkbewohnern zugute. Zudem können das ganz Jahr über Patenschaften übernommen werden, das hängt nicht von diesem Veranstaltungstag ab“, informierte der Vorsitzende der Vogelfreunde Heddesheim, Joerg Landenberger. Während es in den Baumwipfeln allerorten lautstark klappert, gibt es beim Storchenpaar auf seinem Hochsitz inmitten des Vogelparks nicht nur etwas zu hören, sondern auch einiges zu sehen. „Was im Nest abgeht können Parkbesucher live auf einem Bildschirm und Interessierte auch im Internet verfolgen“, berichtet Landenberger. Die vereinseigene Storchen-Webkamera sorgt für zahlreiche „Nestgucker“ und ermöglicht diesen einen Blick in das Innenleben des Domizils.
Während die Stelzenvögel ihrem Nachwuchs selbst den Schnabel stopfen, und dabei auf der Jagd nach Nahrung alle Schnäbel voll zu tun haben, bleiben den Vogelfreunden die Fütterung der Vogelschar in den Volieren und Gehegen und damit die Futterkosten überlassen. Ab 10 Euro aufwärts können Patinnen und Paten für ihren Lieblings-Vogel eine einjährige Patenschaft und damit einen kleinen Beitrag zum Unterhalt der Gefiederten übernehmen.
Mit rund 40 Vogelarten beherbergt der Park ein ausgesprochen „buntes Spektrum“ der Vogelwelt aus allen fünf Kontinenten. Die unteren Etagen der gepflegten Behausungen werden zumeist von Fasanen in den verschiedensten Federkleidern bewohnt. Darüber flattert ein vielstimmiges Völkchen unterschiedlicher Herkunft.
Für die größten Lacher unter den Vokal-Solisten sorgt sicherlich der „Lachenden Hans“. Aber auch Pfaue, Alexandersittiche, Turakos und Co. sind kein bisschen leise. Verschiedene Enten- und Gänsearten sorgen zudem für munteres Geschnattere.
Der Vogelpark ist bis Ende Oktober täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Wer die Arbeit der Vogelfreunde mit barer Münze oder einem „Scheinchen“ unterstützen möchte, kann den tönernen Uhu am Ausgang gerne „füttern“. ha
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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