Weit über 1.000 Aufrufe:
„Das etwas andere Stallweihnachten“

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Waghäusel/Oberhausen-Rheinhausen. Die Anzahl der Zugriffe spricht für sich: Schon am ersten Tag nach Freigabe des Videoclips auf Youtube, „Das etwas andere Stallweihnachten – Forlenhof bei Waghäusel“, hat es mehr als 1.100 Aufrufe gegeben. So viele wollten sich bereits an Heiligabend die Aufzeichnung anschauen.
Die Initiatoren der bisherigen Stallweihnacht, die 2005 zum ersten Mal zustande kam, die seitdem (bis aufs Corona-Jahr 2020) alljährlich stattfand und sich stets einen guten Besuchs erfreute, präsentieren 2021 eine „Stallweihnacht digital“: geschuldet der Corona-Pandemie, den Einschränkungen und den strengen Auflagen. „Was wir sehen dürfen, ist fürwahr eine tolle Entschädigung für das, was uns live vor Ort entgangen ist“, heißt es in einer ersten Reaktion aus der Bevölkerung.
In dankenswerter Weise laden die Bauersfamilie Dieter und Carola Meerwarth und mehrere Waghäuseler Vereine zu einer interkulturellen Weihnacht, zu einem Fest des Friedens und der Verständigung ein. Der schlichte Stall und das Stroh, die Nacht und die Kälte, die Bescheidenheit und die Enge lassen das Geschehen vor 2000 Jahren in Betlehem erahnen.
Für ihre Idee, für die Umsetzung und Organisation dürfen die Organisatoren zu Recht viel Bewunderung und Lob entgegennehmen. Wer den Film gesehen hat, hält sich mit Worten der Anerkennung und Wertschätzung nicht zurück. Insbesondere richtet sich der Dank für die gelungene Gesamtproduktion und Überraschung an Steffen Hoffner von „Spacemedia“.
Ein beeindruckendes Gemeinschaftswerk ist zu erleben: Dank der Bauersfamilie Dieter und Carola Meerwarth vom Forlenhof, die vom Stall aus die Begrüßung der Zuschauer übernehmen, lässt sich die Übertragung bewerkstelligen. Zu den Veranstaltern gehören die Flüchtlingshilfe „Waghäusel hilft“, der Integrationsverein DIF, der Heimatverein Kirrlach, der Förderverein Musikschule und der Förderverein Friedenskirche. Als Schirmherr hat OB Walter Heiler zugesagt.
Diesmal wäre eigentlich die 15. Veranstaltung dieser Art am Vorabend der beiden Weihnachtsfeiertage auf dem Forlenhof – neben Kirrlach, aber auf Gemarkung Oberhausen - zustande gekommen. Wie bereits im Vorjahr kann 2021, was alle bedauern, nicht gemeinsam auf Strohballen des Bauernhofs das Fest der Feste gefeiert werden.
Von dort aus, wo gewöhnlich Maschinen für die Landwirtschaft stehen und die Kühe ihre Unterkunft haben, wird die Stallweihnacht in die Wohnungen übertragen. Zugeschaltet ist die nahe Musik- und Singschule - mit Instrumentalmusik, Gesang und einem Grußwort.
Im Stall – ganz in Anlehnung an die Weihnachtsgeschichte mit Ochs und Esel - sind so 250 Kühe und Kälber zu vernehmen. In naher Zukunft sollen es 985 Tiere sein, 550 Kühe und etwa 435 eigenbetriebliche Nachzuchten, vor allem Kälber und Jungrinder.
Wie in den Vorjahren hat Pfarrer Hartmut Rupp eine kleine ökumenische Feier vorbereitet. In seiner nachdenklich stimmenden Ansprache geht er auf die Bedeutung von Weihnachten ein und richtet einen Blick auf die derzeitige Situation, die zu Sorgen Anlass gibt, aber auch als Herausforderung begriffen werden sollte. Gott zeige sich den Menschen auf vielfältige Weise. Am Schluss der bescheidenen Stallweihnachtsfeier richtet er (zusammen mit Ursula Liebl) an alle Besucher die besten Wünsche zu Weihnachten – und erteilt dann auch Gottes Segen.
Zu einem großen Vergnügen wird das von Klaus Müller „äm Kerrlochä Dialekt“ vorgetragene Weihnachtsevangelium nach Lukas. Mit alten Ausdrücken und Redewendungen ist die Wiedergabe aus der Bibel garniert: Wer ihm lauscht, muss immer wieder schmunzeln.
Besinnlich stimmende Musik bieten Ute Widdermann an der Querflöte und Markus Widdermann am Klavier – und bereichern somit das Programm. Wer am PC oder Laptop sitzt, kann zusammen mit der jungen siebenköpfigen Singgruppe der Musik- und Singschule das beliebte Lied „O du fröhliche“ mitsingen. Zu genießen sind auch das bekannteste Weihnachtslied der Welt, „Stille Nacht“, und auch das oft zu hörende „Adeste fideles", in deutscher Version: „Herbei, o ihr Gläubigen".
Von Herzen kommende, liebe Weihnachtsgrüße übermitteln Roland Liebl (für den Heimatverein Kirrlach), Klaus Ramczykowski (Förderverein Friedenskirche), Ebru Baz und Natalie Schwender (für den Integrationsverein DIF), Luise Wilhelm mit Aurora Rama und Dawit Tsegay („Waghäusel hilft“) und Krimhilde Rolli (Förderverein der Musik- und Singschule).
Wer jemals an einer Stallweihnacht auf dem Forlenhof teilgenommen hat, zeigte sich stets begeistert und kam meistens wieder. Was in besonderer Weise beeindruckt: Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Religionen, die in Waghäusel und Umgebung leben, haben sich über Jahre hinweg im guten Miteinander zu einem interkulturellen Fest im Stall getroffen. Damit sollte auch ein weithin sichtbares Zeichen für Frieden, Verständigung, Achtung und Toleranz gesetzt werden.
Das „etwas andere Stallweihnachten“ kann unter www.stallweihnachten.de aufgerufen werden.

Autor:

Werner Schmidhuber aus Waghäusel

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