Millionen-Kostenrahmen kann eingehalten werden
Aufwändige Sanierung der Jodokus-Pfarrkirche in Wiesental geht weiter voran

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Waghäusel-Wiesental (ber). Da könnte Christo am Werk gewesen sein, der einst medienwirksam den Reichstag eingepackt hat, so lässt ein Blick auf die gänzlich verhüllte Pfarrkirche vermuten. Aber in Wiesental geht es lediglich um die Kirchensanierung. Derzeit ist zusätzlich der Kirchturm bis zum Turmhelm eingerüstet worden.
Eigentlich sollte bei den anstehenden Arbeiten der Kirchturm außen vor bleiben, da an ihm bereits vor zehn Jahren grobe Schäden beseitigt wurden. Doch nun konnten die Fachplaner dort einige Schadstellen ausmachen, die zwar noch keine unmittelbare Gefahr darstellen, aber wohl mittel- bis langfristig zur Gefahr werden könnten. Dann würde wiederum ein teures Gerüst erforderlich.
Trotz der unvorhersehbaren Entwicklung halten sich die Kosten im geplanten Rahmen. Zu verdanken ist dies auch einer gründlichen Begutachtung im Vorfeld der Maßnahme, worauf die Kirchengemeinde immer großen Wert gelegt hatte.
Für alle Verantwortlichen steht außer Frage, dass jetzt gehandelt werden müsse. Immerhin steht das Sanierungsprojekt unter dem Motto „Kirche mit Zukunft“. Maßnahmen und Kosten sehenden Auges kommenden Generationen zu hinterlassen, würde diesem Ansinnen zuwiderlaufen. „Wir wollen unsere Kirche nicht nur für ein paar Jahre, sondern für Jahrzehnte erhalten“, so Pfarrer Peter Bretl, Leiter der Seelsorgeeinheit Waghäusel-Hambrücken.
Mit dieser Zielsetzung sei es unumgänglich, auch den Turm mit einzubeziehen. Durch eine Beschränkung auf das Wesentliche haben die Kosten bislang auf einem niedrigen Niveau gehalten werden können, ist in Wiesental zu erfahren. Die Kirchengemeinde ist daher guter Dinge, auch mit der Erweiterung der Sanierungsmaßnahmen den Kostenrahmen von einer Million Euro nicht zu überschreiten.
„Wir bleiben unserem Grundsatz treu: Genau so viel ausgeben, wie notwendig ist, um die Verkehrssicherheit herzustellen und den langfristigen Gebäudeerhalt zu gewährleisten - und dabei keine Kosten auf nachfolgende Generationen abzuwälzen“, lässt Pfarrer Bretl wissen.
Abgeschlossen ist die Reinigung der Fassade. Die Beseitigung der sichtbar gewordenen und mittlerweile vollständig kartierten Schäden läuft. Auf der gesamten Fläche werden lose Steinteile und sich lösende Fugen entfernt, um Gefährdungen zu vermeiden. Wo dies notwendig ist, werden lockere Steinteile mit sogenannten „Nadelankern“ gesichert und, wenn unvermeidbar, mürbe Sandsteine komplett ausgetauscht. Etliche Fensterbänke können erhalten werden, einige sind allerdings nicht mehr zu retten und werden ersetzt.
Weithin sichtbar sind die Fortschritte am Kirchendach. Das Norddach wurde mit einer neuen Lattung versehen und neu eingedeckt. In gleicher Weise geht es auf der Südseite weiter. Immer dabei ist der Zimmermann, der Stück für Stück die Schäden am Dachstuhl behebt. Im Anschluss folgen noch die Dächer der Seitenportale, der Sakristei und schließlich das kompliziert aufgebaute Chordach.
Eine weitere außerplanmäßige, für einige Kirchenbesucher sehr erfreuliche Maßnahme ist die Errichtung einer provisorischen Rollstuhlrampe am Hauptportal. Damit ist das Gotteshaus während der Bauarbeiten für jedermann barrierefrei zugänglich.
„Wir sind mit dem Fortgang der Baumaßnahme und mit der Arbeit aller Beteiligten sehr zufrieden“, resümiert Pfarrer Bretl.

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