Leere Züge kosten die Bahn Unsummen
JUNG: Geisterzüge der Deutschen Bahn verstärken Bahn-Finanzkrise

Berlin/Karlsruhe. Zum Angebot von DB Fernverkehr während der Coronakrise und der angespannten Finanzlage der Deutschen Bahn, sagte der baden-württembergische FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land), Mitglied des Bundestagsausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, am Montag (27.4.2020) in Karlsruhe:

„Die schon ohne die Coronakrise sehr angespannte finanzielle Lage der Deutschen Bahn AG wurde in den vergangenen Wochen und Tagen und in die Gegenwart hinein durch das immer merkwürdigere Phänomen der Geisterzüge von DB Fernverkehr massiv verstärkt. Denn ohne ersichtlichen Grund gibt es bei einem sehr überschaubaren Fahrgastaufkommen von maximal zehn Prozent der bisherigen Kapazität immer noch bis zu 80 Prozent der bisherigen Züge im Fernverkehr. Dies ist deutlich mehr, als man in einem Grundangebot in einem Notfallfahrplan benötigt.

Das Herumfahren von heißer Luft durch Deutschland durch die sehr gering besetzten ICE- und IC-Züge reißt zusätzliche Finanzlöcher in die ohnehin angeschlagene Deutsche Bahn. In einer schriftlichen Frage an die Bundesregierung will ich deshalb wissen, ob Bundesminister Andreas Scheuer oder ein anderes Regierungsmitglied dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Dr. Richard Lutz, angewiesen hat, die Geisterzüge durch Deutschland fahren zu lassen und auf einen Notfallfahrplan mit einem abgespeckten, aber immer noch guten Angebot mit ausreichend Platz und Hygiene für die Fahrgäste, zu verzichten. Denn durch den jetzigen Zustand fährt DB Fernverkehr teilweise unnötig und betriebswirtschaftlich nicht nachvollziehbar jeden Tag Millionenverluste ein.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass gerade die gesamte Branche des SPNV und des ÖSPV inklusive Bussen, Straßen- und U-Bahnen nach einer gemeinsamen Lösung für die Liquiditätssicherung in Abstimmung mit den Ländern, dem Bund und den Aufgabenträgern sucht, DB Fernverkehr und die Deutsche Bahn sich an der Lösung dieser finanziellen Herausforderungen aber nicht beteiligt. Infolgedessen wird DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz seinem Aufsichtsrat, der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag sehr viel erklären müssen. Fest steht dabei schon jetzt, dass bisherige Infrastrukturmittel nicht zum Stopfen der kommenden Finanzlöcher der Deutschen Bahn verwendet werden dürfen und sich zeitnah ebenso eine strukturelle und personelle Neuordnung des staatlichen Bahnkonzerns stellt.“

Autor:

FDP-Kreisverband Karlsruhe-Land aus Weingarten/Baden

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