Jahreshauptübung 2026 der Feuerwehr Ubstadt-Weiher
Anspruchsvolle Einsatzlage im Ortskern von Zeutern –
- Jahreshauptübung Feuerwehr Ubstadt-Weiher
- Foto: FW
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Ein Gebäudebrand, mehrere vermisste Personen und eine sich dynamisch entwickelnde Einsatzlage: Bei ihrer Jahreshauptübung am Freitag, 25. September 2026, stellte die Freiwillige Feuerwehr Ubstadt-Weiher ihre Leistungs- und Einsatzfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis. Austragungsort war in diesem Jahr Zeutern. Die Jahreshauptübung findet jährlich wechselnd in einem der vier Ortsteile statt.
Bürgermeisterin Katharina Kimmich und Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein umfassendes Bild von der Arbeit und Leistungsfähigkeit der Feuerwehr zu machen. Vor Beginn der Übung informierte Feuerwehrkommandant Timo Postweiler über aktuelle Themen und Entwicklungen innerhalb der Feuerwehr Ubstadt-Weiher.
Gegen 18.30 Uhr wurden anschließend die vier Einsatzabteilungen mit dem Stichwort „Brand – Menschenleben in Gefahr“ alarmiert. Als Übungsobjekt diente der derzeit im Bau befindliche künftige kommunale Kindergarten mit Ärztehaus in der Oberdorfstraße. Angenommen wurde ein Gebäudebrand mit insgesamt vier vermissten Personen, darunter auch Kinder. Die Leitung des fiktiven Einsatzes übernahm der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Ubstadt-Weiher, Thomas Herzog.
Die zuerst eintreffenden Kräfte des Zugs Ost mit den Abteilungen Zeutern und Stettfeld leiteten unmittelbar die Menschenrettung und Brandbekämpfung ein. Dichter Kunstrauch sorgte dabei für realitätsnahe Bedingungen. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor. Bereits nach kurzer Zeit konnten erste Personen gerettet und ins Freie gebracht werden. Dort wurden sie von den beteiligten Ortsvereinen des Deutschen Roten Kreuzes aus Zeutern und Stettfeld übernommen und versorgt.
Unterstützt wurde die Einsatzleitung durch die Feuerwehr Kronau. Deren Drohnen- und Führungsgruppe half dabei, frühzeitig ein umfassendes Lagebild zu gewinnen und die weiteren Einsatzmaßnahmen zu koordinieren.
Im weiteren Verlauf wurde die Lage bewusst ausgeweitet. Fiktiv griff das Feuer auf den nahegelegenen Kinderspielplatz über und entwickelte sich dort zu einem Flächenbrand. Die Abteilung Weiher übernahm die Brandbekämpfung und setzte dabei unter anderem das bei der Abteilung Zeutern stationierte Wald- und Flächenbrand-Modul des Gerätewagens Logistik 2 ein.
Die Abteilung Ubstadt stellte unterdessen unter anderem die Löschwasserversorgung aus dem Katzbach sicher. Hierfür kam eine tragbare Feuerlöschkreiselpumpe zum Einsatz. Gleichzeitig wurde mit dem Modul „Einsatzstellenhygiene“ ein weiterer wichtiger Bestandteil moderner Feuerwehrarbeit demonstriert. Dabei geht es darum, Einsatzkräfte nach einem Innenangriff möglichst frühzeitig von mit Brandrauch und Schadstoffen belasteter Schutzkleidung zu trennen und so gesundheitliche Risiken zu reduzieren.
Die Übung zeigte damit nicht nur die Schlagkraft der einzelnen Abteilungen, sondern insbesondere das abgestimmte Zusammenwirken der gesamten Feuerwehr Ubstadt-Weiher. Unterschiedliche Einsatzaufträge waren parallel abzuarbeiten, Kräfte zu koordinieren und technische Spezialausstattung zielgerichtet einzusetzen.
Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Übung entlang der Einsatzstelle und nutzten die Gelegenheit, die Arbeit der Feuerwehr aus nächster Nähe mitzuerleben. Auch für Bürgermeisterin Kimmich und die anwesenden Mitglieder des Gemeinderats bot sich so die Möglichkeit, sich unter realistischen Bedingungen ein umfassendes Bild von Ausbildung, Ausstattung und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zu verschaffen. Während der Übung erläuterte Rafael Rolli von der Abteilung Stettfeld den Gästen fortlaufend die einsatztaktischen Überlegungen der Führungskräfte sowie die eingesetzten Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstungsgegenstände. Dadurch konnten die einzelnen Maßnahmen und Entscheidungen auch für Außenstehende unmittelbar nachvollzogen werden.
Nach rund einer Stunde wurde gegen 19.30 Uhr nach einer abschließenden Lagebesprechung das Übungsende ausgerufen. Anschließend erfolgten der Rückbau der eingesetzten Gerätschaften und Schlauchleitungen sowie die Wiederherstellung der vollständigen Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge.
Zum Abschluss kamen die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Roten Kreuzes sowie die Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats im Feuerwehrhaus Zeutern zusammen. Bürgermeisterin Katharina Kimmich dankte den Feuerwehrangehörigen für ihr großes Engagement und ihren verlässlichen Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung. Feuerwehrkommandant Timo Postweiler zog ebenfalls ein positives Fazit und kündigte an, die Erkenntnisse aus der Übung intern weiter auszuwerten.
Für die Bewirtung im Anschluss sorgte die Altersabteilung Zeutern.
Autor:Melanie Metzner, Melanie aus Wochenblatt Bruchsal |
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